Alarmsystem soll vor Lecks in Wasserleitungen warnen

Manacor, Mallorca | | Kommentieren
Wasserturm in Manacor im Osten von Mallorca.

Wasserturm in Manacor im Osten von Mallorca.

Foto: Guillem Mas

Lokale Schauer haben an diesem Wochenende für kurzzeitige Erfrischung der Natur gesorgt. Doch die Trockenheit der vergangenen Monate macht der Wasserversorgung auf der Insel weiterhin schwer zu schaffen. Nicht nur die fehlenden Niederschläge sondern auch der schlechte Zustand der Wasserleitungen spitzen die Lage zu. In Manacor soll nun in ein Alarmsystem investiert werden, das auf Lecks in den Leitungen aufmerksam macht.

500.000 Euro soll die neue Technik kosten, doch in der Gemeindeverwaltung ist man sich sicher: die Ausgaben lohnen sich. Bereits in den vergangenen Monaten konnten zahlreiche undichte Stellen im Rohrsystem festgestellt werden. Dadurch müssen die Brunnen pro Tag vier Stunden weniger angezapft werden, auch der Wasserdruck in den Leitungen hat sich bereits deutlich verbessert.

"Wir konnten bereits 50 Prozent des Wasserverlusts reduzieren", heißt es von Seiten der städtischen Wasserwerke. Damit in Zukunft sofort gehandelt werden könne, soll das neue Alarmsystem her, dass darüber informiert, wenn neue Lecks entstehen oder alte wieder aufbrechen. (somo)

Kommentar

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m.sastre / Vor über 5 Jahren

Inwieweit das durch die Leitungen versickernde Wasser wirklich verloren ist mag den jeweiligen geologischen Bedingungen entsprechen. Tatsächlich geht Wasser meist nur dann verloren, wenn es an die Oberfläche kommt und dort in irgendeiner Form verdunstet. Sei es durch Pflanzen, Tiere, Menschen oder von Oberflächen aller Art. Oder indem es einfach verschmutzt und dann ins Meer geleitet wird. Das meiste Wasser dürfte, sicherlich mit Verzögerung, wieder dem Grundwasserreservoir zufließen und damit nicht im eigentlichen Sinne "verloren" sein. Das eigentliche Problem ist die Übernutzung der Ressourcen durch Touristen und Bevölkerung. Eine Mittelmeerinsel kann eben nicht mehr Wasser bereithalten, als im Winter in Form von Regen fällt. Punkt. Wenn dann auch noch jedes Problembewusstsein fehlt, verschlimmert sich die Übernutzung noch. Ich war gestern auf einer Weinlese im Inselinneren. Auf dem Landgut stand stellenweise das Wasser in Pfützen. Die Begründung war, man habe hier reichlich Wasser und sogar zwei Pumpen, mittels derer man jede beliebige Menge davon fördern könne. Das genau dieses Wasser dann woanders fehlt, daran denkt keiner, der nicht betroffen ist.

wala2903 / Vor über 5 Jahren

Mein erster Besuch war ca. 1971 in Cala Ratjada. Da wurde schon darüber gesprochen, dass die Leitungen marode sind. Habe aber damals keine Tanklaster zur Frischwasserversorgung gesehen.

Ein Jahr später, Cala Figuera/Santany, sah das ganz anders aus. War wohl nur durch Tanklaster zu "stemmen". Wenn jetzt, nach dieser langen Zeit immer noch von "maroden" Leitungen gesprochen wird, scheint ja wohl einiges in der Infrastuktur schief gelaufen zu sein? Und das seit 40 Jahren.

Gut, einmal am Tag duschen möchte ich schon, wenn ich ab 28.09. auf der Insel bin ;-)

Man(n)/Frau sieht sich in Peguera.