EU lehnt Unterstützung von Mallorcas Problemviertel ab

Palma de Mallorca |
Son Gotleu gilt als einer der Brennpunkte auf Mallorca.

Son Gotleu gilt als einer der Brennpunkte auf Mallorca.

Foto: L. Forteza

Rückschlag für Palmas Problemviertel Son Gotleu: Die Europäische Union hat einen Antrag des Rathauses auf finanzielle Unterstützung von mehr als fünf Millionen Euro abgelehnt. Mit dem Geld sollte der soziale Brennpunkt baulich umgestaltet und der Einzelhandel angeregt werden.

Auf die Förderung hatten sich 378 Projekte in ganz Europa beworben. Dass die Pläne für Son Gotleu abgelehnt wurden, begründet die EU unter anderem damit, dass die Vorhaben zwar einige Innovationen enthalten, die Grundidee aber generell nicht neu genug sei, um in diesem Rahmen EU-Unterstützung zu bekommen. Gelobt wurde allerdings die Errichtung eines Multifunktionszentrums, das der Bekämpfung der Armut im schwierigen Viertel der Hauptstadt von Mallorca dienen soll.

Wie die spanische Tageszeitung Ultima Hora berichtet, ließ der städtische Baudezernent Antoni Noguera anklingen, dass der Stadtausschuss für Son Gotleu an den Ideen weiter festhalten wird, auch, wenn die Finanzierung noch unklar ist. Möglicherweise könnten Zuschüsse des spanischen Staats dem Viertel zugute kommen. (somo)

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Carneval / Vor über 2 Jahren

Dieses Problemviertel gab es schon zur Zeiten der PP-Regierung und lange vor der Flüchtlingskrise.

Lothar / Vor über 2 Jahren

Dann müßte sich die EU auch gerne mal Duisburg-Marxloh, Bremen, Dortmund etc. ansehen. Da solls besonders "nette" Bezirke geben.. , stimmt, da traut sich ja niemand hin..

Bratislav Mitulski / Vor über 2 Jahren

So lange man es sich leisten kann, sogenannte Flüchtlinge direkt aus Griechenland oder sonstwoher auf die Insel zu verbringen und diese in einem extra dafür hergerichteten Ressort in erster Meereslinie unterzubringen, solange muss auch keiner Zuschüsse für irgendwas bezahlen. Typisch Linke halt, Geld was man nicht hat für fremdländische Leute ausgeben - und die eigenen Bürger müssen darben.

Mike / Vor über 2 Jahren

Erst lässt man es selber verkommen und kümmert sich jahrelang nicht, und dann sollen Dritte dafür zahlen. Das muss man auch erstmal verstehen...