Mallorca und das Coronavirus: Update 11. März

Palma, Mallorca |
Das Großklinikum Son Espases in Palma de Mallorca behandelt auch Coronavirus-Patienten.

Das Großklinikum Son Espases in Palma de Mallorca behandelt auch Coronavirus-Patienten.

Foto: Archiv

Das Coronavirus beherrscht auch weiterhin die Schlagzeilen in der nationalen und internationalen Presse. Auch auf Mallorca wird viel über das Thema diskutiert. Hoteliers und Gastronomen bangen um ihre Sommersaison, Politiker rufen zu Besonnenheit auf. Der Überblick vom Mittwoch, 11. März:

Fallzahlen auf den Balearen

Derzeit gibt es auf den Balearen drei neue Coronavirus-Infektionen, zwei davon auf Mallorca, einer auf Menorca. Auch am Dienstag wurden zwei Neuinfektionen bekannt. Es handelt sich um zwei Personen, die zu der Familie gehören, die jüngst aus Italien zurückgekehrt war und in der bereits andere Familienmitglieder infiziert sind. Die Infektionsketten lassen sich also bisher nachverfolgen.

Der Rentner aus Madrid, der mit einer Pensionierten-Reisegruppe auf Menorca unterwegs ist und bei dem das Virus in einem Gesundheitszentrum in Ciutadella nachgewiesen wurde, liegt mit einer schweren Lungenentzündung auf der Intensivstation des Krankenhauses von Mahón.

Fallzahlen in Spanien

Im ganzen Land liegt die Zahl der Infizierten bei 1646. Allerdings hat die Regierung drei Regionen ausgemacht, die besonders betroffen sind: Madrid, La Rioja und das Baskenland. Alleine diese drei Autonomen Gemeinschaften verzeichnen gemeinsam fast 1100 Fälle, also rund 70 Prozent. Die übrigen 30 Prozent verteilen sich relativ gleichmäßig auf den Rest des Landes. Die wenigsten Coronavirus-Erkrankten gibt es in Kantabrien, der Extremadura, in der Region Murcia und auf den Balearen.

Real Mallorca - FC Barcelona vor leeren Rängen

Die nächsten beiden Spieltage der Primera División in Spanien an den Wochenenden 14./15. sowie 21./22. März werden ohne Zuschauer ausgetragen. Auch in der zweiten Liga bleiben die Stadien leer. Betroffen ist auch das Match von RCD Mallorca gegen den FC Barcelona am kommenden Wochenend ein Palma.

Parlament geht in die Zwangspause, Ortega Smith infiziert

Das spanische Parlament legt eine einwöchige Zwangspause ein. Der Grund: Der Abgeordnete Javier Ortega Smith, ein ranghoher Vetreter der rechtspopulistischen Partei Vox, ist mit dem Virus infiziert. Er sagte, ein Treffen mit 600 Parteifreunden und 9000 Sympathisanten am vergangenen Wochenende in Madrid sei "ein Fehler" gewesen und bat um Entschuldigung.

Auswirkungen auf den Luftverkehr

Nachdem am Montag bereits Lauda zahlreiche Flüge in den kommenden Wochen abgesagt hat, kündigte die spanische Regierung am Dienstag an, alle Verbindungen von und nach Italien mit sofortiger Wirkung zu untersagen.

Rentnerferien abgesagt

Einen Monat lang wird es auf Mallorca und in ganz Spanien keine Imserso-Reisen mehr geben. Die vom nationalen Rentnerverband organisierten Reisen für Senioren mit geringem Einkommen sind bei Spaniern sehr beliebt. Der auf Menorca infizierte Mann war Teilnehmer einer solchen Tour.

Radurlauber sagen Reisen ab

Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben die Radtouristen auf Mallorca aus. Hotels an der Playa de Palma, in Calvià und im Norden der Insel melden viele Stornierungen. Der Inselrat will am 2., 3. und 4. April den Radtourismus mit mehreren Aktionen in Berlin bewerben. Ob das allerdings angesichts der Virus-Krise erfolgreich wird, ist unklar.

Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Kontrolleuren

Zwielichtige Gestalten nutzen die Angst vor dem Virus für Betrugsversuche an Senioren. Die Polizei auf Mallorca warnt in diesem Zusammenhang vor vermeintlichen Freiwilligen, die unangekündigt auftauchen und vorgeben, einen Virustest durchführen zu wollen.

Palma kann sich auf Kreuzfahrtboom einstellen

Mallorca kann sich kurzfristig wegen der Corona-Krise auf deutlich mehr Kreuzfahrtschiffe gefasst machen. Etwa 40-mal wurden nach Angaben der Hafenbehörde vom Dienstag zusätzliche Anlegemanöver zwischen März und Juni beantragt. Das liegt daran, dass die Reeder derzeit italienische Häfen meiden wollen.

Treffen der Wasserflugzeuge verschoben

Die Veranstalter des für Ende März geplanten Treffens der Wasserflugzeuge in der Bucht von Pollença haben angekündigt, die Zusammenkunft auf September oder Oktober zu verschieben. Hintergrund ist auch hier die Coronavirus-Epidemie.

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