Experte: Hai war dem Tod geweiht

Mallorca |

Foto: Video: Ultima Hora

Biologen und Veterinäre vom Palma Aquarium rechtfertigen in einer Pressemitteilung das Einschläfern des Blauhais, der in der vergangenen Woche für Furore an den Küsten von Mallorca gesorgt hatte. "Das Rettungsteam von Palma Aquarium setzt sich unter allen Umständen für die Tiere ein", beginnt das Schreiben.

Nachdem der Hai am Samstag in der Cala Falcó im Gemeindegebiet Calvià gestrandet war, sei er zunächst von Tierärzten des Parks "minutiös" untersucht worden. Mit dem Einschläfern sollte dem Meerestier längeres Leiden erspart werden, da seine Schmerzen "unvereinbar mit dem Leben" seien. 

Das Tier, hatte bereits Mitte der Woche zwei Mal in Palmas Hafen für Aufregung gesorgt, und war beide Male von Experten zurück ins offene Meer gebracht worden. Dass der Hai drei Mal innerhalb von vier Tagen an die Küste gekommen sei, zeige seinen schlechten Gesundheitszustand. Zudem habe er sich schwere Verletzungen zugezogen. Es habe "keine andere Möglichkeit" als die des Einschläferns gegeben. Die Tötung sei kontrolliert erfolgt, der Fisch habe zunächst Beruhigungsmittel bekommen und sei so nicht qualvoll verendet.

Das Fischereiministerium der Balearen-Regierung habe das Handeln der Experten zu jedem Moment mitverfolgt. "Manchmal muss man schwere Entscheidungen treffen, um einem Tier unnötiges Leiden zu ersparen", so das Ende der Pressemitteilung. (somo)

Kommentar

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MEGAchecker / Vor über 5 Jahren

@ Heinz: ja es ist so eine Sache mit dem Denken. Deine ist es sicher nicht! Bevor ein Individium einfach auf die Schnelle mal gekillt wird, finde ich es richtig, diesem Individium eine Chance zu geben und ihm helfen. Das haben die Umweltschützer in vorbildlicher Weise gemacht. Die Bedürftigen hätten von dem Geld, was die Aktion gekostet hat, mit Sicherheit nichts gesehen oder gespürt. Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

Heinz / Vor über 5 Jahren

Hallo Dieter, ich teile Deine Meinung vollinhaltlich. Und solche Leute wie "meckerchecker" sollten mal erst denken und dann....

MEGAchecker / Vor über 5 Jahren

Ich kann mich der Meinung von Dieter nicht anschließen. Getötet ist schnell! Vor allem, wenn man weiß, dass die Haipopulation im Mittelmeer sehr, sehr gering ist. Ich denke, die Umweltschützer haben sicher ihr bestes gegeben. Leider war die Aktion - wie sich im nachhinein herausstellt - nicht erfolgreich. Aber so ist das Leben. Wir Menschen haben Verantwortung für die Natur. Dass die Aktion Geld gekosten hat, ist für mich Nebensache.

Dieter / Vor über 5 Jahren

Man hätte dem Tier schwere Schmerzen erspart, wenn man es gleich beim ersten Ausflug in den Hafen getötet hätte. So sieht es aus. Das "Rausschleppen" ins offene Meer hat dem Tier womöglich noch den letzten Rest gegeben! Ich frag mich überhaupt, wie dieses "in die Schlinge nehmen" vonstatten ging. Entweder war der Hai schon halbtot, oder die haben ihm einen Betäubungspfeil verpasst.

Ich finde es unerträglich, wie hier unter dem Deckmantel eines falsch verstandenen Tierschutzes mit Spenden und Steuergeldern Schindluder getrieben wird. Was die "Tierschützer" mit dem Hai angestellt haben, läuft schlicht unter Tierquälerei. Ein kranker Fisch im Meer. Was für ein Aufriss. Die Bedürftigen an der Suppenküche hätten sich sicher über das bei dieser Aktion verpulverte Geld gefreut. Aber "Tierschutz" geht halt vor Menschenschutz, in dieser irren Zeit.