EU-Kommission verhindert Kahlschlag auf Mallorca

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BU: Ledglich von Xylella befallene Bäume müssen gefällt und beseitigt werden.

BU: Ledglich von Xylella befallene Bäume müssen gefällt und beseitigt werden.

Foto: Foto: F. Mari

Aufatmen auf Mallorca: Im Kampf gegen das Feuerbakterium Xylella hat die Europäische Kommission nun definitiv auf Radikalmaßnahmen verzichtet. Das bedeutet, dass rund um die befallenen Bäume in einem Radius von 100 Metern nicht alle weiteren Bäume gefällt werden müssen. Damit folgt die Europäische Union der Linie, die das balearische Agrarministerium bisher schon verfolgte. Lediglich befallene Bäume müssen beseitigt werden. Allerdings fordert Europa deutlich mehr Kontrollen auf der Insel, um den Gesundheitszustand der Bäume zu überwachen.

Nach Berichten der Inselmedien stellte die Europäische Kommission fest, dass das aus Lateinamerika stammende Feuerbakterium Xylella fastidiosa bereits vor Jahren Mallorca erreicht hatte. Auf den Balearen wurden bisher – Stand 6. Oktober – 490 Fälle festgestellt, 321 davon auf Mallorca. Die Mitarbeiter in den Pflanzenschutzämtern wiesen insgesamt drei Untergruppen der Xylella nach.

Betroffen sind vor allem Mandelbäume. Neben den Kontrollen zur Plage sind im spanischen Agrarministerium ferner Zusammenkünfte vorgesehen um festzulegen, welche Bäume als Ersatz für die zu beseitigenden neu angepflanzt werden können. Gesucht wird nach Mandelbaumsorten, die sich als widerstandsfähig gegen das Feuerbakterium erweisen. Auf diese Weise soll der traditionelle Mandelanbau auf der Insel bewahrt bleiben. (as)

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