Das sind die aktuellen Coronazahlen für Mallorca

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Die Coronakurve für Mallorca vom 29. Oktober 2020.

Die Coronakurve für Mallorca vom 29. Oktober 2020.

Foto: CAIB

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Donnerstag, 29. Oktober, für die vergangenen 24 Stunden 214 Neuansteckungen mit Corona nach Madrid gemeldet (Vortag: 245).

Die Gesamtzahl der Coronatoten auf den Balearen beträgt seit Ausbruch der Pandemie 366, genau so viele wie am Vortag. Ebenfalls seit Beginn der Coronakrise haben sich auf den Balearen insgesamt 18.178 Menschen infiziert.

Als genesen gelten am Donnerstag 103 zusätzliche Personen, 13 waren im Krankenhaus behandelt worden.

Die Zahl der erfolgten PCR-Tests betrug am Donnerstag 2588 (Vortag: 3132). Seit Beginn der Coronakrise wurden auf den Balearen insgesamt 340.141 PCR-Tests gezählt.

Die Zahl der Patienten, die mit einer Coronainfektion im Krankenhaus behandelt werden, lag am Donnerstag auf Mallorca bei 113 (Vortag: 110). Auf den Intensivstationen befinden sich derzeit 40 Patienten. 2196 Personen werden in häuslicher Quarantäne versorgt.

Die Inseln verfügen über etwa 1000 Betten für Coronakranke und 200 Intensivbetten. (Im März waren es rund 180 Intensivbetten gewesen. Die Höchstzahl der Krankenhauseinlieferungen hatte auf dem Höhepunkt der Coronakrise am 4. April 592 betragen). Viele Personen, die momentan in Krankenhäusern liegen, befinden sich dort, weil sie zu Hause nicht isoliert werden können.

Die sogenannte Positivitätsrate, das heißt der Prozentsatz der positiven Tests im Vergleich zu allen PCR-Tests, die in einem bestimmten Zeitraum vorgenommen wurden, betrug am Dienstag nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums 8,28 Prozent (Vortag: 7,83). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in einem im Mai veröffentlichten Dokument, dass dieser Prozentsatz unter 5 Prozent bleiben sollte, "vorausgesetzt, dass die Überwachung umfassend" ist, das heißt, dass eine korrekte diagnostische Strategie verfolgt wird.

Die spanische Zentralregierung gab die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner für die Inseln am Donnerstag mit 109,79 an (Vortag: 106,31). Spanienweit lag dieser Wert bei 230,35. Diese Angaben waren Anfang September allgemein in die Kritik geraten, da wegen Verzögerungen und Übertragungsproblemen zu wenig Fälle in die Statistik in Madrid flossen. Zutreffender ist nach Angaben der Balearen-Regierung die 14-Tage-Inzidenz, die am Donnerstag bei 195,83 lag (Vortag: 191,22). Spanienweit betrug dieser Wert 468,17.

Wie die "Deutsche Ärztezeitung" Anfang Oktober schreibt, empfiehlt die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC bei einem 14-Tage Wert von 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die Einleitung von Maßnahmen. Bei 250 Fällen seien sogar drastische Schritte zu ergreifen. Das spanische Gesundheitsministerium hatte Anfang Oktober beschlossen, dass in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern strenge Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn die 14-Tage-Inzidenz über 500 Fälle steigt.

Mittlerweile gibt es für die Balearen eine sogenannte Corona-Ampel. Sie wurde von dem Wirtschaftskreis "Círculo de Economía de Mallorca" ins Leben gerufen, um das Infektionsgeschehen international transparent zu machen. Die Corona-Ampel wird täglich aus den Daten des balearischen und des spanischen Gesundheitsministeriums berechnet. Sie zeigt in den Farben Rot, Gelb und Grün die Infektionslage auf den Balearen an. Die Infektionsrate ist ein Trendindikator, der die Anzahl der Personen schätzt, die jeweils von einer infizierten Person angesteckt werden. Ist die Infektionsrate größer als 1, breitet sich das Virus in der Region aus. Der Wert dieses Indikators kann von Tag zu Tag stark variieren und reagiert auch empfindlich auf wochenendbedingte Schwankungen. Nach Angaben des Wirtschaftskreises betrug die Infektionsrate am Donnerstag 1,33 (Vortag: 1,33).

Und hier gelangen Sie zur Corona-Ampel

In den Seniorenheimen auf den Balearen sieht die Lage wie folgt aus: Insgesamt zählten am Donnerstag 44 Bewohner der Residenzen zu den "aktiven" Coronafällen (Vortag: 44), 41 von ihnen müssen im Krankenhaus behandelt werden (Vortag: 44). Seit Beginn der Pandemie starben auf den Balearen 178 Senioren, die in Altersheimen untergebracht waren, mit einer Coronainfektion.

Unter dem Gesundheitspersonal auf den Inseln gibt es derzeit 69 aktive Fälle (Vortag: 64), 203 Mitarbeiter im Gesundheitssektor (Vortag: 195) stehen unter Beobachtung, da sie engen Kontakt zu Infizierten gehabt haben.

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Stefan B / Vor 1 Monat

@Majorcus wenn das jemand genau wüsste wären wir der Lösung sehr viel näher.

Stefan B / Vor 1 Monat

@Roland Warum versuchen sie mit sehr vielen begründeten Vermutungen ihre Meinung zu Verteidigen,anstatt den Fakt der kürzeren Dauer zu akzeptieren und damit ihre Schlussfolgerung zu wiederrufen. Alle ihre Anmerkungen zu Corona treffen auf die Grippe ebenfalls zu.

Kurze Anmerkung die Ihre Schlussfolgerung stark in Zweifel zieht. Stand Heute (1.11.2020 0 Uhr) sind es 10481 Todesfälle was bei 83 Mio Einwohnern eine Quote von 12,6 bedeutet. Man muss also kein Experte sein um zu sehen das die Quote von 12,8 in den verbleibenden 5 Monaten leider überschritten wird. Quellen https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/

https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/

Roland / Vor 1 Monat

@Stefan B

da wir davon ausgehen können, dass sich alle Menschen irgendwann einmal mit Corona Viren infiziert haben und die Immunität dadurch bei über 80 % der Bevölkerung bereits im zellulären Immungedächtnis als Kreuzimmunität gegen viele Corona-Varianten gespeichert ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung auch in diesem Jahr irgendwann einmal Kontakt mit Corona Viren hatte. Die meisten haben diese natürliche Auffrischung der Immunität nicht bemerkt, einige haben ganz leichte Symptome verspürt und nur sehr wenige bekamen eine Grippe durch Corona Viren. Das bedeutet übrigens, dass eine Massenimpfung gegen Coronaviren nicht notwendig ist. Ob die Tests positiv sind, hängt davon ab, dass irgendwo die vom Test gesuchten Moleküle abgetupft wurden. Wenn wir angehustet werden, hängt es auch von der Menge der Erreger ab, ob wir Symptome entwickeln. Wenn unsere Zellen Viren aufnehmen und selbst vermehren, sind wir infiziert und können andere anstecken. Dann werden leichter und mehr Virusteilchen gefunden, als wenn Wochen nach einer unbemerkten Infektion noch vereinzelte Virusreste irgendwo herumliegen, die dann vom Tupfer erwischt werden. Zusammengefasst: Wenn sie keine Symptome haben, können Sie Pech haben, dass vom Wattetupfer irgendwo trotzdem Virusteilchen gefunden werden. Die Wahrscheinlichkeit ist kurz vor der Infektion und einige Wochen danach höher. Die PCR Tests sind qualitativ sehr unterschiedlich und können auch jederzeit positiv ausfallen, ohne dass vermehrungsfähige Viren überhaupt vorhanden sind. Das sind die etwa 1 % falsch positiven Tests. Aber auch ein sehr genauer PCR Test sagt noch nichts über eine Infektion oder über Infektiosität aus.

Majorcus / Vor 1 Monat

Wikipedia über Wolfgang Wodarg: “Auf Anfrage des Reportageformats STRG F (NDR) distanzierten sich das Robert Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation von Wodargs Aussagen. Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück. Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“. Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast „Kekulés Corona-Kompass“ Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. (…) Bei seinen Vergleichen mit anderen Coronaviren und mit den Todeszahlen saisonaler Grippeepidemien übersehe Wodarg jedoch die besondere Virulenz des neuartigen, 2019/2020 aufgetretenen Erregers: Die Infektion mit SARS-CoV-2 berge ein weit höheres Sterberisiko als gewöhnliche, durch andere Coronaviren ausgelöste Erkältungen und die Gesamtzahl der Infektionen einer ganzen Saison werde hier oft innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erreicht, was zur Überforderung des Gesundheitssystems führen und dadurch weitere, eigentlich unnötige Opfer hervorrufen könne. Deshalb seien scharfe Abwehrmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Infektion nicht überzogen, sondern richtig.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Wodarg @Stefan B: Und warum hat Deutschland dann mit 12/ 100.000 Einwohnern so wenig Tote?

Stefan B / Vor 1 Monat

@Roland Ein paar Zahlen die eventuell nachdenklich machen.Es sind die Corona Todesfälle pro 100.000 Einwohner anderer Europäischer Länder. Belgien 98 Spanien 76 Italien 63 England 69 Frankreich 54 Schweden 57 Auch diese Zahlen gelten leider nur für etwas über ein halbes Jahr. Und werden leider noch steigen.

Stefan B / Vor 1 Monat

@Roland Sehr gewagte Aussage. Selbst wenn man bei dem Vergleich der beiden Erkrankungen die unterschiedlichen Schutzmechanismen außer Acht lässt. Vergleicht er immer noch die Zahlen der Grippe in einem Zeitraum von 12 Monaten mit Covid in 7 Monaten.

Majorcus / Vor 1 Monat

@Roland: "Dr. Wolfgang Wodarg" - h-Index prüfen, nachdenken ... - Wikipedia lesen. "Auf Anfrage des Reportageformats STRG F (NDR) distanzierten sich das Robert Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation von Wodargs Aussagen. Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück. Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“. Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast „Kekulés Corona-Kompass“ Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. Auf Anfrage des Reportageformats STRG F (NDR) distanzierten sich das Robert Koch-Institut und die Weltgesundheitsorganisation von Wodargs Aussagen.[20] Der Virologe Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, dessen Team den PCR-Test entwickelt hat, wies im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ unter anderem die Kritik am PCR-Test sowie die Unterstellung persönlicher finanzieller Profitinteressen zurück.[21][22][23][24] Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bezeichnete die Aussagen Wodargs als „abwegig und wissenschaftlich nicht haltbar, eine echte Räuberpistole“. Der Virologe Alexander Kekulé beurteilte im MDR-Podcast „Kekulés Corona-Kompass“ Wodargs vorgetragene Argumentation als „ganz, ganz missverständlich“. (...) Bei seinen Vergleichen mit anderen Coronaviren und mit den Todeszahlen saisonaler Grippeepidemien übersehe Wodarg jedoch die besondere Virulenz des neuartigen, 2019/2020 aufgetretenen Erregers: Die Infektion mit SARS-CoV-2 berge ein weit höheres Sterberisiko als gewöhnliche, durch andere Coronaviren ausgelöste Erkältungen und die Gesamtzahl der Infektionen einer ganzen Saison werde hier oft innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erreicht, was zur Überforderung des Gesundheitssystems führen und dadurch weitere, eigentlich unnötige Opfer hervorrufen könne. Deshalb seien scharfe Abwehrmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Infektion nicht überzogen, sondern richtig. (...) Verschiedene Medien prüften Wodargs Behauptungen auf Richtigkeit und kamen zu dem Schluss, seine Aussagen zum neuartigen Coronavirus widersprächen größtenteils den belegbaren Fakten. Manche seiner Aussagen seien weder widerlegbar noch belegbar, erwiesen sich aber bei genauer Betrachtung als irreführend." Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Wodarg

Roland / Vor 1 Monat

Vorher hat man Influenza gesucht, heute nur noch Corona

Die RKI-Tabelle unten aus dem Jahr 2009 zeigt die Zahl der Influenza-Toten pro 100.000 Bundesbürger für die Jahre 1984 bis 2009. Den Mittelwert über den gesamten Zeitraum gibt das RKI hier mit 12,8 Influenza-Toten pro 100.000 Einwohner an, während das Statistische Bundesamt aktuell 10,8 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19 je 100.000 Bundesbürger ausweist. (Stand: 19. Oktober 2020): Nach diesen offiziellen Zahlen ist die Behauptung der Regierung nicht mehr haltbar, COVID-19 sei gefährlicher und tödlicher als eine „normale“ Grippe. Offensichtlich ist sogar das Gegenteil der Fall.

(Dr. Wolfgang Wodarg, 21.10.2020)