Die Cala Deià, auch Sa Cala genannt, gilt als schöne Tramuntana-Bucht. Doch wer sie vor 15 Jahren und heute besucht, wird enttäuscht sein. Denn Sand ist nicht vorhanden, das Meer hat sich bis an die Felsen der Bucht vorgeschoben. Aus Angst, dass die Cala in den Fluten versinken könne, hat das Rathaus von Deià eine Untersuchung in Auftrag gegeben, berichtet die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora.

Das balearische Meeresforschungsinstitut IMEDEA hat von Mai bis Dezember 2015 die Bucht untersucht. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Cala Deià zwischen 1956 und 2015 mehrmals von Schwankungen des Meeresspiegels betroffen war.

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Ende der 1990er Jahre war der Strand am größten, 2001 war der Wasserpegel recht konstant, aber mittlerweile ist der Strand fast verschwunden. Schuld daran sind starke Meeresströmungen an der Tramuntana-Küste. Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass die Felsen verhindern werden, dass das Meer die Bucht komplett verschlucke. Ein natürlicher Rückzug des Wasser ist allerdings erst einmal nicht zu erwarten. (cls)