Fahrverbot für Pferdekutschen bei Hitze geplant

Palma, Mallorca |
Bei großer Hitze sollen die Kutschen in Palma de Mallorca nicht mehr fahren dürfen.

Bei großer Hitze sollen die Kutschen in Palma de Mallorca nicht mehr fahren dürfen.

Foto: R. D.

Die Pferdekutschen in Palma de Mallorca sollen bei Hitzewellen nicht mehr fahren dürfen. Das meldet Ultima Hora und bezieht sich auf eine Verordnung, die derzeit vom Rathaus ausgearbeitet wird. Erst wenn die Temperaturen sinken, soll das Fahren wieder gestattet sein. Andernfalls sei das Tierwohl ernsthaft in Gefahr.

Auch soll die maximale "Arbeitszeit" der Pferde begrenzt werden und es werden regelmäßige Kontrollen durchgeführt, um zu überprüfen, ob es den Tieren an nichts fehlt. Ein generelles Verbot der Pferdekutschen ist nicht geplant, da die Fahrer über Lizenzen verfügen und das Rathaus hohe Schadensersatzzahlungen leisten müsste. Stattdessen sollen die geltenden Lizenzen – sofern sie einmal auslaufen – nicht mehr verlängert werden. (cze)

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Ines / Hace over 2 years

Man sollte mal die Kutscher ins Geschirr einspannen, um sie zu sensibilisieren, was sie den Pferden antun!

Gecko / Hace over 2 years

Endlich........ Ich habe mich schon lange gefragt, warum diese Kutschenfahrten im Hochsommer nicht abgeschafft werden. Wir sind selbst Pferde-Menschen, und ich würde aus Respekt vor diesen Tieren niemals eine Kutsche bei der Hitze buchen. Warum sollen sich die Pferde in der Hitze abquälen, wenn es der Tourist nicht machen möchte. Es gibt so kleine Ventilatoren die mit Batterie laufen, das würde die erhitzten Gemüter auch etwas abkühlen statt sich bequem durch die Gegen ziehen zu lassen. Und das hat nichts mit nörgeln zu tun, sondern mit Tierliebe und Respekt vor Tieren.

Carneval / Hace over 2 years

Palma ist nicht Wien. Tierschutz interessiert niemanden. Tierquälerei konsequent abschaffen - die einzige Möglichkeit.

Thomas / Hace over 2 years

Nehmt euch ein Beispiel an der Stadt Wien, dort gilt für die Kutschenpferde ein 7-Punkte-Plan:

- Hitzefrei ab 35 Grad: Analog zu den Arbeiten am Bau dürfen die Tiere bei am Stephansplatz gemessenen 35 Grad nicht mehr im Einsatz sein.

- Reduktion der Arbeitszeit: Fiakerpferde dürfen künftig nur noch 18 Tage pro Monat eingesetzt werden.

- Verkürzung der Betriebszeit um eine Stunde: Die Einsatzzeit reicht künftig von 11 bis 22 Uhr. Das soll die Stressbelastung der Tiere reduzieren.

- Vor jedem Fahrtantritt muss der Kutscher nachweislich die Einsatztauglichkeit der Pferde überprüfen und dies in das Fahrtenbuch eintragen. Dieses wird von der Behörde stichprobenartig überprüft.

- Künftig dürfen nur mehr Tiere als Zugpferde eingesetzt werden, die "aufgrund ihres Wesens und des Ausbildungs-und Trainingszustandes nachweislich mit dem Einsatz als Fiakerpferd gut zurechtkommen". Neue Pferde werden vor ihrem ersten Einsatz durch Spezialisten auf ihre Eignung geprüft.

- Bodenmarkierungen legen Lage und Anzahl der Stellplätze fest. Das soll eine leichtere Überprüfung möglich machen. Mit der Sanierung des Stephansplatzes geht etwa die Reduktion von 24 auf zwölf Fiakerplätze einher.

Sehr gut!