Gericht entscheidet im Juni über Valtonyc-Auslieferung

| | Mallorca |
Der Rapper Valtonyc wurde in Spanien verurteilt.

Der Rapper Valtonyc wurde in Spanien verurteilt.

Foto: Pere Bota

Der vor der spanischen Justiz von Mallorca nach Belgien geflohene Inselrapper Valtonyc hat eine Galgenfrist bis zum Juni bekommen. Erst dann wird ein Gericht in Gent entscheiden, ob Josep Miquel Arenas, wie der Künstler eigentlich heißt, nach Spanien ausgeliefert wird. In erster Instanz hatte ein belgischer Richter die Überstellung am 17. September 2018 verweigert.

Valtonyc war wegen mutmaßlicher Aufrufe zur Gewalt in seinen Texten sowie wegen Beleidigung der Königsfamilie zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, entzog sich dem Haftantritt jedoch durch Flucht.

Beobachter halten die Strafe für unverhältnismäßig hart. Sie verweisen auf die Kunstfreiheit. Sie sehen Chancen auf eine Annullierung vor dem EU-Gerichtshof in Straßburg. (it)

(aus MM 4/2019)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Heinz / Vor etwa 1 Jahr

Übrigens m.sastre, mein Staat ist Spanien! Schon seit 20 Jahren.

m. sastre / Vor etwa 1 Jahr

@Heinz: Richtig so, ein Deutscher verteidigt immer die herrschende Ordnung. selbst, wenn es sich nicht einmal um seinen eigenen Staat handelt. Rühren und weitermachen!

Don Alfonso / Vor etwa 1 Jahr

@sastre - gut zu wissen, dass Sie Urteile spanischer Gerichte in Spanien nicht anerkennen. Nichts für ungut, aber dann sind Sie ein Feind des demokratischen Spaniens. Schlagen Sie doch mal eine Alternative vor. Wie soll nach Ihrer Meinung dann Recht gesprochen werden?

Es muss einem nicht jedes Urteil gefallen, aber man sollte es wenigstens akzeptieren. Bei aller Kritik, so schlecht ist die Zeit nicht in der wir leben dass es sich lohnen würde, alles über den Haufen zu werfen. Gerade Leute wie dieser angebliche "Künstler" vergessen aber genau das zunehmend. Hier geht es nicht nur um angebliche "Kritik" am Königshaus - welche tatsächlich Hetze ist, sondern auch um Kritik an den Zuständen beim G20-Treffen in Hamburg. Wenn die jungen Leute unbedingt Revolution machen wollen, sollen sie nach Venezuela gehen und sich mal anschauen, was dabei rauskommt. Das Urteil ist rechtskräftig und der Mann gehört ins Gefängnis. Punkt.

Heinz / Vor etwa 1 Jahr

Überhablich und dumm, Sastre!

m. sastre / Vor etwa 1 Jahr

@Don Alfonso: Ein Urteil ist also gerecht, weil es ein Urteil ist? In kaum einem europäischen Staat missbrauchen die Mächtigen das Recht offenkundiger, um Kritik an sich und an ihren Handlangern zu kriminalisieren. Sei es das Verbot der Kritik am Königshaus und Politikern, das Demonstrationsverbot in Politikerwohngegenden oder das Verbot das Vorgehen der Polizei in Bild und Ton zu dokumentieren - euphemistisch werden die dazu erlassenen Gesetze dann auch noch als demokratiefördernd oder Bürgerschutzgesetzgebung bezeichnet. Gratuliere, Sie sind ein hervorragender Untertan. Oder wie heißt es so schön: Die grössten Feinde der Freiheit sind glückliche Sklaven!

Don Alfonso / Vor etwa 1 Jahr

Er ist rechtskräftig verurteilt. Deswegen hat er nicht "mutmaßlich" zu Gewalt aufgerufen, sondern er hat es tatsächlich getan. Nach spanischem Recht ist er schuldig und hat sich feige seiner gerechten Strafe entzogen. "Beobachter" halten nicht nur ihn für unschuldig, sondern "Beobachter" halten auch Beate Zschäpe für unschuldig. Was bitte sind "Beobachter"?! Hoffe er wird ausgeliefert und muss seine Strafe absitzen. Was er getan hat ist übrigens keine "Kunst", sondern Hetze! - siehe rechtskräftiges Urteil.