Medienvertreter und ein Zeuge im Camí de na Milana in Palma de Mallorca. | A. Sepúlveda

Der am Freitag auf Mallorca erschlagene niederländische Tourist soll beim Drogenkauf angegriffen und um 700 Euro beraubt worden sein.

Das ist aus Ermittlungskreisen bekannt geworden. Der 34-Jährige verbrachte mit seinem Vater einen Ferienaufenthalt in Palmanova. Angeblich kontaktierte er zwei Pakistanis als Übersetzer und fuhr mit dem Duo per Taxi ins Drogenviertel Son Banya. Dort wollte er einem Dealer angeblich Kokain abkaufen und hantierte auffällig mit der Geldbörse, als er plötzlich von dem Mann niedergeschlagen wurde.

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Laut Obduktion platzte durch die Gewalteinwirkung ein Aneurysma im Schädel auf. Ohne diese schwerwiegende Vorerkrankung wäre Wouter V. L. laut Polizeiangaben vermutlich nicht gestorben.

Die Version, den Holländer bei einer Lagerhalle am Camí de la Milana aufgefunden und vier bis fünf Jugendliche bei der Flucht beobachtet zu haben, erwies sich demzufolge als Schutzbehauptung. In Wirklichkeit soll es sich um einen Einzeltäter handeln. Der Zwischenfall hatte sich in Son Banya in der Straße 5 ereignet. Zur Vertuschung wurde der sterbende Niederländer offenbar zunächst in den Camí de la Milana gebracht und dann mit einem Mietwagen der Marke VW ins Krankenhaus gefahren.

Wie es heißt, liegt ein Geständnis vor. Die Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss. (mic)