Tourist bei Drogenviertel auf Mallorca erschlagen

| | Palma de Mallorca |
Mindestens einmal im Jahr findet in Mallorcas Drogensiedlung Son Banya eine Razzia statt.

Mindestens einmal im Jahr findet in Mallorcas Drogensiedlung Son Banya eine Razzia statt.

Foto: A. Sepúlveda
Mindestens einmal im Jahr findet in Mallorcas Drogensiedlung Son Banya eine Razzia statt.Der mutmaßliche Tatort im Außenbereich von Palma de Mallorca.

Ein niederländischer Tourist ist in den frühen Morgenstunden auf Mallorca ums Leben gekommen. Das berichtet die Tageszeitung Ultima Hora online.

Der Zwischenfall ereignete sich im Camí de la Milana unweit eines Repsol-Gaslagers in der Nähe der Elendssiedlung Son Banya beim Flughafen. Wie es heißt, soll der 34-Jährige von Jugendlichen mit Schlägen traktiert worden sein. Dabei wurde er offenbar so schwer verletzt, dass er nach dem Transport ins Krankenhaus starb.

Aufgrund der Aufnahmen von Überwachungskameras wurde am Freitagnachmittag nach fünf Teenagern gefahndet.

Die Barackensiedlung Son Banya wird von Clans der Sinti und Roma bewohnt und ist auf der Insel als Umschlagplatz für Betäubungsmittel bekannt. Seit Jahrzehnten ist immer wieder die Rede von einem "Drogensupermarkt". Die derzeitigen Bewohner wurden in der Franco-Zeit in Erbpacht außerhalb des Stadtgebiets angesiedelt. Vor einiger Zeit ist jedoch grundsätzlich ein Abrissbeschluss gefallen. Flächen und Bauten in Son Banya gehören größtenteils der öffentlichen Hand. Noch im Lauf des Sommers 2018 sollen Zwangsräumungen beginnen. (mic)

aktualisiert um 16.09 Uhr

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JayDee / Vor 4 Monaten

Metti, natürlich ist der (eingeladene) Tourist der Falsche, der angesprochen wird. Nur ist er eben jener, der für die Unzufriedenen der Sichtbare, (An-)Greifbare ist. Angesetzt werden muss da, wo es inzwischen zuviel wurde, und das zu steuern ist Aufgabe des Gesetzgebers. Nur bezweifle auch ich dass sich hier schnell etwas ändern wird. Viele Vermieter hatten diese Saison sowieso durchgebucht, und nicht wenige werden einfach über die Stammkundschaft und die Mundpropaganda (also ohne die großen Plattformen weitermachen).

Metti / Vor 4 Monaten

Da am Flughafen ja nicht selektiert wird: Ah Sauftouristen - Pakate hoch...Ah Golfer, Radsprortler oder einfach nur Eigentümer,...Plakete runter...richtet sich das gegen alle Touristen....von daher kann ich hier nicht nur sagen: Tourist go home... Die Insel lebt nun mal davon. Die Insel hat sonst nicht viele andere Möglichkeiten. Es muss eingedämmt werden, die Privatvermietung. Kontrollen dahingehend müssen verstärkt werden. Es werden aber so, einige Touristen weg bleiben, die eigendlich nimanden stören. Dem Sauftouristen sind solche Demos egal, vollständig latte, solange der Pegel stimmt. Wenn man den weghaben möchte, geht das nur über der Preis...Radsportler bevölkern ja teils auch die Insel, benutzen die Strasse als IHR Trainigsgerät, finde ich auch nicht so korrekt. Die Regierung fördert das..

Metti / Vor 4 Monaten

JayDee: Wie ich schon schrieb, ob nu mehr oder weniger Touristen auf der Insel sind lösen nicht die bescheidenen Arbeitsbedingungen ( Reinigungskräfte, etc ). Ein Problem ist die private Ferienvermietung, jeder, wirklich jeder ( ob nu Mallorqiner, Deutsche, Engländer..etc.) jeder ist auf diesen lukrativen Zug aufgesprungen. Das ist, glaube ich, nicht zu bestreiten. Da wird nun ein Riegel vorgeschoben. Ich gehe aber auch davon aus, das weiter schwarz vermietet wird. Diese Demos richten sich allerdings gegen die falschen. Stell dir vor, du kommts am Flughafen an und da stehen die Leute mit: Tourist go home. Da fühlt man sich willkommen, oder nicht? Die Demos sollten gegen die Regierung, etc gehen....

Marisol / Vor 4 Monaten

@Jaydee: vielen Dank! Es freut mich, dass Sie das auch so sehen. Und danke für die kurze Verbesserung. Muchos saludos

Thomas / Vor 4 Monaten

@JayMar: Kein Wandel, war schon immer so! So what?

JayDee / Vor 4 Monaten

Abgesehen vom Abschweifen der Diskussion mal zum Eigentlichen: Dieser Wandel in der Gesellschaft (nicht nur auf Mallorca) wo Menschenleben schon für kleinste Beträge oder aus nichtigsten Anlässen ausgelöscht werden ist schon arg befremdlich.

JayDee / Vor 4 Monaten

Metti, vielleicht einfach mal differenzieren WO es weniger Touristen haben sollte. Diese Insel hat meiner Meinung nach ihr Limit durch die Anzahl der Hotelbetten erreicht, und durch die Ferienvermietung in Privat- und Mehrfamilienhäusern überschritten. Wenn man den Statistiken glaubt sind 11.000 Wohnungen oder 80.000 Betten aus dem Markt genommen worden, diese Verknappung führt zu einer Verdrängung der angestammten Bevölkerung. 80.000 Betten bei wöchentlichem Wechsel: Einfach mal selber rechnen was das an zusätzlichem Flugbewegungen, Verkehr, Müll, Wasserverbrauch etc. über die Saison ausmacht.

Mir persönlich ist ehrlich gesagt auch wurscht ob ein Ladenbesitzer in der Innenstadt rumheult dass er demnächst ein Täschchen weniger verkaufen kann. Denn dass ist leider zu kurz gedacht.

@Marisol, Kompliment, ich wünschte mein Spanisch wäre entsprechend. Kurze Verbesserung mit auf den Weg: „...und mit EINEM großen Herz...“

Ansonsten: Weiter so :-)

Marisol / Vor 4 Monaten

@Wima11 Ich bin 1964 auf Mallorca nicht NUR geboren und wohne auch dort..reicht Ihnen das? (Die deutsche Sprache habe ich mir selbst beigebracht) Mallorquinerin durch und durch und mit ein großes Herz liebe ich meine Insel.

Marco / Vor 4 Monaten

@Wima11: >Denken Sie einmal nach wo Mallorca ohne Touris stehen würde? Denken Sie es gäbe blühende Landschaften mit umweltfreundlicher Industrie und Massenbeschäftigung?

Metti / Vor 4 Monaten

Marisol: Meinen sie im Ernst, weniger Touristen schaffen bessere Arbeitsbedingungen oder gar Bezahlung. Das gleiche bei Wohnraum??? Ist Ihnen der Leerstand von Wohnraum auf Mallorca eigendich bewusst. Wenige Touristen lösen diese Probleme nicht....aber krakelen sie mal weiter