Mann muss trotz Überfall auf Briten in Andratx nicht in Haft

| |
Der Täter bei der Urteilsverkündung.

Der Täter bei der Urteilsverkündung.

Foto: Ultima Hora

Ein Kolumbianer, der in Port d'Andratx im Südwesten von Mallorca einen Briten auf offener Straße bewusstlos geschlagen und beraubt hatte, ist von einem Gericht in Palma de Mallorca zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die muss er aber nach einer Meldung der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora nicht absitzen. Grund dafür ist, dass sich die Staatsanwaltschaft einem entsprechendes Antrag des Täter-Verteidigers nicht widersetzte.

Der 28-jährige Kriminelle verübte den Überfall im vergangenen Mai. Er entwendete dem Touristen dessen Handy und 1100 Euro. Diese Summe muss der Täter jetzt ebenfalls zurückzahlen. Hinzu kommt eine Strafzahlung von 180 Euro.

Der Kolumbianer hatte sich in der Nacht zum 15. Mai gegen 3 Uhr von hinten auf sein Opfer gestürzt, das auf dem Weg nach Hause war. Der Brite wurde mit zahllosen Faustschlägen niedergestreckt, so dass er bewusstlos liegen blieb. (it)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

petkett / Vor 2 Monaten

Heute um 20:15h gelesen, das ist ein beispielhaftes strafgemildertes Urteil, auf Mallorca gibt es für so etwas Bewährung, wenn überhaupt. "Für einen Raubüberfall auf ein junges Ehepaar mit einer Beute von 90 Euro und einem Smartphone hat das Landgericht München zwei Männer rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt. Als strafverschärfend bewertete das Gericht am Donnerstag, dass die beiden Angeklagten ihre Opfer auf der Münchner Theresienwiese bewusst in Todesangst versetzten. In der Verurteilung zu sieben Jahren Haft sind strafmildernd das laut Gericht von Schuldeinsicht und Reue getragene Geständnis berücksichtigt sowie die alkoholbedingte Enthemmung der beiden Männer".

petkett / Vor 2 Monaten

Kein Platz frei im Knast oder Kolumbianer Bonus?

frank / Vor 2 Monaten

Das stimmt.Die Verhältnismäßigkeit ist schon krass.Selbst Hundekot liegen lassen und nicht wegmachen kostet schon 750,- in Porto Cristo.Also sind die Richter hier genauso butterweich wie in D. Da mag der eine oder andere jetzt wieder den Kopf schütteln, aber ein Richter in "beruflicher" Qualität wie damals R.Schill/Hamburger Richter wäre doch des öfteren angebracht.Z.B.2 Jahre Knast wegen Graffiti oder Auto zerkratzen.

wala / Vor 2 Monaten

Bis zu 3000 Euro Geldbuße für illegales Grillen ist an anderer Stelle zu lesen. Für das Zusammenschlagen und berauben von Menschen wird eine Bewährungsstrafe und ein Bußgeld von 180 € festgelegt? Kuscheljustiz wie in Deutschland.

Thomas Berthold / Vor 2 Monaten

Ist ja richtig abschreckend die Strafe für Nachahmer. Es ist wirklich traurig was es für lächerliche Richter und so gibt. Es muss richtig HART geurteilt werden.

Jimmy / Vor 2 Monaten

"schön" zu sehen das es scheinbar nicht nur in Deutschland solche Urteile gibt..... Einen Menschen bewustlos schlagen, ausrauben, liegen lassen und abhauen.... -was hat der Mann auch soviel Geld dabei, da muß er sich nicht wundern....;-)