Die Kurve auf den Balearen flacht leicht ab

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Die Kurve flacht ganz langsam ab. Die Balearen haben im Vergleich zum restlichen Spanien etwas "bessere Werte".

Die Kurve flacht ganz langsam ab. Die Balearen haben im Vergleich zum restlichen Spanien etwas "bessere Werte".

Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus auf den Balearen verbreitet hat sich leicht verlangsamt und bewegt sich in den vergangenen sechs Tagen auf einem stabilen Niveau. 862 Fälle wurden am Samstag (28.3.) registriert, allerdings ist die Rate, mit der sich die Infektionen verbreiten niedriger als in der ersten Woche der Ausgangssperre.

Im Vergleich zum restlichen Spanien ist die Verlangsamung auf den Balearen höher als im restlichen Spanien, wo sich auch ein leichte Tendenz dorthin abzeichnet. In den vergangenen vier Tagen multiplizierten sich die positiven Fälle um einen Wert von 1,88, während es auf nationaler Ebene 1,94 waren. Das Ziel, dass sich der Wert um „1“ einspielt, ist noch weit entfernt. Dann wäre erreicht, dass es keine neuen Infektionen gibt.

Die Zahl der Todesfälle bedingt durch das Coronavirus hat sich um fünf erhöht und liegt aktuell bei 31 Personen.

Laut Gesundheitsministerium der Balearen wurden am vergangenen Wochenende, zwischen dem 14. Und 16. März, die meisten Neuinfektionen registriert. Es kam zu einer Verdreifachung der Fälle die innerhalb von vier Tagen. Seitdem verringert sich dieser Wert konstant. Werte wie auf dem Festland, bei denen es alle zwei Tage zu einer Verdoppelung der Infektionen kam, wurden auf den Balearen nie erreicht.

An den Zahlen der täglich registrierten Neuinfektionen kann man die leichte Verlangsamung der Kurve erkennen: Am vergangenen Sonntag waren es 20 Prozent, von Montag auf Dienstag 19 Prozent, Mittwoch auf Donnerstag 17 und Donnerstag auf Freitag (27.3.) 14,3 Prozent.

„Die Kurve hat sich in den vergangenen Tagen verlangsamt“, bestätigte Javier Arranz, Sprecher des Balearischen Kommitée von Infektionskrankheiten und fügte hinzu, „wir gehen davon aus, dass sich alle Werte in den kommenden Wochen verbessern werden.“

Trotz dieser leicht positiven Entwicklungen der Statistiken starben am Freitag vier weitere Menschen an SARS-CoV-2. Es handelt sich um drei Männer im Alter zwischen 70 und 80 Jahren mit Vorerkrankungen und einer 56-jährigen Frau.

67 Personen sind als gesund entlassen worden. Insgesamt sind 862 positive Fälle auf den Balearen registriert.

Neben der Generation der älteren Menschen gehört die Berufsgruppe aus dem Gesundheitssektor zu den am stärksten von Infektionen betroffenen. Dort gibt es inzwischen 137 Infizierte und 470 werden intensiv beobachtet, weil sie mit einem positiv getesteten Patienten in Kontakt waren.

In Altersheimen ist die Situation ebenfalls ernst. Am Donnerstag wurden 64 Fälle von Bewohnern gezählt und zehn Mitarbeitern. Das Altersheim Es Mercadal in Menorca zählt zehn positive Fällen von insgesamt 22 Heimbewohnern. Viele der Patienten aus den Altenheimen wurden in Krankenhäuser gebracht, in anderen wurden die infizierten Senioren in Einzelzimmern in Quarantäne verlegt. (Aktualisiert 17.15 Uhr) (dk)

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Majorcus / Vor 2 Monaten

"Das Ziel, dass sich der Wert um „1“ einspielt, ist noch weit entfernt. Dann wäre erreicht, dass es keine neuen Infektionen gibt." Diese Aussage ist falsch, weil der Wert 1 für die Nettoreproduktionszahl R (auch Rt als Nettoreproduktionszahl zu einer bestimmten Zeit t) bedeutet, dass ein Infizierter „nur noch“ einen Anderen neu ansteckt. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Basisreproduktionszahl Genau solches Falschwissen ist auch Grund für die rasante Ausbreitung von tödlichen Krankheiten - weil wichtiges Wissen falsch bzw. nicht verständlich zu spät kommunziert wird ... + falsches Verhalten der Menschen natürlich. "keine neuen Infektionen gibt." dann wäre Rt = 0 ! "Neben der Generation der älteren Menschen gehört die Berufsgruppe aus dem Gesundheitssektor zu den am stärksten von Infektionen betroffenen." Das ist der eigentliche Skandal: wenn sich Fachleute nicht schützen können - egal aus welchem Grund (Mangel an Material, Unwissen, Nachlässigkeit oder Hektik)! Das System wurde systematisch todgespart ...

Hajo Hajo / Vor 2 Monaten

Experten in DE weisen darauf hin, das bis Jahresende mit dem Virus zu rechnen ist, solange es noch keinen Impfstoff gibt. d..h. klipp und klar, Vorsorgen wie es nur geht und dazu gehört auch alles an Material das benötigt wird.

Für uns Bürger deshalb oberste Regel alles ein zu halten dass selbst und andere Schützt. Denn das Leben wird nie wieder so sein, wie es vorher war.

Uschi / Vor 2 Monaten

Woher weiß man denn wieviel Neuinfektionen es gab. Es ist doch nicht einmal möglich bei Verdacht einen Test durchführen zu lassen. Es gibt in den örtlichen Ambulatorium oder Apotheken weder Schutzmasken noch Gummihandschuhe . Die medizinische Versorgung ist miserable.

Sabine / Vor 2 Monaten

Die Entwicklung der Fälle auf den Balearen ermöglicht es dem hiesigen Gesundheitssystem momentan locker damit fertig zu werden. Selbst 200 erfasste Neuinfektionen am Tag wären kein Problem. Dafür sind Ressourcen vorhanden.

Tatsache ist, dass fast alle Leser dieser Zeilen sich früher oder eben später mit dem Virus infizieren, und 15 Prozent davon ernsthaft erkranken werden. 70 Prozent der Bevölkerung werden sich infizieren, ganz gleich an welchem Ort der Welt. Je geringer die Durchseuchung heute, umso stärker wird sie in der Zukunft ausfallen. Daran sollten die Verantwortlichen denken, ehe sie sich neue Gäste auf die Insel einladen.

https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S2468-2667%2820%2930073-6