Sprach-Zwischenfall im Flugzeug schlägt Wellen

| | Barcelona |
Vueling-Maschine am Airport.

Vueling-Maschine am Airport.

Foto: Archiv

Der Sprachstreit zwischen einer Stewardess und zwei Frauen in einem Flugzeug beschäftigte am Dienstag die sozialen Netzwerke. Nachdem zwei Frauen vor dem Start aus einer Maschine von Barcelona nach Menorca verwiesen worden waren, weil sie nicht Spanisch sprechen wollten, beschwerte sich sogar der abgesetzte Regionalpräsident Puigdemont über das Vorgehen der Airline Vueling.

Allerdings gibt es zu dem Zwischenfall nun eine neue Version. Angeblich gab es Streit um einen Sitz vor dem Notausgang. Nicht die Stewardess habe eine 59-Jährige und eine 71-Jährige aufgefordert auf Spanisch zu reden, sondern umgekehrt sei verlangt worden, doch gefälligst Katalanisch zu sprechen. Die Stewardess aus Asturien sei deswegen sogar in Tränen ausgebrochen. Augenzeugen berichten von aufgeregten Frauenstimmen im Flugzeug.

Nach dem Zwischenfall habe der Kommandant die Passagiere per Durchsage darüber informiert, dass der Bordverweis wegen mangelnden Respekts gegenüber seiner Mitarbeiterin erfolgt sei. Daraufhin sei sogar Beifall geklatscht worden, berichtet die Tageszeitung Ultima Hora.

Vueling wollte zunächst keine Stellung nehmen, wird aber die eingereichte Beschwerde bearbeiten. Die Betroffene Margarita Camps Coll bleibt gegenüber den Medien bei ihrer Version und gibt der Stewardess die Schuld an der Eskalation (mic)

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Lothar / Vor etwa 1 Jahr

Vueling will ab Juni 2018 von Mallorca aus Stuttgart und Wien anfliegen. Da müssen sich Deutsche und Ösis ja in acht nehmen, dass sie nur ja nicht die Respektregeln der Airline verletzen! LOL!

Inge / Vor etwa 1 Jahr

"Nach dem Zwischenfall habe der Kommandant die Passagiere per Durchsage darüber informiert, dass der Bordverweis wegen mangelnden Respekts gegenüber seiner Mitarbeiterin erfolgt sei." - Wegen mangelnden Respekts!? Wie lächerlich! Wie unterwürfig muss man sein, um mit Vueling fliegen zu dürfen???

Klarsicht / Vor etwa 1 Jahr

Darf überhaupt jeder Fluggast auf einem Platz am Notausgang sitzen? Nein, es gibt Einschränkungen. Bei Lufthansa zum Beispiel gelten folgende Bestimmungen: Der Fluggast muss mindestens 16 Jahre alt sein und in der Lage sein, der Crew bei einem Notfall zu assistieren. Er darf daher nicht körperlich eingeschränkt sein oder mit einem Passagier reisen, der seinerseits Hilfe braucht. Er muss die Anweisungen der Crew verstehen und Deutsch oder Englisch sprechen. Und er darf nicht mit einem Haustier im Handgepäck reisen. Wer den Sitz bei Lufthansa online bucht, muss bestätigen, dass er diese Voraussetzungen erfüllt.

Flugbegleiter haben das letzte Wort

«Sie können zwar falsche Angaben machen, aber dann ist es den Flugbegleitern vorbehalten, Ihnen einen anderen Platz im Flugzeug zuzuweisen», erklärt Sandra Kraft, Sprecherin von Lufthansa. Und Air Berlin stellt klar: Wer am Notausgang sitzt, muss auch in der Lage sein, im Ernstfall die Notausgangtür zu öffnen. Werden nicht alle Plätze an den Notausgängen vorher verkauft, achten die Mitarbeiter der Airline am Flughafen bei der Zuweisung der Sitze darauf, dass die Fluggäste mit Notausgangsitz die Voraussetzungen erfüllen. (dpa)

Klarsicht / Vor etwa 1 Jahr

Was soll der Blödsinn? Die Ausbildung des Flugpersonals umfasst maximal 3 Sprachen. Also Englisch, die eigene Sprache und in diesem Falle Spanisch. Es ist eine Frechheit von den zwei Frauen zu verlangen, dass das Personal auch noch Katalan spricht, denn die Amtssprache auch in Katalonia ist immer noch Spanisch und das beherren die beiden Frauen totsicher. Für mich klar, sie haben mit Vorsatz und aufgewiegelt durch die Vorkommnisse im Land das Personal provoziert. Man stelle sich vor das Personal soll noch Ostfrisisch oder Bayerisch können.

Marc / Vor etwa 1 Jahr

Kommentar der Airline Vueling: "Wir gehen der Sache nach und befragen sowohl unser Personal als auch die Kundin. Wir fliegen 40 verschiedene Länder an und behandeln solche Themen mit großem Respekt. Wir stehen ganz klar dazu, dass unsere Passagiere das Recht haben auf Katalanisch zu sprechen".

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

WAS bitte tut eine 71-jährige auf einem Platz vor dem Emergency Exit? Dort sollen laut den Beförderungsbedingungen aller Gesellschaften nur Personen einen Platz erhalten, die voraussichtlich bei einer Notsituation auch in der Lage sind richtig zu reagieren, die Nottüre zu öffnen, den Kopf nicht verlieren und selbst kein Hindernis darstellen. Als Fluggast finde ich das vollkommen in Ordnung.

Klaus A. / Vor etwa 1 Jahr

Ich finde Euer Catalan Bashing primitiv und diskriminierend.

Ani / Vor etwa 1 Jahr

Vielleicht hat die arme Stewardess die Damen gar nicht verstanden. Ich spreche "Spanisch" , doch seit ich hier auf Mallorca bin, habe ich das Gefuehl, dass man hier Spanisch gar nicht hoeren will. Ich jedenfalls verstehe kein Wort catalan und werde es auch nicht lernen. "Eine" Landessprache sollte genuegen. Was wuerde in Deutschland passieren, wenn die Bayern ploetzlich ihr bayrisch als Amtssprache einsetzen wuerden? Naja, die Quittung haben die catalanen ja bereits bekommen, nachdem so viele Firmen abgewandert sind.

Heinz / Vor etwa 1 Jahr

Bei den Katalanen sind immer die anderen Schuld. Wie bei den bisher erfolglosen Abspaltungbemühungen. Weil es nicht klappt, sind Spanien, die EU, Deutschland usw.Schuld. Wie schon gesagt - arrogante Demagogen.