Fall Cursach: Staatsanwalt vorzeitig in Rente geschickt

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Archivfoto von Miguel Ángel Subirán.

Archivfoto von Miguel Ángel Subirán.

Foto: Ultima Hora

Das spanische Justizministerium hat den jahrelang auf Mallorca mit dem Fall des Vergnügungsunternehmers Bartolomé Cursach befassten und am Ende abberufenen Staatsanwalt Miguel Ángel Subirán in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Der 59-Jährige war mehrfach wegen merkwürdiger juristischer Ermittlungsmethoden aufgefallen, die allerlei Beschwerden zur Folge hatten.

Was genau die Unfähigkeit von Subirán begründet, wurde nicht mitgeteilt, da es sich um ein sehr persönliches Thema handele.

Bartolomé Cursach ist Besitzer zahlreicher Einrichtungen auf Mallorca. Ihm gehört der Mega-Park, die Diskothek Tito's oder das an der Playa de Palma befindliche Restaurant Asadito.

Im Prozess gegen Cursach hatte der zuständige Richter im Februar das Hauptverfahren eröffnet. Es gilt als Kernstück des aus zahlreichen Nebenprozessen bestehenden "Falls Cursach", einem vermeintlichen Geflecht aus Vetternwirtschaft, Korruption, Bestechung und Vorteilsnahme.

Die Ermittler werfen Cursach vor, über Jahre Polizisten und Behörden bestochen zu haben, um Razzien und Ermittlungen in seinen eigenen Geschäften zu vermeiden. Zeitweise war auch die Rede von Drogen und Sexpartys in Cursach-Lokalen, an denen zahlreiche Polizeibeamte teilgenommen haben sollen. (it)

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Majorcus / Vor 7 Tage

@Gunnar: Ist doch offensichtlich - Cursach hat eben seine Kontakte ausgebaut ...

Gunnar / Vor 8 Tage

Soso, persönliche Gründe, die nicht weiter erläutert werden. Mein Vertrauen wächst ob der Transparenz.