Wieder Schließung eines ur-mallorquinischen Lokals

| Poto Cristo, Mallorca |
Das Traditions-Restaurant "Moli d'en Sopa" muss nach mehr als 40 Jahren schließen.

Das Traditions-Restaurant "Moli d'en Sopa" muss nach mehr als 40 Jahren schließen.

Foto: Archiv

Das Traditionsrestaurant "Moli d'en Sopa" in Porto Cristo schließt zum 9. Dezember. Nach mehr als 40 Jahren Führung in Familienhand hatte die Familie Durán das Lokal im Inselsüdosten 2014 an einen neuen Betreiber übergeben. Dieser musste nun Insolvenz anmelden.

Alle Gäste, die noch für Bankette und Hochzeiten in der Zukunft angemeldet gewesen waren, seien informiert worden, heißt es aus Betreiberkreisen. Die Einrichtung mit der markanten Mühle war auch bei vielen Deutschen beliebt.

Aufgrund der hohen Gastronomiedichte auf Mallorca ereilt zahlreiche Einrichtungen immer wieder das nicht mehr abzuwendende Aus.

Im Juli sorgte zuletzt Spitzenkoch Tomeu Caldenthey mit dem Aus seines Sterne-Restaurants "Bou" in Sa Coma und dem Zurückgeben seines Michelin-Sterns für eine Überraschung. Er gab als einen der Gründe damals an, kein geeignetes Personal mehr zu finden.

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Dervorort / Vor 25 Tage

Schade, wieder ein Familienbetrieb weniger. Es ist eben schwer ein Spagat zwischen Qualität und Kosten hinzubekommen. Manchmal könnte die Mehrteilung eines Betriebes ein Ansatz sein. Günstiges Essen für die Masse und getrennt davon die "Edelküche" nebenan. Klingt mies? Aber nur so kann man in Toristensaisongebieten ganzjährig Personal ausbilden, formen und halten... jetzt: keine Küche mehr .... ggf. Leerstand ... Arbeitslosigkeit ...

chd / Vor 25 Tage

Dem Wirt ganz pauschal Ausbeutung zu unterstellen ist nicht fair. Was wissen Sie denn in diesem Fall darüber? Heute kein geeignetes Personal zu finden, ist nichts Neues. Wenn einem ein/e Kellner/in ein Glas haltend mit den Fingern am Trinkrand auf den Tisch knallt und noch nicht mal weiss, dass man das Glas von unten anfasst und von welcher Seite man den Gast bedient, - dann ist das kein geeignetes Personal. Und als Mallorqiner seine eigenen Landsleute pauschal zu bezichtigen, macht auch keinen Sinn, denn in einem Restaurant, welches auch von vielen Touristen abhängig ist, braucht es eben auch Personal mit Fremdsprachenkenntnissen, und das ist leider bei mallorquinischem Personal Mangelware!

Lokollos / Vor 25 Tage

So ,so . Er findet "kein geeignetes Personal mehr" und gibt damit pauschal die Schuld den Mallorquinern . Es wäre interessant zu wissen , was die abgesprungenen Personäler dazu sagen würden . Vielleicht kommen dann so Begriffe wie " unsicherer Job , allzeitige Rufbereitschaft über Handy ( Heuern und Feuern) , extreme Lage von Arbeitszeiten , schlechter Lohn.....usw " zur Sprache . Schade , dass die derart Abgesauten das MM sicher nicht lesen und sich demzufolge hier nicht zu dieser allgemeinen Schuldzuweisung äussern werden .