Römische Thermen bremsen Straßenbauprojekt in Port Vell

| | Port Vell, Son Severa |
Vegetation überwuchert die antiken Ruinen.

Vegetation überwuchert die antiken Ruinen.

Foto: UH

Die Erweiterung der Straße nach Port Vell wird anders verlaufen als geplant, um die 2012 im Norden der Insel entdeckten Thermen aus der Römerzeit zu schützen.

Die antiken Thermen waren bei den Arbeiten am Radweg der MA-4034 im Jahr 2012 ans Licht gekommen. Der Inselrat hatte daraufhin einen Baustopp verhängt. Danach dauerte es noch sieben Jahre, bis die Straßenbaupläne überarbeitet wurden. Nun sollen die Arbeiten voraussichtlich Ende des Jahres starten. Die Ausschreibung hat einen Wert von 5,4 Millionen Euro, die Maßnahmen werden 17 Monate dauern.

Nach dem Fund hatten zunächst archäologische Ausgrabungen stattgefunden. Wissenschaftler bestätigten die historische Bedeutung des Funds. Zu ihrem Schutz wurden die Thermen provisorisch mit Erde bedeckt. Nachdem aus dem Provisorium ein Dauerzustand wurde, sprießt dort heute die Vegetation, nichts deutet von außen mehr auf eine archäologische Fundstätte hin.

Die Verbreiterung der Straße wird nach Angaben von Bürgermeister Antoni Severa bereits seit Jahren gefordert. "Die Straße ist sehr schmal und es gab zahlreiche Unfälle", erklärte Severa. Um die römischen Ruinen zu schützen, wurde das Längsprofil der Straße modifiziert. Auch der Querschnitt wurde verändert, um die Sicherheit zu erhöhen. Außerdem soll die Kanalisation erneuert werden, um die Funde nicht zu beeinträchtigen.

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