Die Piloten von Helikopter und Flugzeug sahen sich nicht

Inca, Mallorca |
Wrackteile neben einem Gebäude.

Wrackteile neben einem Gebäude.

Foto: Ultima Hora

Nach ersten Untersuchungen des Zusammenstoßes von einem Helikopter und einem Leichtflugzeug über Mallorca schließt die Guardia Civil ein technisches Versagen aus. Sie vermutet Medienberichten vom Dienstag zufolge nach der Vernehmung mehrerer Zeugen eher menschliches Versagen. Die Piloten hätten sich allem Anschein nach nicht gesehen, als der Unfall in 250 Meter Höhe passiert sei. Sie seien auf Sicht geflogen. Die "Bild"-Zeitung spekuliert, dass der Pilot des Leichtflugzeugs nach dem Start nicht wie vorgeschrieben die Frequenz umgestellt und deswegen den Helikopter nicht bemerkt habe.

Unterdessen meldeten sich weitere Augenzeugen des Unglücks zu Wort: Die Anwohnerin Loli sagte, sie habe zunächst gedacht, dass ein Auto gegen ihre Haustür gerast sei. "Es war eine Szene aus einem Psychothriller." Mit ihrem Mann sei sie herausgerannt, um die Flammen des abgestürzten Leichtfliegers zu löschen. Schnell seien Nachbarn herbeigeeilt und hätten geholfen.

Bei dem Zusammenstoß in der Luft in der Nähe von Inca war am Sonntag die vierköpfige Münchner Millionärsfamilie Inselkammer und der italienische Pilot Cedric L. in dem Helikopter der deutschen Firma Rotorflug ums Leben gekommen. In dem Flugzeug starben der Valencianer Juanjo Vidal und ein Freund.

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Julia / Vor etwa 1 Jahr

Der Kommentierung von Herrn Wagner schliesse ich mich an. Es bleibt zu wuenschen, dass die Ergebnisse der Untersuchungen moeglichst zur Verbesserung der Sicherheit in diesem Luftverkehrssektor fuehren, damit solche Tragoedien kuenftig verhindert werden.

Adrian Wagner / Vor etwa 1 Jahr

Mein Beileid an alle Familien. Bei einem solchen Unfall verbietet es über mögliche Ursachen zu spekulieren, insbesondere wenn man die Gesetzeslage nicht kennt. Dies erzeugt nur noch mehr Leid bei den Betroffenen und hilft kein Stück weiter. Es gab keine Pflicht für den Ultraleichtpiloten nach dem Start die Frequenz zu wechseln und aus dieser Fehlinformation der BILD-Zeitung lässt sich demnach auch kein weiterer Erkenntnisgewinn ziehen. Die zuständigen Ermittlungsbehörden werden die Unfallursache ermitteln und dann in einer geeigneten Weise aufschreiben und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Bis dahin müssen alle warten.