Emsiger Polizist verteilt über 100 Strafzettel

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Es ist eng in den Gassen von Felanitx. Über 100 Strafzettel verteilte ein Polizist wegen falsch parkender Autos am vergangenen Montag.

Es ist eng in den Gassen von Felanitx. Über 100 Strafzettel verteilte ein Polizist wegen falsch parkender Autos am vergangenen Montag.

Foto: Ultima Hora

Über 100 Strafzettel hat ein einzelner Polizist am verganenen Montag in Felantix verteilt. Das Ganze auch noch in einem Zeitraum von nur vier Stunden. Autos, die in Straßen des Ortes abgestellt wurden, wo seit "jeher" parken auf dem Bürgersteig genehmigt wurde, erhielten jetzt ein Knöllchen. Offiziell sei dies natürlich nicht erlaubt, aber ein jahrelanges gegenseitiges Übereinkommen habe einen lockeren Umgang mit dieser Parksituation ermöglicht.

Jener Polizist hatte ohne Auftrag von "oben" beschlossen, unrechtmäßig geparkte Fahrzeuge mit Strafzetteln von bis zu 200 Euro zu versehen. Anwohner waren fassungslos ob dieser strengen Strafen.

Um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, gingen mehr als 30 Betroffene zum Rathaus, um den Fall vorzutragen. Jetzt sei es an der Politik, eine Lösung zu finden. Denn wenn die Anwohner nicht auf dem Gehweg parken, sind die Durchfahrten für Lastwagen kaum passierbar, was zu weiteren Problemen führt.

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kai / Vor 3 Monaten

Das Problem gab es in unserer Straße auch - eine Woche "richtig" geparkt und der gesamte Verkehr kam zum Erliegen. Danach wurde vernüftig ausgeschildert und nun ist Ruhe. Duldung ist eben einfacher und stört die Ruhe in der Verwaltung nicht...

Markus / Vor 3 Monaten

ich verstehe nicht, warum die Anwohner hier verärgert sind und warum betont wird, dass der Polizist "ohne Auftrag von oben " gehandelt habe. Die Schuld an der Misere hat eindeutig die Kommunalverwaltung: etwas einerseits Verbotenes stillschweigend zu dulden, ist Blödsinn. Entweder es ist verboten, dann muss es auch verfolgt werden (da hat der Polizist zum aktuellen Stand absolut richtig gehandelt) oder es wird erlaubt, dafür hätten die Anwohner eben eine Änderung der Parkregeln in der betroffenen Straße bei der Kommunalverwaltung durchsetzen müssen ganz abseits davon: mag ja sein, dass bei korrektem Parken die Durchfahrt für LKW unpassierbar wird, aber das kann man doch kaum damit lösen, indem man auf dem Bürgersteig parkt und damit die Passierbarkeit für Fussgänger, Rollstuhlfahrer etc. beschränkt! Da bedarf es doch einer Parkregelung, die allen Interessen angemessen gerecht wird, beispielsweise Parken nur auf einer Strassenseite, dann aber korrekt auf der Strasse ohne Belegung des Bürgersteigs zulassen!

Majorcus / Vor 3 Monaten

Wo sind die Kommentatoren, die sonst immer nach Recht & Ordnung schreien, um diesem fleissigen Beamten Anerkennung zu zollen - er hat nur Recht durchgesetzt!

petkett / Vor 3 Monaten

Die Lösung, der Herr Wachtmeister bekommt vielleicht Prozente oder Provision? Ich mache mit, zwanzig Prozent und ich bin dabei. Die zwanzig sind noch verhandelbar.