Mallorca und das Coronavirus: Update 6. April

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Die Lage ist weiter ernst: Krankenwagen im Einsatz.

Die Lage ist weiter ernst: Krankenwagen im Einsatz.

Foto: Ultima Hora

Während die Zahl der neuen Corona-Fälle auf den Balearen niedriger als noch vor etwa einer Woche ist, kontrolliert die Polizei härter als zuvor die Ausgangssperre. Derweil sind die Inseln quasi abgeschnitten von der Außenwelt: Es gibt 99 Prozent weniger Passagiere auf dem Mallorca-Airport wie vor einem Jahr.

27 neue Coronafälle auf den Balearen, sechs Tote

Die Zahl der neuen Corona-Fälle hält sich auf den Balearen weiter auf einem deutlich niederigeren Niveau als vor einer Woche zurück. Am Montag wurde die Zahl 27 genannt. Damit gibt es insgesamt 1320 Krankheitsfälle. Es starben sechs Menschen, die Zahl der Toten stieg auf 81.

Nicht mehr so viele Tote pro Tag in Spanien

Auch spanienweit geht die Zahl der neuen Fälle und der Verstorbenen zurück. Was Erstere angeht, so stiegen sie um 4273 auf über 135.000. Die Zahl der Toten ging um 637, weniger als in den zwei Wochen davor, nach oben. Sie liegt jetzt bei 13.055.

Festnahmerekord wegen Corona auf Balearen

Die Polizei und die Guardia Civil haben am vergangenen Samstag Ausgangssperre-Sünder auf den Balearen mit aller Härte geahndet. Die Zahl der Verhaftungen nahm spürbar zu, es waren nach offiziellen Angaben derer zwölf, sieben auf Ibiza und fünf auf Mallorca. Das ist ein neuer Rekord an einem Tag.

Balearen fordern Plan zur Belebung des Tourismus nach Corona

Für die Zeit nach der Coronakrise fordert die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol von der spanischen Regierungen eine spezielle Förderung des Tourismus auf Mallorca und den Schwesterinseln. Ein solcher Plan solle helfen, für einen Wiederaufschwung des Fremdenverkehrs zu sorgen, der die Wirtschaftsgrundlage der Balearen darstellt, betonte Armengol am Sonntag bei einer Zusammenkunft des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez mit den Ministerpräsidenten der autonomen Regionen per Videokonferenz.

Balearen-Flugverkehr um 99 Prozent eingebrochen

Der Flugverkehr über den Balearen ist wegen der Coronakrise fast völlig zum Erliegen gekommen. Er sei seit der Ausrufung des Alarmzustandes um 99 Prozent nach unten gegangen, teilte das balearische Tranportministerium am Montag mit. Waren am Referenztag 31. März 2019 im Son-Sant-Joan-Airport noch 76.313 Passagiere gezählt worden, so waren es am gleichen Tag ein Jahr später ganze 514.

Polizisten nehmen sich mit Großaufgebot Son Gotleu vor

Im Rahmen der harten Ausgangssperre nimmt die Polizei Palma de Mallorcas Problemstadtteil Son Gotleu nunmehr besonders intensiv ins Visier. In dem Viertel patrouillieren momentan noch erheblich mehr Beamte als woanders in der Balearen-Kapitale, weil dort die Kriminalitätsrate und die fehlende Disziplin erheblich ausgeprägter sind.

Coronavirus überlebt vier Tage auf Geldscheinen

Das Coronavirus kann ein bis zwei Tage auf Holz- und Glasoberflächen sowie auf Kleidung überleben. Darauf wies am Montag das spanische Gesundheitsministerium hin. Sogar mehr als vier Tage kann der Keim auf Edelstahl, Geldscheinen, Plastik und Masken am Leben bleiben.

Geistergottesdienst in Mallorca-Kathedrale

Die Semana Santa läuft auf Mallorca wegen der Corona-Pandemie so ungewöhnlich wie wohl ganz selten zuvor ab. So verlief die Palmsonntagsmesse in der Kathedrale von Palma ohne Gläubige. Zwar hielt Bischof Sebastià Taltavull dort eine Predigt, doch die wurde vom Landessender IB 3 übertragen, sodass man sie sich im Fernseher angucken konnte. (it)

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