Urlaub unter Frauen wird auf Mallorca immer beliebter

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Niederländerin Saskia Erkelens führt das Haus.

Niederländerin Saskia Erkelens führt das Haus.

Foto: Patricia Lozano
Niederländerin Saskia Erkelens führt das Haus.Zum Retreat gehören meistens Meditation und Yoga.Beate Hüller aus Frankfurt ist Küchenchefin auf der Finca "Son Manera".Blick aufs Land und Ruhe: Ein idealer Rückzugsort für einen Retreat.

Ein Olivenhain, ein Orangenbaum und strahlende Mitarbeiter erwarten Besucher der „Son Manera Retreat Finca” am Rande des Dorfes Montuïri in der Inselmitte. Die Niederländerin Saskia Erkelens betreibt das Erholungszentrum, das vor allem bei Frauen beliebt ist.

Einfach mal eine Auszeit nehmen und nichts planen müssen – das ist das Ziel sogenannter „Retreats”, wie sie auch auf Mallorca zahlreich angeboten werden. Das englische „Retreat” steht für „Rückzug”, eine bewusste spirituelle Ruhepause von der gewohnten Umgebung. Häufig ist der Begriff untrennbar mit Meditation und Yoga verbunden.

So auch auf „Son Manera”, wo auf verschiedenen Yoga-Arealen drinnen oder draußen Kurse in kleinen Gruppen von maximal 20 Personen gehören. Im Fokus steht dort unter anderem auch das „Chakra”, das Energiezentrum, das bei Frauen andere Beachtung braucht als bei Männern – etwa um Hilfe zu leisten bei Menstruationsbeschwerden.

„Zu Hause muss man für diese Spa-Angebote ein Stück fahren, hier kommen die Gäste her und haben alles”, sagt Saskia Erkelens - vom 400 Quadratmeter großen Spa-Bereich mit Indoorpool, Sauna-Kabinen und Behandlungsräume für Massagen zur Verfügung.

Ein aktuelles bis Januar gültiges „Friends special”-Angebot, organisiert vom dahinterstehenden österreichischen Spezialreiseanbieter Indigourlaub, beinhaltet auch ein „Palma Shuttle”, mit dem die Frauen zum Mittagessen und Shoppen oder Ähnlichem in die Inselhauptstadt gefahren und wieder abgeholt werden.

Im hauseigenen Restaurant schwört man bei „Son Manera” auf vegetarisch-vegane Küche und Nachhaltigkeit. Käse und Oliven stammen von Mallorca, regionales Obst und Gemüse kommt auf den Tisch. Die Reste werden für Haustiere oder den Kompost verwendet. Auf den Zimmern haben Gäste wiederauffüllbare Flaschen für ihre Getränke.

Den Löffel in der Küche schwingt Beate Hüller, „Hausmama” und gelernte Gastronomin aus Frankfurt, die über ehrliches Feedback dankbar sei. „Das ist das Schöne an Häusern wie diesen: Wir sind für die Gäste immer ansprechbar.” Die elf Mitarbeiter sprechen Deutsch, Englisch und Spanisch. Zwarhabe man laut der Betreiberin vorwiegend Gäste aus den deutschsprachigen Ländern, setze aber auf Internationalität und wolle sich nicht beschränken.

„Son Manera” steht natürlich auch Männern offen. Bisher habe man jedoch festgestellt, dass vor allem Mütter mit ihren Töchtern oder Freundinnen auf der Suche nach einem „Retreat” sind. Und was zu tun ist, klingt immerhin nicht schwer, wie Erkelens zusammenfasst: „Man muss nur abschalten und genießen!”

(aus MM 50/2019)

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