Das sind die aktuellen Coronazahlen auf Mallorca – 16.1.

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Die Coronakurve vom Samstag, 16. Januar.

Die Coronakurve vom Samstag, 16. Januar.

Foto: CAIB
Die Coronakurve vom Samstag, 16. Januar.

Neuinfektionen, Todesfälle und Gesamtzahl der Ansteckungen:

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Samstag, 16. Januar, für die vergangenen 24 Stunden 546 Neuansteckungen mit Corona nach Madrid gemeldet (Vortag: 592). Es waren zwei weitere Todesfälle zu beklagen. Die Gesamtzahl der Coronatoten auf den Balearen ist seit Ausbruch der Pandemie auf 510 gestiegen.

Seit Beginn der Coronakrise haben sich auf den Balearen insgesamt 44.640 Menschen infiziert (Vortag: 43.967).

Bettenauslastung in den Kliniken:

Die Corona-Ampel, erstellt vom balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten, zeigte die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern der Inseln am Samstag mit 62 Prozent an (Vortag: 62 Prozent). Die Ampel stand darum auf Rot.

Die allgemeine Lage im balearischen Gesundheitswesen wurde gleichwohl als "exzellent" bezeichnet, die Corona-Ampel stand auf Grün.

Zum Hintergrund: Die Inseln verfügen über etwa 1000 Betten für Coronakranke und 200 Intensivbetten. (Im März waren es rund 180 Intensivbetten gewesen. Die Höchstzahl der Krankenhauseinlieferungen hatte auf dem Höhepunkt der Coronakrise am 4. April 592 betragen). Viele Personen, die momentan in Krankenhäusern liegen, befinden sich dort, weil sie zu Hause nicht isoliert werden können. Auf den Intensivstationen der Balearen wurden am Samstag 126 Patienten gemeldet (Vortag: 120).

Positivitätsrate:

Die sogenannte Positivitätsrate, das heißt der Prozentsatz der positiven Tests im Vergleich zu allen PCR-Tests, betrug nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums am Samstag 10,67 Prozent (Vortag: 12,89 Prozent). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass dieser Indikator mindestens unter 5 Prozent bleiben sollte.

Auf sieben Tage hochgerechnet lag dieser Wert am Samstag bei 12,7 (Vortag: 12,9). Die Corona-Ampel stand auf Rot.

7-Tage und 14-Tage-Inzidenz:

Die spanische Zentralregierung gab die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner für die Inseln am Freitag mit 339,55 an (Vortag: 342,25). Allerdings waren diese Angaben Anfang September allgemein in die Kritik geraten, da wegen Verzögerungen und Übertragungsproblemen zu wenig Fälle in die Statistik in Madrid einflossen. Am Wochenende werden keine Zahlen ermittelt.

Als zutreffender ist nach Angaben der Balearen-Regierung die 14-Tage-Inzidenz, die am Freitag bei 637,34 lag. (Vortag: 624,21)

Spanienweit betrug die 7-Tage-Inzidenz am Freitag 337,99 (Vortag: 311,50).
Die 14-Tage-Inzidenz wurde mit 575,10 (Vortag: 522,74) angegeben.

Hintergrund: Das deutsche Robert-Koch Institut (RKI) legt für die Ausweisung von Corona-Risikogebieten eine 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Obergrenze fest. Aus diesem Grund sind Mallorca und die Nachbarinseln aus deutscher Sicht als Risikogebiete eingestuft, bei entsprechender Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC wiederum empfiehlt bei einem 14-Tage Wert von 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die Einleitung von Maßnahmen. Bei 250 Fällen seien sogar drastische Schritte zu ergreifen.

Das spanische Gesundheitsministerium hatte Anfang Oktober beschlossen, dass in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern strenge Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn die 14-Tage-Inzidenz über 500 Fälle steigt.

Corona-Infektionsrate:

Nach Berechnungen des Wirtschaftskreises "Círculo de Economía de Mallorca" betrug die Infektionsrate am Samstag 1,19 (Vortag: 1,20). Die Corona-Ampel steht auf Rot.

Die Infektionsrate ist ein Trendindikator, der die Anzahl der Personen schätzt, die jeweils von einer infizierten Person angesteckt werden. Ist die Infektionsrate größer als 1, breitet sich das Virus in der Region aus. Der Wert dieses Indikators kann von Tag zu Tag stark variieren und reagiert auch empfindlich auf wochenendbedingte Schwankungen.

Die Corona-Ampel wird täglich aus den Daten des balearischen und des spanischen Gesundheitsministeriums berechnet. Sie zeigt in den Farben Rot, Gelb und Grün die Infektionslage auf den Balearen an. Hier gelangen Sie zur Corona-Ampel

Weitere Daten zur Coronalage auf Mallorca und den Nachbarinseln:

Als genesen gelten balearenweit am Samstag 362 zusätzliche Personen (Vortag: 456). Davon wurden 37 aus dem Krankenhaus entlassen (Vortag: 38.)

Die Zahl der erfolgten PCR-Tests betrug am Samstag 5117 (Vortag: 4592). Seit Beginn der Coronakrise wurden auf den Balearen insgesamt 872.785 PCR-Tests gezählt.

Die Zahl der Patienten, die auf Mallorca mit einer Coronainfektion im Krankenhaus behandelt werden, lag Samstag bei 313 (Vortag: 352). Auf den Intensivstationen befinden sich derzeit 108 Patienten (Vortag: 102). Insgesamt 7592 Personen werden in häuslicher Quarantäne versorgt (Vortag: 7664).

In den Seniorenheimen auf den Balearen sieht die Lage wie folgt aus: Insgesamt zählten am Samstag 102 Bewohner der Residenzen zu den "aktiven" Coronafällen (Vortag: 109), von ihnen müssen 89 im Krankenhaus behandelt werden (Vortag: 82). Seit Beginn der Pandemie starben auf den Balearen 231 Senioren, die in Altersheimen untergebracht waren, mit einer Coronainfektion.

Unter dem Gesundheitspersonal auf den Inseln gibt es derzeit 260 aktive Fälle (Vortag: 244), 535 Mitarbeiter im Gesundheitssektor (Vortag: 510) stehen unter Beobachtung, da sie engen Kontakt zu Infizierten gehabt haben.

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Roland / Vor 1 Monat

Virologe Hendrik Streeck: „Wir tappen im Dunkeln“ Der Virologe Hendrik Streeck hält weder den Inzidenzwert noch die tägliche Zahl der Neuinfektionen für sinnvolle Richtwerte bei der aktuellen Corona-Strategie. Im Interview erklärt er außerdem, warum die zweite Impfdosis nicht herausgezögert werden sollte und warum es angesichts der Mutation aus Großbritannien keinen Grund gebe, in Panik zu geraten. https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-in-nrw-virologe-streeck-ueber-impfung-und-mutation_aid-55658505

Majorcus / Vor 1 Monat

Die Inzidenz ist doppelt so hoch wie in Deutschland. Von 200 Intensivbetten sind 126 mit CoVid-Patienten belegt - das sind 63 %, die für den eigentlichen Krankenhausbetrieb wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall fehlen. TRIAGE kommt immer näher!