Unfallfahrerin von Sineu gesteht Trunkenheit

| | Sineu, Mallorca. |
Die Unfallfahrerin am Donnerstag im Gerichtssaal.

Die Unfallfahrerin am Donnerstag im Gerichtssaal.

Foto: MM-Redaktion (Ultima Hora/Sepúlveda)

Anderthalb Jahre nach einem tödlichen Unfall mit einem Radfahrer auf der Landstraße Sineu - Palma wird einer Auto-Fahrerin jetzt auf Mallorca der Prozess gemacht. Die 36-jährige Französin gab am Donnerstag vor Gericht in Palma zu, vor dem Unfall im September 2016 viel Alkohol getrunken zu haben. Die Frau hatte damals einen Ortspolizisten, der mit seinem Sohn auf Fahrrädern unterwegs war, überfahren. Biel L. erlag später seinen schweren Verletzungen, der achtjährige Sohn kam mit leichten Verletzungen davon.

Die Angeklagte sagte, an jenem 14. September ab dem Mittag fast ständig Alkohol getrunken zu haben. Der Unfall ereignete sich gegen 19.30 Uhr, die Frau war mit ihrer Lebensgefährtin unterwegs. Sie fügte im Gerichtssaal hinzu, sich fast an nichts mehr zu erinnern.

Ein Wirt aus Sineu, in dessen Lokal die Französin und ihre Freundin abgestiegen waren, sagte aus, dass er sich irgendwann geweigert habe, ihnen mehr alkoholische Getränke zu servieren. Zu betrunken seien die beiden gewesen. Ein anderer Zeuge - es handelt sich um einen Radfahrer - äußerte, die beiden gesehen zu haben, wie sie in ihrem Opel Corsa das Dorf in Zickzacklinien verlassen hätten. (it)

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Rolf / Hace about 1 year

@Marc - geht wahrscheinlich um Schuldfähigkeit bei Begehung der Tat. Die dürfte aufgrund des Alkoholgenusses vermindert gewesen sein.

Marc / Hace about 1 year

"... dass die Frau in betrunkenem Zustand gefahren ist, war aber wohl vom ersten Moment an offensichtlich." Das hatte MM bereits am September 2016 berichtet. Der Kneipenwirt hatte ihr weiteren Alkohol verweigert. - Was soll nun also die Feststellung "Die 36-jährige Französin gab am Donnerstag vor Gericht in Palma zu, vor dem Unfall im September 2016 viel Alkohol getrunken zu haben"? Die Tatsache, dass sie voll besoffen gefahren ist, ist längst und unzweifelhaft erwiesen. Soll das "Geständnis" nun Strafmilderung bezwecken? Der Man ist und bleibt TOT!