Fäkalwasser fließt noch fünf Jahre ins Meer

| Palma, Mallorca |
Blick auf den geschlossenen Strand von Ciutat Jardí.

Blick auf den geschlossenen Strand von Ciutat Jardí.

Foto: Ultima Hora

Besucher der Stadtstrände Can Pere Antoni und Ciutat Jardí von Palma de Mallorca müssen auch in den nächsten fünf Jahren immer wieder mit durch Fäkalien verunreinigtes Meerwasser rechnen. Das sagte Neus Truyol, Chefin des kommunalen Reinigungsbetriebs Emaya, am Dienstag.

Um die Lage in den Griff zu bekommen, sei man jedoch nicht untätig, fügte die Politikerin der linksregionalistischen Partei Mes hinzu. Bereits im Oktober werde man Lizenzen an Firmen für den Bau eines bereits lange geplanten Rückhaltebeckens vergeben. Die Arbeiten würden 22 Monate dauern.

Wenn das Becken fertig ist, werde nach Regenfällen viel weniger Fäkalwasser nach Regenfällen ins Meer fließen, so Neus Truyol. Ganz unterbunden könne das aber nicht werden. Um das vollständig zu verhindern, müsse die Kläranlage im Viertel Coll d'en Rabassa ausgebaut werden.

Seit August wurden die beiden Stadtstrände etliche Male nach Gewittern gesperrt. Am Freitag findet deswegen auf dem Rathausplatz von Palma um 18.30 Uhr eine Demonstration von verärgerten Anwohnern statt.

Machen Sie auch bei unserer MM-Umfrage mit (siehe unten)!

Mitmachen

Immer wieder fließt aus Kläranlagen unzureichend gereinigtes Abwasser in die See. Baden Sie noch gerne im Meer vor Mallorca?

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Aquarius / Vor über 2 Jahren

Völlig richtig , Tuttifrutti ! Es gibt verschiedene Systeme unterschiedlichster Bauart , Betriebsweise und Standfestigkeit . Von der billigen ,spröden Betonringkonstruktion bis zur doppelwandigen Ausführung aus ewig beständigen Chemiewerkstoffen . Die sind - sachgemäss installiert- überall genehmigungsfähig . Aber eine Expertise darüber ist Amtssache .

Tuttifrutti / Vor über 2 Jahren

@Aquarius, dann sollte man für die von Ihnen sogenannten „ Verbrechen an der Allgemeinheit „ diejenigen zur Verantwortung ziehen, die dieses jahrzehntelang genehmigt und geduldet haben. Solche Sickergruben gibt es übrigens nicht nur in Spanien sondern auch in Deutschland heute noch. Es gibt aber gerade hier auf Mallorca geschlossene Systeme, die regelmäßig entleert, also abgepumpt werden müssen. Um ihren Belehrungen vorzugreifen: Natürlich handelt es sich dann nicht mehr um Sickergruben. Alles klar?

Aquarius / Vor über 2 Jahren

Die Errichtung von Sickergruben setzt voraus , dass die Grube dauerhaft wasserdicht ist . Anderenfalles verkrümelt sich deren Inhalt in den Untergrund und damit in die Trinkwassererfassung . Es wäre also ein Verbrechen an der Allgemeinheit , Sickergruben zu errichten , wenn der Untergrund tektonisch nicht absolut stabil ist . Wer erlebt hat , wie der Bauklotz des Pil-Lari ( der mit den Wohnungen ) mitten durch gebrochen ist , wird das Problem "Sickergruben" mit anderen Augen sehen . Alles klar - Tuttifrutti ?

Tuttifrutti / Vor über 2 Jahren

Die Regierenden lassen die Kacke einfach ins Meer laufen und an der Costa de Canyamel werden bauwilligen Grundstückseigentümern die Baugenehmigung verweigert weil man keine Sickergruben erlaubt. Diese gibt es an vielen Orten der Insel seit mehr als 50 Jahren ohne Probleme.

Doris / Vor über 2 Jahren

Mallorca motzt massiv gegen Touristen, weil wir IHRE INSEL kaputt machen würden und die Wohnungsnot vergrössern. Deshalb wurde die Tagespauschale/Kurtaxe massiv hochgesetzt. Dann zocken die Autovermietungen derbe ab und jetzt fließt noch seit Jahren das Abwasser dort ins Meer wo die Menschen Baden und wir sind angeblich an allem Schuld. So nicht Mallorca .., Was kommt noch alles ?

Thomas Berthold / Vor über 2 Jahren

Alle für 5 Jahre der Insel fernbleiben. Die dadurch enstehenden Verluste würde mit 100 prozentiger Sicherheit diese 5 Jahre auf ein Minimum reduzieren.

Aquarius / Vor über 2 Jahren

Sara - die "schei*e" ist hervorragend biologisch abbaubar !

Sara / Vor über 2 Jahren

Ekelhaft. Auf der einen seite wird tonnenweise müll aus dem meer rausgefischt, auf der anderen fließt schei*e wieder rein.

Aquarius / Vor über 2 Jahren

Nein -mich überrascht der Zeitraum gar nicht . Auf einer Felseninsel ist "Exkavitation" nötig und es kommt möglicherweise sowas wie eine Kaverne gigantischen Ausmaßes dabei heraus . Da lohnt es sich dann sogar auch , die Niederschlagsmengen als Trinkwaseerreserve zu erfassen . 5 Jahre sind dafür realistisch . Von den Kosten wird kein Kommunalpolitiker vorher reden wollen - er würde sofort gevierteilt werden - völlig zu Unrecht ..