Zuhälter-, Diebes- und Hehlerbande auf Mallorca zerschlagen

| | Calvià, Mallorca |
Das ist einer der Räume, in denen die Frauen aus Lateinamerika von der Bande zur Prostitution gezwungen wurden.

Das ist einer der Räume, in denen die Frauen aus Lateinamerika von der Bande zur Prostitution gezwungen wurden.

Foto: Guardia Civil
Das ist einer der Räume, in denen die Frauen aus Lateinamerika von der Bande zur Prostitution gezwungen wurden.

Unter dem Operationsnamen "Thong", Englisch für Tanga, hat die Guardia Civil im Gemeindegebiet von Calvià im Südwesten von Mallorca eine Bande zerschlagen, die Frauen zur Prostitution gezwungen und kiloweise gestohlenen Schmuck vertrieben hat. Die Polizei durchsuchte acht Immobilien und nahm sechs Personen fest, berichtete die Tageszeitung Ultima Hora am Sonntag.

Viele der sichergestellten Wertgegenstände - insgesamt acht Kilo im Wert von einer halben Million Euro - sind an diesem Montag in der Polizeiwache der Guardia Civil in Calvià zu sehen. Eigentümer, die ihren gestohlenen Schmuck wiedererlangen möchten, können das Quartier im Industriegebiet Son Bugadelles bei Santa Ponça von 10 bis 14 und von 16 bis 20 Uhr aufsuchen.

Die Tatverdächtigen, denen die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation vorgeworfen wird, sollen in Lateinamerika Frauen unter falschen Versprechungen nach Mallorca gelockt und zur Prostitution gezwungen haben. Die Opfer, deren genaue Zahl unbekannt ist, wurden an verschiedene Bordelle der Insel vermittelt.

Die Bande war ins Visier der Polizei geraten, als die Ermittler feststellten, dass der Kopf der Organisation, eine Frau, in großem Stil Diebesware ankaufte. Nach außen hin betrieb die Tatverdächtige einen Ankaufladen für Gold und Edelmetalle. Auf diese Weise wurden Diebes- und Hehlerwaren erworben und eingeschmolzen.

Im Rahmen der Ermittlung stellte sich weiter heraus, dass die Bande im Geschäft des Frauenhandels und der illegalen Prostitution tätig war. Zur Geldwäsche in diesem Bereich hatte die Tatverdächtige zwei Scheinfirmen gegründet. Auf diese Weise konnten bis zu 300.000 Euro scheinlegalisiert werden. Bei den Hausdurchsuchungen wurden zudem weitere 25.000 Euro in bar sichergestellt. (as)

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peter / Vor etwa 1 Jahr

Glückwunsch zu diesem erfolgreichen Schlag der Guardia Civil gegen mafiöse Strukturen. Nur schade das so zu sagen ein Kampf gegen Windmühlen ist, genau wie in Deutschland gegen die so genannten Arabischen Migration Clans. Es wird nie enden.