Parlament macht Druck gegen Straßenhandel

Palma de Mallorca |
Ein Strassenhändler an der Plaça Major in Palma de Mallorca.

Ein Strassenhändler an der Plaça Major in Palma de Mallorca.

Foto: Foto: J. Torres

Ein Antrag der bürgerlichen Regionalisten der Kleinpartei Pi im Balearen-Parlament drängt auf Maßnahmen gegen den ambulanten Warenverkauf auf Mallorca, insbesondere in den touristischen Gemeinden und in der Altstadt von Palma. Die Initiative wurde am Dienstag von allen Parteien im Balearen-Parlement unterstützt. Die Delegierten beauftragen damit die Regierung, alle notwendigen Maßnahmen in Angriff zu nehmen und, wo erforderlich, die Rechtslage zu reformieren.

Das Ziel müsse sein, die Vorgehensweise aller beteiligten Behörden, von der Regierung über den Inselrat und die Rathäuser bis hin zu den Polizeien, zu koordinieren. Zu diesem Zweck sei  ein runder Tisch einzurichten. Abgesehen vom illegalen Straßenhandel sei die Rechtslage und ihre Umsetzung auch im Kampf gegen Markenfälschungen zu verbessern, forderte die Partei in ihrem Antrag.

Der Pi-Vorsitzende Jaume Font nannte den ambulanten Straßenhandel ein Problem, das alle anginge. Es habe nicht nur eine wirtschaftliche Dimension wegen des unlauteren Wettbewerbs, sondern auch eine soziale. Die Händler bedürften einer würdigen Arbeit, geregelten Papieren und Integration.(as)

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Olaf / Vor über 3 Jahren

@ Dieter,

Sie wissen warscheinlich wie Recht Sie haben. Danke dass Sie Ihre Analyse mit anderen teilen.. In der Tat, die sog. "Flucht" nach Europa ist ein kalkuliertes Risiko, welches kollektive (Dorf oder Familie) Investitionen darstellen. Verluste sind dabei einkalkuliert, deshalp schickt man auch nur die jungen starken skrupelosen Maenner nach Europa. Eine wuerdige Arbeit ist weder erwarten - schliesslich sind auch Afrikaner nicht naiv sondern wissen was sie erwartet - noch auf der Agenda. Schnelles Geld ist gewuenscht. Sicher sind Anstrengungen Fluechtlingen zu helfen, sie zu integrieren wenn Sie bleiben duerfen oder sie zu schuetzen wenn sie nur darauf warten nach Hause zu gehen richtig. Fuer Menschen die das Mitleid fuer Fluechtlinge ausnutzen um sich in derem politischen "Windschatten" die Umsetzung ihrer Einkommensstrategie zu erschleichen gilt das allerdings nicht. Denke ich.

PS / Vor über 3 Jahren

Da haben die Politiker mal wieder viel "heiße Luft" abgelassen, aber ändern wird sich nichts. Wie sagte mir letztens ein Mallorquiner zu diesem und anderen Problemen der Insel: unter "Franco" gab es so etwas nicht...... Irgendwie hat der Mann recht.

MEGAchecker / Vor über 3 Jahren

Druck machen die Parlamentare in Malle? Sind sie da am WC? Die können noch so viel drücken, es wird sich in Malle aufgrund der verlotterten südländischen Mentalität nichts, aber schon gar nichts ändern. Das ist nur „Brot und Spiele“ für den entmündigten Bürger!

Dieter / Vor über 3 Jahren

Die Händler bedürften einer würdigen Arbeit, geregelten Papieren und Integration.(as) Zitat Ende

Na klar doch.

Die "Händler" bezahlen tausende Dollar um auf die Insel geschleust zu werden. Die sind nicht arm, sondern für die Verhätnisse im Herkunftsland sogar regelrecht wohlhabend. Das "investierte" Schleusergeld muss natürlich wieder in die Familienkasse, denn ansonsten wäre das eine schlechte Investition gewesen.

Einziger Zweck der illegalen Einreise ist von vornherein die Teilnahme am illegalen Straßenverkauf. Man dient sich dort mit der Zeit hoch, zum Uhren, - Taschen, - oder sonstwas Verkäufer. Die Köpfe dieser Banden machen Millionen mit der gefälschten Markenware,

Nun kommen wir wieder zum obigen Zitat und der Frage, welches Interesse die Gesellschaft daran haben könnte, Teilnehmer eines derartig kriminellen Systems zu integrieren, mit Papieren und geregeltem Einkommen zu versorgen? Welchen tiefgründigeren Zweck soll das verfolgen, denn in Afrika selbst gibt es weitere Millionen Menschen, welche den hier "integrierten" folgen wollen und nur davon träumen, auf diese kriminelle Weise nach Europa zu gelangen.

Die oben zitierte Forderung ist in diesem Sinne nicht nur unverantwortlich, sondern sie ist ein Affront gegen alle ehrlich arbeitenden Steuerzahler auf der Insel. Strengere Kontrollen, strikte Ausweisung und Abschiebehaft und eine Verbesserung der Bedingungen in den Herkunftsländern wären nötig. Palmas Zentrum ist überschwemmt mit illegalen Händlern und das wächst sich langsam aber sicher zur Plage aus. Die Polizei macht garnichts. Hauptsache jeden Residenten oder Mallorquiner, welcher sich nicht an die Gesetze hält auf das Härteste bestrafen, während die Illegalen hier und in Europa Narrenfreiheit genießen.