Mehr Coronafälle auf Inseln, 3434 Tote spanienweit

| |
Eingang zur Notaufnahme eines spanischen Krankenhauses.

Eingang zur Notaufnahme eines spanischen Krankenhauses.

Foto: Ultima Hora

Die Corona-Pandemie grassiert ungebremst weiter auf den Balearen. Am Mittwoch stieg die Zahl der Erkrankten von 478 auf 562. Das sind laut den spanischen Gesundheitsbehörden 84 mehr als am Dienstag. Damit hat sich am Trend nichts verändert. Als geheilt gelten 28 Menschen.

Spanienweit ist die Lage erheblich dramatischer als auf den Inseln: Innerhalb von 24 Stunden starben mit 738 Menschen so viele wie noch nie zuvor während der Coronakrise. Damit liegt die Zahl der der Toten bereits bei 3434, Krankheitsfälle gibt es 47.610. Als geheilt gelten 5367 Patienten.

Bereits in der vergangenen Woche war offiziell geäußert worden, dass die laufende Woche spanienweit wohl die schlimmste der gesamten Pandemie wird. (it)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

KenO / Vor 14 Tage

@Metti Ich bin vor allem dafür, dass man in den stark betroffenen Ländern die absoluten Zahlen a-l-l-e-r täglich Verstorben für den Zeitraum der letzten vier Wochen offenlegt, nur dann kann nämlich die Öffentlichkeit auch beurteilen, ob die Maßnahmen gerechtfertigt sind.

Stellt sich dabei heraus, dass diese nicht signifikant höher liegen als in den letzten Jahren um die gleiche Jahreszeit, bin ich in der Tat für eine sofortige Beendigung der Maßnahmen, denn der Schaden trifft neben der Wirtschaft auch über diese und direkt durch die Maßnahmen vor allem die Menschen und zwar fast jeden.

Für D. kann man wegen der geringen Zahl der dem Virus zugeordneten Verstorbenen auch ohne Kenntnis der genauen Zahlen der insgesamt täglich Verstorbenen, bereits rein mathematisch Schluss ziehen, dass die Maßnahmen nicht nur ungerechtfertigt, sondern auch grob rechtswidrig sind, weshalb nicht nur ich deswegen schon gemeinsam mit div. RAs überlegen, dagegen vorzugehen bzw. hinterher zumindest die finanziell bezifferbaren Schäden durch die eingeleiteten Maßnahmen von den Verantwortlichen einzuklagen, denn die gesetzlichen Grundlagen, auf die man sich in D. derzeit beruft, rechtfertigen die eingeleitet Maßnahmen in keiner Weise.

Metti / Vor 15 Tage

KenO: Du bist also der Meinung, das man SOFORT den Alarmzustand beenden sollte? Das alles wieder öffnen sollte? Du bist also der Meinung, bzw. bist ein Fan der "Herdenimmunität". Soll heißen: sollen sich so viele wie möglich anstecken und dann immun sein. Wenn da ein paar mehr Leute draufgehen ist halt der Preis, den man für eine laufende Wirtschaft zahlt. Mich würde interssieren, ob du noch genauso reden würdest, wenn ein Familienmitglied von dir an CoVid19 gestorben wäre. Vielleicht solltest du nach Holland ziehen, da wird das so praktiziert. Wenn du nicht in Deutschland wohnst, empfehle ich dir auch dort hin zu ziehen, da kannste noch raus gehen.

KenO / Vor 15 Tage

@Urea Warum sollte ich für das Benennen statistisch mathematischer Fakten ein schlechtes Gewissen haben und wen oder was möchte ich verkaufen. Ich frage mich, was an meinem Beitrag Du möglicherweise falsch verstanden haben könntest.

Ein wirklich schlechtes Gewissen sollten jedoch jene Handlungsbevollmächtigten haben, die diese Fakten ignorieren oder mindestens fahrlässig falsch interpretieren und daher gerade einen enormen Schaden für alle verursachen - menschlich und wirtschaftlich und damit indirekt auch wieder menschlich.

Schon mal darüber nachgedacht, was die soziale Isolation im momentanen Panikmodus mit vielen schwachen und alten Menschen macht und noch machen wird, viele werden dadurch krank und etliche werden dadurch sogar vorzeitig sterben.

Schon mal darüber nachgedacht, welche enormen nicht mehr rückgängig zu machenden wirtschaftlichen Schäden der Panikmodus gerade verursacht bzw. verankert und wie sich das auf die Menschen auswirkt die dabei gerade ihre wirtschaftliche Existenz verlieren und noch verlieren werden, auch von denen werden viele krank werden oder sogar sterben, das ist immer so in großen wirtschaftlichen Krisen.

Dazu kommt noch, dass die Infrastruktur an allen möglichen Ecken und Enden dabei Schaden nimmt und noch nehmen wird, auch dadurch bleiben dann auch wieder viele Menschen auf der Strecke und von den nachhaltigen negativen gesellschaftlichen Veränderungen, die sich mit jedem Tag in dem der Panikmodus anhält, weiter verfestigen, ganz zu schweigen.

Daher frage ich Dich noch einmal, aus welchen Grund sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, ich habe diesen Panikmodus nicht verursacht und das Virus selbst genaugenommen auch nicht…

Grüße KenO

Majorcus / Vor 16 Tage

@KenO: Eine Gesellschaft sollte sich fragen lassen, was ihr ein "vermeidbarer, vorzeitiger Tod" wert ist - ja, Verhältnismäßigkeit. Sie argumentieren wie die FDP: www.faz.net/aktuell/politik/inland/anti-corona-massnahmen-lindner-fordert-ausstiegsstrategie-16695432.html und die Klima-Leunger, die wie Sie den wissenschaftlichen Konsens leugnen. "Unite behind the science!" ist der Leitspruch, der Leben rettet - mit Ihren Thesen befördern Sie Todesfälle! Ob Sie noch so denken, wenn Ihr erster Angehöriger an Corona gestorben ist?

Wima11 / Vor 16 Tage

@KenO: Alle Pflegekräfte, Ärzte und alle die mit der Bekämpfung des Virus zutun haben, tun nur so als wenn Sie bis zur Erschöpfung arbeiten! Die haben alle Langeweile? Das Eiszentrum in Madrid wird zur Leichenhalle umfunktioniert! Für Sie alles normal? Was stimmt nicht mit Ihnen

SchOlli / Vor 16 Tage

@keno: Sie haben vollkommen recht. Hinzu kommt die hygienische Situation in den öffentlichen Krankenhäusern. Stichwort nosokomiale und multiresistente Erreger. Das war schon immer ein übles Problem in Spanien. Insbesondere in Italien. In D auch ein Thema. Letztlich ist die Differenz der Letalität in D und ES und I jedoch frappant. In Italien wird scheinbar zudem anders gezählt. Auch jeder der mit, nicht an Corona verstirbt, taucht in der Statistik auf. Die mittlere Sterberate zu korrelieren macht auf jeden Fall Sinn. Das ist auch nicht unethisch wie hier kommentiert wurde.

petkett / Vor 16 Tage

Ken0 hat recht, auch wenn es vielen nicht in den Kram passt oder unangenehm ist. Diese Gleichung sollte auch in anderen Ländern angewendet werden. Nicht alle Toten werden nachträglich auf Corona getestet, von daher ist Ken0´s Aussage schon logisch.

Urea / Vor 16 Tage

@KenO: Früher gab es in Bezug auf geldgierige und skrupellose Menschen mal das Sprichwort: "Der würde noch seine eigene Großmutter verkaufen." Zukünftig "viel Spaß" mit ihrem Gewissen.....

KenO / Vor 16 Tage

Auch wenn das jetzt für den einen oder anderen makaber oder gar taktlos erscheinen mag und jeder Einzellfall für die Betroffen und Angehörigen ein schlimmes Ereignis ist, das Mitgefühl verdient, sollten wir aber auch über die Fakten sprechen, um alle einen kühlen Kopf zu bewahren und die Lage korrekt bewerten zu können.

Um diese o.g. Zahlen korrekt einordnen zu können, müsste man eruieren, wieviele Menschen in den vergangenen Jahren im Mittel an einem Werktag im März in Spanien gestorben sind und diese zu den aktuellen Zahlen a-l-l-e-r Todesfälle der vergangenen Tage ins Verhältnis setzen. Nur diese Zahl besitzt eine Aussagekraft und nicht jene Todeszahlen, die man nun diesem neuartigem Virus zuordnet, die dann dafür woanders nicht mehr in der Statistik auftauchen.

Nach offiziellen Zahlen die frei verfügbar sind, hatte Spanien 2018 eine mittlere Sterberate von 9,2 pro1000 Einwohner pro Jahr (in den Jahren davor schwankte sie zwischen 9 und 10), also mit dieser Zahl gerechnet rund 9,2/1000*47.000.000 = 432.400, das sind dann im Mittel absolut 1184 verstorbene Personen pro Tag, im März dürfte die allg. wegen der noch vorhandenen Grippewelle leicht höher liegen.

Nun stellt sich die entscheidende Frage zur Einschätzung der Lage, sind in den letzten Tagen an einem Tag deutlich i-n-s-g-e-s-a-m-t mehr Menschen gestorben, also absolut betrachtet – Wer kann dazu eine belastbare Zahl liefert, nur diese ist aktuell aufschlussreich.

Wenn keine signifikante Abweichung vorliegt und es keine nachvollziehbaren Gründen gibt, warum durch andere Ursachen in diesem Jahr plötzlich sehr viel weniger Menschen zu Tode gekommen sein können, liegt kein Grund zu irgendeiner Panik vor.

Sabine / Vor 16 Tage

Bereits in der vergangenen Woche war offiziell geäußert worden, dass die laufende Woche spanienweit wohl die schlimmste der gesamten Pandemie wird. (it)

Was für ein unverantwortlicher Blödsinn. Es beginnt gerade erst.