Geteiltes Echo auf verschärfte Maskenpflicht für Mallorca

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Ein transparenter Gesichtschutz aus Plastik wird von Montag an nicht mehr ausreichen. Obligatorisch ist ein Nasen-Mund-Schutz wie bei der Frau links.

Ein transparenter Gesichtschutz aus Plastik wird von Montag an nicht mehr ausreichen. Obligatorisch ist ein Nasen-Mund-Schutz wie bei der Frau links.

Foto: Pilar Pellicer

Die verschärfte Maskenpflicht, die von kommenden Montag an auf Mallorca und den anderen balearischen Inseln gelten wird, stößt auf Zustimmung und Ablehnung zugleich. Insbesondere die Tourismusbranche fürchtet das Ausbleiben von Gästen. Andere Stimmen sagen hingegen, Mallorca werde dadurch erst recht als ein sicheres Reiseziel wahrgenommen und könnte dadurch sogar Urlaubsgäste hinzugewinnen.

Der balearische Arbeitgeberverband Caeb, in dem auch viele Hotelbetriebe organisiert sind, kritisiert die Verhängung von noch restriktiveren Maßnahmen gegen das Coronavirus als sie in den Herkunftsländern der Touristen gelten. Dazu zählt insbesondere das obligatorische Tragen von Masken im öffentlichen Raum. Statt die Regeln weiter zu verschärfen, sollten die Behörden auf die Einhaltung der bereits bestehenden Regeln drängen, fordert Caeb.

Welche Corona-Regeln auf Mallorca im Detail gelten, lesen Sie hier.

Der Verband der kleinen und mittelständischen Unternehmen Pimen, unter ihnen viele Läden und Lokale, sieht in der Maßnahme hingegen eine Stärkung der Sicherheit. Die Maßnahmen werden nicht die touristische Saison beeinträchtigen, sondern sich womöglich sogar positiv auswirken. Auf diese Weise werden etwa wieder mehr Menschen die Geschäfte aufsuchen. Der Einzelhandel hatte zuletzt über eine anhaltende Verunsicherung und Zurückhaltung der Verbraucher geklagt.

Ein deutscher Immobilienmakler im Südwesten von Mallorca hat bereits erste negative Reaktionen erhalten. Einer seiner Kunden schrieb ihm: "Die bevorstehende, erweiterte Maskenpflicht mindert gerade sehr meine Motivation, hier etwas langfristig zu mieten."

Pep Verger, Wirtschaftskolumnist der spanischen MM-Schwesterzeitung Ultima Hora kommentierte, die Maßnahmen werden sich nachteilig auf die touristischen Quellmärkte der Inseln auswirkeb, wenn die Besucher sich an Gesundheitsprotokolle halten müssten, die strenger seien als in deren Heimatländern. Viele Leserkommentare auf ultimahora.es begrüßten hingegen, dass die Regeln auch für Urlauber gelten, da dadurch der gemeinsame Schutz für Einheimische und Besucher größer sein werde. (as)

(aktualisiert um 11.30 Uhr)

Kommentar

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Tacheles / Vor 24 Tage

Die blöden Party-Prolos sind doch das Problem die Euch alles verderben.

G. Günsel / Vor 26 Tage

Mallorcaurlaub habe ich eben storniert. schade für die Mallorquiner, das weniger Touristen kommen. Aber als Tourist ist mal leider kein dummes Zahlvieh. Man kannn ur hoffen ,dass die Spanier die Sozialisten mit Forken und Spaten in der Hand und dem Regierungsgebäude jagen

wala / Vor 26 Tage

@Majorcus

Man sollte damit anfangen, das Forum vor Sie zu schützen, wäre schon viel erreicht.

Majorcus / Vor 27 Tage

Wenn man hier die Kommentare liest, kann man gut nachvollziehen, wovor die Regierung die Bevölkerung schützen möchte: vor rücksichtslosen CoVidioten!

Tscharlie Häusler / Vor 27 Tage

Die Wirtschaft, die Ladenbesitzer, die Tourismusbranche, die Restaurantsbesitzer und die internationalen Sozialisten lernen leider nur durch Schmerz! Nur müssen die schwachsinnigen Politiker leider nicht die Zeche bezahlen!

Stefan Hörnke / Vor 28 Tage

Als Wahlmallorquiner, der wirtschaftlich abhängig ist vom hiesigen Tourismus, fordere ich meine deutschen Landsleute unmissverständlich auf: bleiben Sie bis auf Weiteres der Insel fern. Sie würden mit Ihrem Erscheinen die diktatorischen, ja faschistoiden Tendenzen im Regierungshandeln unterstützen. Es geht hier nicht um Kleinigkeiten. Die Inselregierung gab ganz offen zu, dass es eine epedemiologische Begründung für diese Verschärfung der Massregelung nicht gäbe.Man wolle die Bevölkerung disziplinieren. dies geht eindeutig zu weit!

lutz Minkner / Vor 28 Tage

Die Überschrift "geteiltes Echo auf erweiterte Maskenpflicht" ist irreführend: Wir haben unzählige Mails und Anrufe von Kunden bekommen, die ihre fest gebuchte Mallorca-Reise jetzt wieder storniert haben, weil sie dieses absurde Theater der Balearen-Regierung nicht mitzuspielen bereit sind. Und so hören wir es auch von Unternehmern und Arbeitnehmern in gleicher Weise. Dieser konzeptlose Eiertanz der Regierung ist schlechthin unerträglich!

Barbarella / Vor 28 Tage

Faces shields nicht mehr erlaubt? Was ist mit Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können? Brauchen die ein Attest, am besten gleich auf Spanisch? Eigentlich hat sich Reisen auf die Balearen damit bis auf Weiteres erledigt. Grundsätzlich ist es zwar richtig, dass für Urlauber die gleichen Regeln gelten wie für Einheimische. Aber kein Gast möchte im Urlaub noch strikter reglementiert werden als zuhause. Ich befürchte, diejenigen, die durch diese Maßnahme Auftrieb für Handel und Tourismus erwarten, werden sich irren.

Hendrik / Vor 28 Tage

Ich halte die Maskenpflicht für maximal überzogen. Typisch sozialistisch staatsgläubig. Das wird den letzten Rest an Tourismus zumindest in diesem Jahr killen. Well done.

Werber / Vor 28 Tage

Für mich ist die neue Maskenregelung absolut idiotisch und vollkommen kontraproduktiv. Soll ich vielleicht beim Rad fahren oder beim Joggen an der Promenade eine Maske tragen? Bummeln mit Maske? Auf der Terrasse eines Restaurants mit Maske sitzen? Never ever! Dem Urlaub soll doch etwas Unbeschwertes anhaften. Haben die Schwachköpfe, die diese Regeleung hervorgebracht haben, überhaupt schon einmal bei sommerlichen Mallorca Temperaturenüber längere Zeit eine Maske getragen? Sicher nicht! Ich bin seit gut 30 Jahren ein- bis zweimal auf der Insel, aber diese "Maskerade" werde ich sicher nicht mitmachen. Mir tun nur all diejenigen leid, die vom Tourismus abhängen und durch diese unsinnige Maßnahme ihren Broterwerb vielleicht auch verlieren werden.