Tourismusminister zieht Konsequenzen aus ITB-Absage

| | Palma, Mallorca |
Auf der Touristikmesse Fitur Ende Januar in Madrid gaben sich Balearen-Politiker und Hoteliers um Tourismusminister Iago Negueruela (3.v.r.) noch zuversichtlich für den touristischen Sommer, wenn auch mit kleinen Einschränkungen.

Auf der Touristikmesse Fitur Ende Januar in Madrid gaben sich Balearen-Politiker und Hoteliers um Tourismusminister Iago Negueruela (3.v.r.) noch zuversichtlich für den touristischen Sommer, wenn auch mit kleinen Einschränkungen.

Foto: Juan Luis Ruiz Collado

Zwei Tage nach Absage der weltgrößten Touristikmesse ITB werden die Aktionspläne der Balearen-Vertreter immer konkreter. Der balearische Tourismusminister Iago Negueruela hat alle Beteiligten aufgefordert, die Auswirkungen der Absage der Tourismusmesse in Deutschland, dem wichtigsten Quellmarkt der Balearen, am Montag zu analysieren.

Man müsse außerdem planen, welche Maßnahmen in den kommenden Monaten ergriffen werden müssen, um die touristische Hochsaison zu retten. Das sei das erklärte Hauptziel, sagte der Minister am Samstag gegenüber Medienvertretern.

Negueruela, der in direktem Kontakt mit dem Staatssekretär für Tourismus steht, räumte ein, dass "die Auswirkungen des Coronavirus auf die Tourismusreserven in den nächsten zwei Monaten deutlicher spürbar sein werden". Man habe aber Zeit, die richtigen Strategien zur Neuausrichtung der Werbeaktionen umzusetzen.

Dennoch werde dies das spanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Wirtschaftsprognosen des Landes beeinflussen. Er mahnte, in Bezug auf den Coronavirus Ruhe zu bewahren, da Spanien und Mallorca ein Reiseziel "mit einem sicheren Gesundheitssystem" seien.

Die Arbeitgeber im Hotelgewerbe sowie die Vereinigungen Aviba, PIMEM und CAEB wollen zwar ebenfalls eine Botschaft der Ruhe vermitteln, allerdings würden nach aktueller Lage Hotelbetriebe im März und April die Auslastung von nicht einmal 30 Prozent erreichen.

Das wird eine Verlagerung von Touristen aus mehreren Hotels in ein oder zwei Betriebe zur Folge haben, in einigen Hotelketten sogar eine vorübergehende Schließung. (dise)

Kommentar

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Majorcus / Vor 4 Monaten

Hauptsache Geschäfte machen, die gesundheit der Gäste ist ja egal.

Hajo Hajo / Vor 4 Monaten

Preise runter ist die einzige Möglichkeit. Die haben sich auf Kosten der Türkei eine goldene Nase verdient und die drehen jetzt den Spiess um. Klasse. Hochmut kommt vor dem Fall. Selbst due Canaren haben schon reagiert.

Petkett / Vor 4 Monaten

Zwei Moeglichkeiten gibt es, entweder wird Mallorca günstiger oder teurer. Ich tippe auf günstig wegen stark ruecklaeufiger Buchungen.