Wer engen Kontakt mit einer infizierten Person hatte, muss in Quarantäne. | Ultima Hora

Coronabedingte Quarantäne-Anordnungen werden auf Mallorca und den Nachbarinseln nicht allzu ernst genommen. Zwischen Anfang Juli und dem 10. Dezember hätten deutlich mehr als 1000 Personen die häusliche Absonderung nicht eingehalten, so die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Sonntag. 830 Fälle entfallen auf Mallorca. Grundlage sind Zahlen, die vom Notdienst 112 zusammengetragen wurden.

Dort melden sich in der Regel sogenannte "Aufspürer" oder auch Nachbarn. Wird eine Person vom 112-Dienst nicht lokalisiert, so wird in Quarantäne-Fällen die Polizei aktiviert. Die meisten Quarantäne-Sünder wurden im September registriert.

Wer engen Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte, muss zehn Tage in Absonderung, auch wenn er nicht positiv getestet wird. Für so einen Kontakt gilt folgende Definition: Mindestens 15 Minuten ohne Maske und ohne Sicherheitsabstand von zwei Metern.

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Den Recherchen zufolge gab es auch einige Fälle von zur Quarantäne verpflichteten Personen, deren Festnetz-Telefon nicht funktionierte oder die sich zum Krankenhaus begeben hatten, ohne den Gesundheitsbehörden vorher Bescheid zu geben.