Mallorca und das Coronavirus: Update 1. Juli

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Der Passagierandrang auf dem Flughafen von Palma steigt.

Der Passagierandrang auf dem Flughafen von Palma steigt.

Foto: M.S.

Zahl der Flüge nach Mallorca innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt

Auf dem Flughafen von Palma de Mallorca werden im Juli und August doppelt so viele Jets landen und starten wie in der vergangenen Woche nach dem Ende des Alarmzustands. Und nicht nur das: Innerhalb eines Tages geht es bereits steil nach oben: Waren es am Dienstag lediglich 85 Verbindungen, so sind für Mittwoch schon 210 eingeplant, wie die Betreibergesellschaft Aena mitteilte. 144 dieser Flüge kommen aus dem Ausland, und das vor allem aus Deutschland.

Zwei neue lokale Corona-Ausbrüche auf Mallorca und Ibiza

Auf Mallorca und Ibiza sind in den vergangenen Tagen zwei kleinere Corona-Ausbrüche verzeichnet worden. Laut den Gesundheitsbehörden sind in Palma fünf Personen betroffen. Der erste Patient hatte unlängst mit Symptomen das Gesundheitszentrum des Stadtteils La Vileta aufgesucht. Danach wurden vier weitere Kontaktpersonen schnell festgestellt, die in verschiedenen Stadtteilen wohnen. Der zweite Ausbruch umfasst sieben Personen und wurde auf der Nachbarinsel Ibiza registriert.

Gesundheitskontrolleure im Airport von Mallorca werden aufgestockt

Die Zahl der Gesundheitskontrolleure im Flughafen von Mallorca wird deutlich aufgestockt. Laut dem Betreiber Aena kommen 25 Zusatzkräfte, die die dort bereits tätigen über 60 anderen Beschäftigten unterstützen sollen. Aena schloss dafür zwei Verträge mit den privaten Gesundheitsdiensten Quirónprevención und Interserve ab. Einer hat ein Volumen von 8,9 Millionen Euro, der zweite umfasst 10,8 Millionen Euro.

So wollen Firmen Ansteckungen im Flugzeug verhindern

Diverse Firmen machen sich derzeit Gedanken darüber, wie das Flugreisen in Corona-Zeiten auch nach Mallorca noch sicherer werden kann. Laut www.aerotelegraph.com geht es darum, Social Distancing ohne Einnahmeneinbußen zu gewährleisten. Die Firma Haeco Cabin Systems schlägt beispielsweise vor, Fluggäste durch Frachtladungen zu trennen. Avio Interiors präsentiert eine Art Haube, die Passagiere auf Kopfhöhe von ihren Sitznachbarn trennt. Doch beide Konzepte haben Nachteile: Sie sind teuer einzubauen.

Balearen-Regierung steckt 220 Millionen zusätzlich ins Gesundheitssystem

Die Balearen-Regierung muss wegen der Coronakrise 220 Millionen Euro zusätzlich in das regionale Gesundheitssystem stecken. Damit steigt der Jahres-Etat von vorgesehenen 1,72 Milliarden auf 1,95 Milliarden Euro. So viel musste dafür noch nie ausgegeben werden. 80 der 220 Millionen Euro müssen unter anderem zusätzliches medizinisches Material und neue Gesundheitsmanagement-Prozesse verwendet werden.

Mieten in Palma verringern sich trotz Corona nur unmerklich

Die Coronakrise hat die seit vielen Jahren überhöhten Mieten in Palma de Mallorca nicht sonderlich verringert. Lediglich fünf Prozent seien sie nach unten gegangen, teilte die für Stadtentwicklung zuständige Dezernentin Neus Truyol mit. Die Politikerin wies darauf hin, dass in keiner anderen Stadt Spaniens die Mieten seit dem Jahr 2013 so sehr in die Höhe geschossen seien wie in der Balearen-Kapitale. Es habe sich bis zum Ausbruch der Coronakrise um 55 Prozent gehandelt.

Zugang zum ungewöhnlichsten Balearen-Strand wird reguliert

Angesichts der beginnenden Urlaubssaison wird der Zugang zum wohl ungewöhnlichsten Strand auf den Balearen, der "Playa Ses Illetes" auf Formentera, coronabedingt stringenter reguliert. Seit Mittwoch müssen Menschen, die nicht auf dem kleinen Eiland wohnen, fünf Euro pro Auto und drei Euro pro Motorrad zahlen. Zwischen dem 16. Juli und dem 31. August sind sogar sechs beziehungsweise vier Euro fällig.

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