Die Hoteliers der Playa de Palma bei ihrem kleinen Krisentreffen (v.l.): Juan Domenech, Patricia Lliteras, Toni Morey, Gina Noguer, Patricia Caldentey und Laura Morlane. Foto: Miguel Ángel Cañellas | miquel a. ca?ellas

Die Hotelbetreiber an der Playa de Palma fürchten einen Rekordsommer in Sachen schlechtem Benehmen der Besucher. Gemeinsam mit Anwohnern haben sie eine Plattform gegründet, die sich jetzt mit der Vertreterin der Zentralregierung, Maria Salom, sowie dem Leiter der Nationalpolizei, Antonio Jarabo getroffen hat. Bei dem Treffen ging es um die Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Polizei.

Das Mini-Gelage einiger deutscher Touristen im Januar an einem Balneario unweit der Bierstraße (MM berichtete) lässt die Hotelunternehmer befürchten, dass im kommenden Sommer mehr Party- und vor allem „Sauftouristen” an die Playa kommen könnten. Auch gebe es schon zum jetzigen Zeitpunkt viele Prostituierte auf der Straße sowie Verkäufer, die normalerweise erst im Sommer auftauchen.

Im Hotel Riu Bravo sollen einige Gäste durch eigenes Fehlverhalten den Brandschutz und damit die Sprinkleranlage des Hotels in Gang gesetzt und damit zehn Zimmer unter Wasser gesetzt haben. Die betroffenen Zimmer im Riu Bravo seien bis jetzt noch nicht wieder nutzbar, sagte Hoteldirektorin Patricia Caldentey.

Sie habe die Polizei gerufen, die dann erfreulicherweise schnell gekommen sei. Das sei aber nicht immer so. Die Hoteliers stellen altbekannte Forderungen: mehr Polizeipräsenz an der Playa, präventives Eingreifen, Verbot von Eimern und Werbung für „Sauf-Aktionen”, eben für alles, was „normale” Touristen abschrecken könnte.