Jeder Zweite verdient weniger als 1061 Euro

| | Balearen |
Auch in diesem Mai wurden wieder Forderungen nach mehr Lohn laut.

Auch in diesem Mai wurden wieder Forderungen nach mehr Lohn laut.

Foto: J. Torres

Im Jahr 2017 waren so viele Menschen wie nie auf den Balearen in Arbeit. Über 500.000 Personen hatten einen Job, allerdings verdiente fast die Hälfte von ihnen nicht mehr als 1061 Euro im Monat. Dies geht aus Arbeitsmarktzahlen des Finanzamts hervor.

Das Jahresdurchschnittsgehalt der Arbeitnehmer lag bei 18.286 Euro, verteilt auf 14 Gehaltszahlungen. Damit liegen die Balearen leicht unter dem Landesdurchschnitt von 19.172 Euro.

258.235 Arbeitnehmer erhielten nicht mehr als 14.861,70 Euro pro Jahr, das entspricht dem Anderthalbfachen des Durchschnittsgehalts. 2017 lag sein Wert bei 9907,8 Euro beziehungsweise 707,70 Euro Monatsgehalt.

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Mats / Vor 8 Tage

So schnell wird da leider garnix einbrechen @Hajo

Marco / Vor 9 Tage

Mallorca ist bekannt für sein krankes Sozialsystem und der Sklavenbezahlung.

Heinz / Vor 9 Tage

Hier geht es nicht um verkappte Existenten aus Deutschland sondern um die Löhne und Altersversorgung der arbeitenden Menschen. Egal ob auf Mallorca oder den Rest der EU. Ausbeutung und Niedriglohnsektor wohin man sieht. Das wird sich spätestens im Jahr 2030 in Deutschland ändern wenn die Babyboomer in Rente gehen und bei 50% der Rentner ca. € 900.00 rauskommen. Genauso wird es auf Mallorca aussehen. Auch dort werden die Hungetlöhne zu entsprechenden Renten führen

Hajo hajo / Vor 10 Tage

Jetzt mal langsam. Das Problem ist natürlich der Tourismus, der die Preise ebenso hoch treibt, wie die Vermieter von Ferienwohnungen.

Es muss ja irgend wann eine Verknappung von "bezahlbaren" Wohnungen geben und damit erhöhte Mietpreise für die noch auf dem freien Wohnungsmarkt zur Vfgg. stehen.

Andererseits wird der Mindestlohn ständig unterlaufen und die Behörden kümmert das auch wieder nicht, wie auch andere Zustände. Arbeitsuchende unterbieten sich auch noch gegenseitig, wie hinter vorgehaltener Hand geredet wird. Schwarzarbeit hat damit auch eine Ursache.

Ausserdem sollten sich viele auch selbst an die Nase fassen, die glaubten, auf "Malle" unbedingt arbeiten zu wollen. In Kürze hängen sie hier fest und ackern als Tänzerinnen, Putzfrau, Kellner/in und Promoter/in etc.etc. statt sich einfach wieder auf den Heimweg zu machen und vom Märchen Anschied zu nehmen "Dort Arbeiten wo andere Urlaub" machen sei super toll. Von den sowieso gescheiterten Existenzen nicht erst zu reden. sh. Sendug "Die Auswanderer".

Die Summe all dessen, schadet langfristig allen auf der insel, also auch den Einheimischen. Irgendwann aber wird diese Blase zusammen brechen und sich alles wieder normalisieren.

Heinz / Vor 10 Tage

@kaibest, das liegt nicht am Megapark und reichen Familien auf Mallorca sondern an dem ganzen kranken System. Damit meine ich nicht nur Mallorca oder Spanien sondern die Politik die uns fast alle tagtäglich für dumm verkauft. Ist ja in Deutschland auch nicht anders. 40 Jahre einzahlen und € 900.00 Rente rauskriegen. Wenn es nicht reicht, zum Amt gehen und aufstocken und den Rest an Würde verlieren.

kaibest / Vor 11 Tage

Erschreckend! Wie in nahezu allen anderen Ländern der EU konzentriert sich das Vermögen immer stärker auf wenige Personen/Familien. Zumindest den Mallorquinern sind diese auch bekannt, mit all Ihren Verbindungen/Netzwerken in Wirtschaft und Politik. Eine Verbesserung der Einkommens- und Lebenssituation der breiten Mittelschicht wird es nur dann geben, wenn man diese Verknüpfungen schonungslos offenlegt, verfolgt und ahndet. Ob das gelingt bleibt abzuwarten, dafür steht zu viel Geld auf dem Spiel, für alle Beteiligten (siehe auch Berichterstattung MM @ MegaPark etc).

Tuttifrutti / Vor 11 Tage

Unverschämt so eine Ausbeutung. Die Lebenshaltundskosten sind auf Mallorca genauso hoch wie in Deutschland. Bin kein Arbeitnehmer sondern Unternehmer im Ruhestand. Hab meinen Mitarbeitern vor 25 Jahren schon mehr bezahlt. Ihr solltet euch schämen. Billiglöhne zahlen und 15,00 Euro für eine Pizza oder 30,00 Euro für eine Flasche Rotwein berechnen.

Harald aus Köln / Vor 11 Tage

Hallo Leute... wenn man noch alle TURISTEN vergrault ... usw / Dann wird es eng auf den Balearen ! Ich rede nicht von Ballermann TURISTEN.Ich habe live erlebt wo einheimische Demos vor Ort gemacht haben u auch am Flughafen u auf den Plakaten,waren Sachen geschrieben ! Die nicht schön sind ! Refugiés Welcome -Turist Not Welcome .. Wenn die Insel Werbung macht u alle einlädt u immer von REKORDEN spricht usw muss man sich nicht wundern ( DIE GEISTER DIE ICH RIEF ) glaube daran 2019 wird der Tourismus extrem schlecht auf den Balearen Mallorca...Ich habe einen Auszug gesehen was die Leute schon jetzt gebucht haben zum Sommer ... Mit freundlichen Grüßen der Harald von Sunshine Tours...

Carmen / Vor 12 Tage

Nun ja, wenn von den Millionen-/Milliardenumsätzen im Tourismus bei der arbeitenden Bevölkerung nur wenig ankommt, dann hat das seine Gründe. Ein Grund ist sicher die klassische Form der Ausbeutung mit zu wenig Lohn für die da unten - und zu viel Profit für die da oben.

Mats / Vor 12 Tage

Wie diese hohen Mieten entstehen wird genau erklärt im darüber stehenen Artikel: "Saftige Mietpreiserhöhungen als Schreckgespenst" @Sonja-Monique. Die derzeitige Gesetzeslage lässt es einfach zu und wird eiskalt von den Vermietern ausgenutzt. Und was deine Frage angeht nach Demonstrationen: Sie gehen ja auf die Straße, hoffentlich noch viel mehr und hoffentlich auch mit Erfolg.