Vom Klinikum Son Espases auf Mallorca war der verdächtige Becher am Samstag nach Madrid geflogen worden. | Archiv Ultima Hora

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Nach Aktivierung des Ebola-Notfallprotokolls in der Nacht von Freitag auf Samstag ist nun Entwarnung gegeben worden. Der verdächtige Becher mit der Aufschrift "Ebola-Virus", den Anwohner am Freitagabend in Palma de Mallorca gefunden hatten, enthält offenbar kein Blut, sondern ein rotes Gel. Das berichtet die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora unter Berufung auf Quellen aus dem Gesundheitsministerium in Madrid.

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Der versiegelte Becher mit dem handgeschriebenen Etikett und einer roten Flüssigkeit war im Eingangsbereich eines Wohnblocks unweit der Avenidas aufgetaucht. Spezialkräfte in Schutzanzügen rückten an, desinfizierten den Bereich und brachten den Gegenstand in die Klinik Son Espases.

Von dort wurde der Becher am Samstagabend nach Madrid geflogen und in einem Speziallabor untersucht. Allem Anschein nach handelte es sich um einen besonders üblen Scherz, der die Verantwortlich teuer zu stehen kommen könnte. Erste Anzeichen darauf hatten sich bereits bei den Ermittlungen ergeben, als die Beamten einen Schreibfehler auf dem Etikett entdeckten. Anstatt "Filoviridae Ebola", so der offizielle Name des Virus, war dort "Filoviriade Ebola" zu lesen. (cze)