Inselregierung geht gegen Ryanair vor

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Die Handgepäckregelungen bei Ryanair sorgen für Ärger.

Die Handgepäckregelungen bei Ryanair sorgen für Ärger.

Foto: MM-Redaktion - UH

Der Streit um Kosten für Handgepäck, die die Fluggesellschaft Ryanair erhebt, geht weiter. Der Fall einer Frau, die für einen Handkoffer zusätzlich zahlen sollte, weil sie ohne Priority geflogen war, bezeichnete das Handelsgericht in Madrid als "missbräuchlich". Die Frau hatte geklagt und Recht bekommen, Ryanair zahlte ihr die geforderten 20 Euro zurück.

Der Generaldirektor der Balearen-Regierung für Verbraucherschutz, Fèlix Alonso, sieht mit diesem Fall die Beweislage als hinreichend an, um dem weiter nachzugehen. Bisher habe man nicht genug Handhabe und Beweise gehabt, so Alonso. Aufgrund des Urteils könne man nun den Fall gründlich untersuchen. Facua, der Verband für Verbraucherschutz, hatte sich an alle spanischen Autonomieregionen gewandt.

Die Regierungsabteilung für Verbraucherschutz "Consum" ist der Auffassung, dass es nicht zulässig sei, für Handgepäck zusätzlich Geld zu verlangen und fordert Sanktionen. Die Höhe der Strafzahlungen hinge vom Schweregrad des einzelnen Falls ab. Im schlimmsten Fall könnten sie sich auf 600.000 Euro belaufen. Der Betrag könne aber in besonders gravierenden Fällen fünfmal so hoch ausfallen, so Alonso.

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