Nur 20 Wasserversorger auf Mallorca sind öffentlich

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Trinkwasserdepot in Manacor.

Trinkwasserdepot in Manacor.

Foto: Guillem Mas

Von den insgesamt 53 Kommunen auf Mallorca verfügen nur drei – Palma, Pollença und Manacor – über ein Wasserversorgungsunternehmen in öffentlich-rechtlicher Körperschaft. In 17 weiteren Kommunen wird die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung vom Rathaus direkt verwaltet. In 23 Gemeinden liegt die Wasserversorgung hingegen in der Hand von Privatunternehmen.

Das kann sich möglicherweise in Zukunft ändern. Denn insbesondere die Gemeinde Pollença macht sich dafür stark, auf Mallorca einen überregionalen Verband der öffentlichen Wasserversorger zu gründen. Gemeinsam sei man stärker, wenn es um den Einkauf von Wassermengen aus den Meerwasserentsalzungsanlagen oder den Grundwasservorkommen gehe, zitiert die spanische Tageszeitung Ultima Hora die Befürworter dieser Initiative.

Auf Mallorca als wasserarmen Insel ist die Versorgung der Kommunen stets ein Politikum. Die Ansichten gehen weit auseinander: Während die einen der Meinung sind, nur eine öffentliche Verwaltung sorge für ausreichend Transparenz und Modernisierung, sehen die anderen die größere Effizienz in der Versorgung bei den Privatgesellschaften.

Mitunter kommt es zu Veränderung in den Orten. Jüngst hat die Gemeinde Binissalem die Wasserversorgung privatisiert. In Inca war vom Rathaus Ähnliches vorgesehen. Doch der Protest der Bürger verhinderte diesen Schritt. In Manacor hatte das Rathaus nach Unstimmigkeiten mit einem Privatversorger die Wasserversorgung an sich gezogen und eine öffentliche Gesellschaft (SAM) gegründet.

Generell gelten weite Teile des Versorgungsnetzes auf der Insel als veraltet. Undichte Leitungen verlieren reichlich kostbares Nass.

Kommunen mit öffentlicher Wasserversorgung in Form einer öffentlichen Gesellschaft oder unter Rathausverwaltung sind: Búger, Campanet, Consell, Escorca, Inca, Santa Margalida, Artà, Petra, Sant Joan, Banyalbufar, Bunyola, Esporles, Estellencs, Fornalutx, Puigpunyent, Valldemossa, Santa Maria, Palma (Emaya), Pollença (Emser) und Manacor (SAM).

Kommunen mit Privatgesellschaften für die Wasserversorgung sind: Alaró, Alcúdia, Binissalem, Costitx, Lloret, Lloseta, Llubí, Mancor, Maria de la Salut, Muro, Sa Pobla, Santa Eugènia, Selva, Sencelles und Sineu. (as)

Kommentar

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Blitzgneißer / Vor über 5 Jahren

Die beste Art der Wasserversorgung ist eine öffentliche Versorgung. Bevor sie aber in privater Hand abgewickelt wird und den öffentlichen Verwaltung misstraut wird, gibt es noch die Form einer Wassergenossenschaft, in der die in ihr vereinigten Wasserbezieher das Sagen haben.