Vermisster Arthur nach acht Tagen Suche tot geborgen

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Angehörige und Suchmannschaften unweit des Fundorts des Jungen.

Angehörige und Suchmannschaften unweit des Fundorts des Jungen.

Foto: Alejandro Sepúlveda
Angehörige und Suchmannschaften unweit des Fundorts des Jungen.Nach dem vermissten Arthur wurde acht Tage gesucht.Die Mutter des Jungen war vor über einer Woche tot in ihrem Auto geborgen worden.Die Einsatzkräfte hatten auch das Meer abgesucht.

Acht Tage nach seinem spurlosen Verschwinden herrscht auf Mallorca weitgehend Gewissheit: Der seit der Flutkatastrophe von Sant Llorenç vermisste sechsjährige Arthur R. ist am Mittwoch tot aufgefunden worden. Die Leiche des Jungen wurde im Raum Son Carrio geborgen, berichteten die spanische MM-Schwester-Zeitung Ultima Hora und die Guardia Civil. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um das Kind handelt, vorbehaltlich einer endgültigen gerichtsmedizinische Identifizierung.

Arthur und seine Mutter, die 40 Jahre alte Apothekerin Joana L., waren am Dienstagabend vergangene Woche, 9. Oktober, im Auto der Familie von den Wassermassen des Sturzbaches erfasst worden, der den Ort Sant Llorenç im Inselosten nach ungewöhnlich heftigen Regenfällen unter Wasser gesetzt hatte. Mit im Wagen hatte sich auch die acht Jahre alte Schwester des Jungen, Ursula, befunden.

Wie Ultima Hora unter Berufung auf die Polizei nun berichtete, hatten die Mutter und die beiden Kinder das Auto verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Offenbar wurden alle drei von dem Wildwasser fortgerissen. Die kleine Ursula wurde mehrere 100 Meter vom Wasser fortgetragen. Sie wurde schließlich von einem deutschen Radfahrer entdeckt und aus dem Sturzbach gezogen.

Mutter und Sohn verunglückten indes tödlich. Joana L. wurde am Folgetag rund einen Kilometer unterhalb des Fundortes ihrer Tochter tot aufgefunden. Auf halben Wege zwischen diesen beiden Fundorten sollen die Suchmannschaften nun auch auf den kleinen Arthur gestoßen sein.

Die Familie war mit dem Auto aus Manacor auf der Landstraße in Richtung Capdepera gefahren und hatte den Abzweig genommen, um in das Dorf Sant Llorenç einzubiegen. Die Polizei geht davon aus, dass der Wagen dort von der heranströmenden Flutwelle erfasst und fortgespült wurde.

Hunderte von Einsatzkräften suchten tagelang die Ufer des Torrents – der die Dörfer Sant Llorenç und Son Carrió durchfließt und bei S'Illot ins Meer mündet – nach dem Jungen ab. Zwei Tage nach dem Unglück entdeckten die Suchmannschaften einen Rucksack des Kindes. Zwei weitere Tage danach stießen sie im Mündungsgebiet des Sturzbaches, sechs Kilometer talabwärts, auf eine zweite Tragetasche Arthurs. Die Suche wurde daraufhin am Sonntag acht Seemeilen auf das Meer ausgeweitet, da die Suchmannschaften davon ausgingen, dass der Junge von dem Schlammwasser bis in die Bucht hinausgetragen worden sein könnte. Diese Vermutung hat sich nun als falsch erwiesen.

Tatsächlich wurden die sterblichen Überreste im Bereich des Sturzbaches rund 500 Meter unterhalb der letzten Brücke von Sant Llorenç talwärts in Richtung Son Carrio entdeckt. Die Ermittler waren dazu übergegangen, jenen Bereich im Detail abzusuchen. An der Stelle waren insgesamt vier Lastwagen, neun Autos und zwei Motorräder geborgen worden, die die Sturzflut mit sich gerissen und dort mit reichlich Material zusammengeschoben hatte. Ein Mitarbeiter der Suchtrupps war dort mit einem Bagger im Einsatz, als er um 12.20 Uhr auf den toten Jungen stieß.

Mit dem Auffinden von Arthur R. hat sich die Zahl der tödlich Verunglückten auf 13 erhöht. Schon seit Tagen ist die zentrale Trauerfeier für diesen Mittwochabend in Manacor angesetzt. Zu der Gedenkveranstaltung wird das spanische Königspaar Felipe und Letizia erwartet.

Bereits am Sonntag hatten Familienangehörige in einem bewegenden Brief den Suchmannschaften und den Hunderten von Helfern ihren Dank ausgesprochen.(as)

(aktualisiert um 17.25 Uhr)

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Uwe / Vor etwa 1 Jahr

Es ist voll traurig :-(( mir fehlen die Worte