Fluggast-Reklamationen machen Gerichten zu schaffen

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Blick auf den Flughafen Son Sant Joan.

Blick auf den Flughafen Son Sant Joan.

Foto: Ultima Hora

Die Handelsgerichte auf Mallorca haben derzeit mit so vielen Passagier-Reklamationen zu tun, dass sie kaum nachkommen. Jetzt wurden nach am Samstag veröffentlichten Informationen der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" zwei zusätzliche Richter abgestellt, die sich mit den zahlreichen angehäuften Fällen beschäftigen sollen. Ihnen wurde aufgetragen, in den sechs Monaten, die ihnen zur Verfügung stehen, zahlreiche Urteile zu fällen.

Es handelt sich um Fälle, für die das persönliche Erscheinen von Passagieren samt Anwälten nicht erforderlich ist. Auf den Balearen sind bei den Gerichten noch etwa 9000 solcher Angelegenheit anhängig.

Laut "Ultima Hora" waren im Jahr 2013 lediglich 137 solcher Fälle auf den Inseln registriert worden. 2018 waren es bereits 2800. Das liegt daran, dass die Fluglinien bei Entschädigungen etwa wegen Verspätungen sehr restriktiv gegenüber Passagieren agieren. 250 Euro werden etwa laut einer EU-Richtlinie bei der Verspätung eines Fluges von unter 1500 Kilometern von mehr als drei Stunden fällig. (it)

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Hajo Hajo / Vor 1 Monat

Also was ich nicht verstehe, wenn die Fluglinie schuld an der Reklamation ist, wieso ist dann ein Gericht in Plama zuständig und nicht das am Erfüllungsort der Fluglinie wie es ja im Kleingedruckten zu lesen ist.

Markus / Vor 1 Monat

eigentlich wäre es ganz einfach: wenn der Anspruch des Fluggastes eindeutig vorliegt, die Soll und Ist Landezeit eines Fliegers beispielsweise geht ja schon aus dem Protokoll des Flughafens hervor, ob also eine Verspätung von mehr als 3 Stunden vorlag, ist absolut trivial festzustellen, dann sollte die Fluggesellschaft, die nicht spätestens nach schriftlicher Aufforderung durch den Kunden umgehend zahlt, sondern erst durch ein Gerichtsverfahren dazu gezwungen werden muss, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, zusätzlich mit einer erheblichen Strafe versehen werden, zB. Verdopplung der zu zahlenden Summe alle vier Wochen

Carmen / Vor 1 Monat

Wir haben hier keinen Rechts-freien Raum. Deswegen ist es gut, dass die Gerichte die Ärmel hochkrempeln und die Vorgänge bearbeiten.