Die letzte Ehre für getötete Republikaner

| | Mallorca |
Dutzende Personen waren zum Festakt nach Porreres gekommen.

Dutzende Personen waren zum Festakt nach Porreres gekommen. Foto: C.Viera

Dutzende Personen waren zum Festakt nach Porreres gekommen.Dezernentin Aurora Jhardi und Bürgermeister Antoni Noguera aus Palma (l.) tragen eine der Holzkisten, in denen die sterblichen Ü

Nach der Öffnung eines Massengrabs in Porreres sind die identifizierten sterblichen Überreste von 14 republikanischen Opfern aus Bürgerkrieg und Franco-Zeit im Rahmen eines Festaktes in Porreres nun ihren Familien übergeben worden. In Palma, Esporles, Costitx, Búger, Sencelles, Pollença und Alcúdia gab es für jeden Verstorbenen einen feierlichen Akt mit Grablegung. Die Exekution der nun in einem namentlich gekennzeichneten Grab beerdigten Republikaner fand vor 80 Jahren statt, das Franco-Regime endete vor 40 Jahren.

Die balearische Kultusministerin Fanny Tur sowie Ministerpräsidentin Francina Armengol waren zum Akt nach Porreres gekommen. Armengol entschuldigte sich für die Untätigkeit der Politik, gab aber der Hoffnung Ausdruck, dass die Demokratie mit diesem Akt "weniger unperfekt" geworden sei. Sie betonte, dass der Govern eine Klage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorantreiben wolle. Noch liegen im Massengrab von Porreres zahlreiche Skelette, die von Archäologen und Forensikern identifiziert werden müssen.

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