Artà zieht gegen Kirche vor Gericht

Artà, Mallorca |
Das Rathaus von Artà im Nordosten von Mallorca will um den Besitz der Außenmauern des alten Klosters gerichtlich kämpfen.

Das Rathaus von Artà im Nordosten von Mallorca will um den Besitz der Außenmauern des alten Klosters gerichtlich kämpfen.

Foto: Foto: Miquel Mestre Ginard

Vielen Urlaubern ist Kloster Sant Salvador auf dem Hügel über Artà im Nordosten von Mallorca bekannt. Jetzt ist ein Streit um die sehenswerten alten Mauern um die angrenzende Kirche ausgebrochen: Vor einem Jahr hat das Bistum von Mallorca sie zu ihrem Eigentum erklärt, doch nun stellt sich das Rathaus dagegen.

"Die Mauern von Sant Salvador gehören dem Volk", betont Artàs Gemeinderat und will nun gerichtlich gegen die Kirche vorgehen um so die öffentlichen Ansprüche der Umschließung sicherzustellen. In der Vorbereitung auf den Prozess trägt ein Anwalt der Gemeinde derweil Dokumente zusammen, die den entsprechenden Sachverhalt aufzeigen sollen. Wichtige Grundlage dafür ist unter anderem die Studie des Historikers Antoni Picazo aus dem Jahr 2013.

Die barocke Kirche Sant Salvador liegt auf dem 182 Meter hohten Kalvarienberg, auch Puig de Sant Salvador genannt, und gilt als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Artà. 180 Stufen verbinden sie mit der am Fuße des Stadthügels gelegenen Pfarrkirche. Die ab 1573 in spätgotischem Stil errichtete Kirche La Transfiguració ersetzte die auf dem Gelände einer Moschee im Jahre 1248 geweihte alte Gemeindekirche. (somo)

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