Esporles mit drastischen Wassersparmaßnahmen

Esporles, Mallorca |
Die Ortschaft ist besonders von Problemen bei der Trinkwasserversorgung betroffen.

Die Ortschaft ist besonders von Problemen bei der Trinkwasserversorgung betroffen.

Foto: R.P.

Das Rathaus von Esporles im Westen von Mallorca hat für den Monat September drastische Wassersparmaßnahmen angekündigt. Wegen der anhaltenden Trockenheit, die seit vielen Wochen die ganze Insel betrifft, wird der Wasserverbrauch limitiert.

Pro Haushalt werden demnach monatlich 10 Kubikmeter Wasser bereitgestellt. Bewässerungsanlagen müssen jeweils mit zwei Tonnen auskommen.

Des Weiteren wird in den Nachtstunden, zwischen 22 Uhr und 7 Uhr, der Hahn abgedreht. Von diesen Maßnahmen bleiben verschiedene Teile der Ortschaft betroffen. (ac)

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m.sastre / Vor über 3 Jahren

Von der totalen Sorg- und Gedankenlosigkeit zur Radikalmaßnahme ist es auf Mallorca oft nur ein kleiner Schritt. Und von der Radikalmaßnahme zur organisatorischen Bauchlandung auch. Dumm nur, daß bei so kurzfristigen Schritten oft die Zeit fürs Nachdenken fehlt und die schließlich ergriffenen Maßnahmen dann manchmal vollkommen unsinnig sind. Welchen Sinn verfolgt das Abschalten der Versorgung in der Nacht? Das Frühaufsteher morgens nicht mehr duschen können und dies dann am Abend vorher tun müssen? Neben einem erheblichen Komfortverlust wäre Effekt gleich Null. Oder das man die Toilette Nachts nur noch einmal mit dem im Spülkasten befindlichen Wasser benutzen kann, wenn man nicht vorsorglich am Abend Wasser in Eimern daneben gestellt hat? Der unbenutzte Inhalt dieser Eimer würde dann wahrscheinlich am nächsten Morgen mangels Verwendungsmöglichkeit und aus Bequemlichkeit einfach weggeschüttet werden. Und die zwei Tonnen für die Bewässerung sind dann wohl eine Pauschale, unabhängig von der tatsächlichen Gartengröße bzw. der Gartenart (Gemüsegarten oder Ziergarten)? Was ist dann mit der Wasserbilanz der ersatzweise gekauften Tomate vom Bauernmarkt? Wenn man die maximale Verbrauchsmenge schon vorgibt, dann sollte es den Bewohnern schon überlasen, wie sie die erlaubte Menge verwenden. Und wenn die Reglementierung pro "Haushalt" gilt, darf dann ein alleinstehender Rentner genau so viel Wasser beanspruchen, wie ein fünfköpfige Familie? Mir fällt es oft schwer, dieser Art Aktionismus noch etwas Lustiges abzugewinnen aber das ist wohl die einzig erträgliche Form, damit umzugehen.