Streit um Seligsprechung

Sencelles, Mallorca |
Das Denkmal der Sor Francinaina in Sencelles.

Das Denkmal der Sor Francinaina in Sencelles. Foto: M. Nadal

Das Buch "Avarizia" des italienischen Autors Emiliano Fittipaldi hat im Dörfchen Sencelles für Aufregung gesorgt. Darin wird behauptet, dass Mallorcas Kirche 1989 an den Vatikan 482.000 Euro für die Seligsprechung der Ordensschwester Francisca Aina Maria dels Dolors Cirer überwiesen habe. Die hatte von 1781 bis 1855 in Sencelles gelebt und wird von der Bevölkerung als Sor Francinaina verehrt. Jeden 27. Februar wird ihr zu Ehren ein Volksfest mit einem Umzug gefeiert.

Die Reaktionen auf die Anschuldigungen blieben nicht aus. Ein Sprecher des mallorquinischen Bischofs sprach von einer "Verleumdung". Auch Pater Gabriel Ramis, Delegierter der Diözese für die Seligsprechungen, sprach von einer "Ungeheuerlichkeit". Es gebe keinerlei Bezahlung im kaufmännischen Sinne für einen solchen Akt. Wohl könnten aber Kosten anfallen, unter anderem dafür, dass der Petersdom für die Messe zur Seligsprechung zur Verfügung gestellt werde.

Der Verehrung der Sor Francinaina in Sencelles tut die Buchveröffentlichung keinen Abbruch. Jordi Llabrés von der Vereinigung "Tia Xiroia", die jedes Jahr den Festumzug organisiert, bezweifelt, das überhaupt so viel Geld vorhanden war, wenngleich es ein Konto der Diözese für diesen Zweck gegeben habe.

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