Polizei auf Mallorca ermittelt gegen falschen Influencer

| | Santa Ponça, Mallorca |
Ein Beamter der Nationalpolizei bei der Arbeit.

Ein Beamter der Nationalpolizei bei der Arbeit.

Foto: UH/Symbolbild

Die Einheit für Internetsicherheit der Nationalpolizei auf Mallorca hat Ermittlungen gegen einen Influencer wegen Betrugs aufgenommen. Das berichtet die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Mittwoch. Er zockte Gastronomen mit falschen Werbeversprechen ab.

Der Verdächtige hatte mit dem Wirt einer Pizzeria in Santa Ponça Kontakt aufgenommen. Er bot dem Mann an, dessen Lokal auf seinem Profil im sozialen Netzwerk Instagram zu bewerben. Als Gegenleistung wollten er und seine Freundin gratis dort essen und 120 Euro in bar bekommen. Als sich der Wirt, ein Informatiker, jedoch den Internetauftritt anschaute, stellte er fest, dass der Großteil der 127.000 Follower des Influencers gekauft waren.

Der Wirt brachte dies zur Anzeige. Die Polizei geht davon aus, dass allein in Spanien 30 Restaurants und Hotels auf den Fake-Influencer hereingefallen sind, davon eine Bar auf Menorca. Die Einnahmen hat er zudem gegenüber des Finanzamts nicht angegeben. "Ich möchte, dass kein Gastronom mehr davon betroffen ist. Wer haben es derzeit schwer genug", sagt der Wirt aus Santa Ponça.

Zum Hintergrund: Instagram hat sich zu einer wichtigen Werbeplattform für verschiedene Unternehmen entwickelt. So genannte Influencer verfügen über eine hohe Anzahl an Followern, die ihrem Profil dort folgen. Für Firmen ist es dort allerdings nur attraktiv für Werbung zu bezahlen, wenn die Follower auch echte Menschen sind, die ihre Produkte dann kaufen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen, und keine gefälschten Profile. (cls)

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