Stadt Palma will Katalanisch in Arbeitervierteln verbreiten

| Palma, Mallorca |
Unterricht auf Katalanisch.

Unterricht auf Katalanisch.

Foto: Ultima Hora

Das in Palma de Mallorca regierende Linksbündnis forciert die Implementierung des Katalanischen in Zuwandererbereichen der Stadt. Man wolle in Arbeitervierteln wie Pere Garau, Son Gotleu, La Soledat oder Camp Redó unter anderem Händler davon überzeugen, Waren in dieser Sprache statt auf Spanisch anzubieten, sagte Erziehungsdezernent Llorenç Carrió. Auch wolle man verstärkt das Katalanische in den Schulen fördern. Carrió sprach zudem von "interkulturellem Austausch" und einem "soziokulturellen Programm".

Der Politiker, der der kleinen linksregionalistischen Partei Més angehört, äußerte, dass die "Sprachennormalisierung" voranschreiten müsse. Darunter verstehen vor allem dem linken Lager zugehörige Politiker eine Zurückdrängung des Spanischen. In Palmas Arbeitervierteln leben viele des Katalanischen nicht mächtige Zugereiste unter anderem aus südamerikanischen Ländern.

Auf Mallorca ist der sogenannte Sprachenstreit seit Jahrzehnten ein Thema. In diesem Zusammenhang kommt es immer wieder zu Auseinandersersetzungen, die in anderen Staaten kurios anmuten.

Comments

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

frank / Hace 5 months

Ohne Worte.Nur nicht cleverer werden, sondern auf Hauptschul - Niveau bleiben.Es gibt weder Industrie; kaum touristenunabhängiges Gewerbe.Über Obst/-Gemüseanbau + Fischfang rede ich erst garnicht.Wollt ihr Euch euer ganzes Leben vom Tourismus abhängig machen ???Zumal die Stellen im Tourismus/Gastronomie mit vielen Festlandspaniern und ausländischen Saisonkräften besetzt sind.Wann werden hier mal die letzten wach ???

Chris / Hace 5 months

Nach den jüngsten Äußerungen am Kulturinstitut Can Alcover hat die Gewerkschaft, die für eine intensivere Verbreitung des Mallorquín wirbt, Folgendes veröffentlicht: "Die STEI setzt sich dafür ein, weiterhin "am Aufbau einer vielfältigen, integrativen, toleranten und kultivierten Gesellschaft" zu arbeiten, unter Berücksichtigung der eigenen Sprache und Kultur, "in der alle in Würde leben und sich willkommen fühlen können". Wie können sich spanischsprachige Menschen aus den Ländern Südamerikas, Festlandspanier oder des spanischen mächtige sonstige Immigranten willkommen fühlen, wenn das Mallorquín immer mehr Raum einnimmt? Wie sollen die Sprachenvorschriften - nicht nur für den öffentlichen Dienst, sondern zunehmend auch für den öffentlichen Raum - zu einer toleranten und kultivierten Gesellschaft führen? Wo und wie schließlich kann man an der Diskussion über Nutzen und Nachteil des Mallorquín mitwirken? Wenn die Sprachenpolitik eine Einbahnstraße bleibt wird das sicher nichts mit der Integration! Schade!

Majorcus / Hace 5 months

Mit öffenlichen Mitteln wird Sprachförderung angeboten - finanziert vom Bürger. Warum darf der Bürger nicht selbst entscheiden, für welche Sprache es ausgegeben wird? Möglichweise wäre Englisch vielseitiger einsetzbar ...

Wolfgang / Hace 5 months

Was ein Schwachsinn !! Zurück zum Lokalstaat also. Von globalem Leben haben diese Hysteriker wohl noch nie etwas gehört. Ich frage mich nur, wie gross der Anteil der Bevölkerung ist, der das will, abgesehen von den Schreihälsen, die mit diesem Thema auf die Strasse gehen.

paula / Hace 5 months

für die Zukunft wichtig! wer versteht und spricht schon die spanische Sprache. immer schön dumm halten die einfachen Leute.

Theo / Hace 5 months

Gutes Projekt!

Hajo Hajo / Hace 5 months

Sie sollten besser dafür sorgen, dass ihre Kinder schulisch in Sprachen ausgebildet werden, die ihnen eine Existenz in Europa bzw. der EU sichern. Denn nicht alle können und sollen nur vom Tourismus leben MÜSSEN !!!

Wer allerdings eine Selbständigkeit gemässe den Kataloniern anstrebt, und das schon im Voraus sprachlich absichern möchte, dem ist sowieso nicht mehr zu Helfen. Denn eine Rückkehr zur Kleinstaaterei bedeutet heute Staatsbankrott und Isolation aus der Wirtschaftsgemeinschaft.