Immer mehr Menschen auf Mallorca auf Lebensmittelspenden angewiesen

| Mallorca |
Die Schlange an Lebensmittelausgabestellen in Palma werden immer länger.

Die Schlange an Lebensmittelausgabestellen in Palma werden immer länger.

Auf Mallorca leben immer mehr Menschen am Existenzminimum und sind auf Lebensmittelspenden angewiesen. An den Tafeln und Essensausgaben in Palma und anderen Gemeinden werden die Schlangen immer länger. Vor allem die Hotel- und Gastronomiebranche hat die Corona-Krise hart getroffen. Viele Arbeitnehmer befinden sich in dem Kurzarbeiterprogramm ERTE und müssen monatelange Zahlungsverzögerungen in Kauf nehmen.

Die spanische Zentralregierung lehnte unterdessen Tausende Anträge auf das neugeschaffene soziale Grundeinkommen, dem sogenannten "Ingreso mínimo vital", für Bürger der Insel ab. Als Grund dafür wurde angegeben, dass die Antragsteller im Jahr 2019 noch über ein Einkommen verfügten und erst seit Beginn der Pandemie keinen regelmäßigen Zahlungseingang mehr haben.

Nach Angaben der balearischen Sozialministerin Fina Santiago verzögert sich aufgrund der vielen Anträge auch deren Bearbeitung. Die Balearen-Regierung kündigte nun an, so schnell wie möglich finanzielle Hilfen für Bürger bereitzustellen.

Hier finden Spender eine Auswahl an Hilfsorganisationen:

Asociación Tardor: Lebensmittelspenden in die Carrer de la Reina Constanza 10, Palma. Spendenkonto: Caixa Bank, ES07 0133 0149 6441 0000 2865. BIC: CAIXESBBXXX. Es gibt die Möglichkeit, über Ttaming.net 1 Euro pro Monat zu spenden.

Mallorca Sense Fam: Lebensmittel können am Dienstagnachmittag oder Mittwochmorgen in der Carrer Vinyet 9, Bajos in Palma abgegeben werden. Spendenkonto: Bankia: IBAN ES80 2038 9981 9760 0127 6596.

Hope Mallorca: Lebensmittelspenden montags, mittwochs und freitags von 9 bis 9.30 Uhr in der Carrer Bernat i Vidal Tomas 72 in Santanyí. Andere Termine über info@hope-mallorca.org. Spendenkonto: Hope Mallorca e.V., Banco Cajamar Santanyí, IBAN ES96 3058 4516 4327 2000 8258, BIC: CCRIES2AXXX, CIF: ES G01977115.

Lions Club Palma: Spendenkonto: Caixa, ES62 2100 4379 6302 0005 0026. BIC: CAIXESBBXXX.

Rotary Club de Calvià Charity: Spendenkonto: Banca March, IBAN ES06 0061 0178 5200 1993 0114.

Fundación Rafa Nadal: Der Tennisstar unterstützt die Lebensmittelbank. Spendenkonto: IBAN ES11 0081 7065 4400 0146 7748, BIC: BSABESBB.

European Accounting: Das Steuerberaterbüro unterstützt die „Associació Tardor" und die „Fundació Monti-Sion Solidària”. Spendenkonto: La Caixa, IBAN: ES04 2100 3793 6122 0038 9151, SWIFT: CAIXESBBXXX.

Kölsche Kraat hilft e.V: Der Verein von „Unter uns”-Star Ramon Ademes sammelt Lebensmittel und Babybedarf und transportiert sie nach Mallorca. Spendenkonto: Volksbank Bonn Rhein-Sieg, IBAN: DE52380601867011837012, BIC/SWIFT CODE: GENODED1BRS, BLZ: 380 601 86.

Barber Angels: Lebensmittelspenden montags 17 bis 20 Uhr, donnerstags 11 bis 13 Uhr, Passeig Maritim 40 A (Ice Rolls), Cala Bona oder bei Cut for Cut (deutscher Friseur), Av. Bon Temps 30 in Cala Millor. Spenden: PayPal-Konto: info@barberangels.es.

Santa Ponsa Food Bank: Lebensmittelspenden in der Calle de Hug de Mataplana 22 A, Spendenkonto: Santa Ponsa Community Church, IBAN : ES41 0049 5903 6927 9501 9755, BIC/SWIFT: BSCHESMM.

(cg)

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Kommentar

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Markus Eder / Vor 8 Monaten

Auch wenn hier von interessierten Kreisen wieder implizit das Kampflied gegen die angeblich so hartherzigen und knausrigen Deutschen angestimmt wird, erheben sich eben doch moralpädagogische Fragestellungen. Schon von Beginn der Coronakrise an ist es den spanischen Regierenden nie in den Sinn gekommen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise eigene!!! zusätzliche Finanzquellen zu mobilisieren. Angeboten hätten sich diesbezügliche etwa eine besserte Steuereintreibung bei den eigenen Reichen oder eine bei diesen zahlreichen Reichen erhobene Vermögensabgabe. Stattdessen hat man sich von Anfang an zurückgelehnt und in frech dreister Weise erwartet durch irgendwann großzügig fließende europäische Hilfsgelder, nicht zuletzt aus Deutschland, saniert zu werden. Nun fehlt es angesichts dieser unverantwortlichen Passivität an Geld, und man versucht deshalb den eigenen Armen das erst vor Kurzem großspurig eingeführte Grundeinkommen mit billigsten Ablehnungsgründen à la „Ihr seid ja erst durch Corona bedürftig geworden“ zu verweigern. Das ist schon ein starkes Stück. Da fragt man sich auch aus grundsätzlichen moralischen Erwägungen heraus, ob man als Deutscher wirklich den Lückenbüßer für die dreisten Versäumnisse der spanischen Regierung spielen soll. Und niemand täusche sich: Spanier sind nach meinen Erfahrungen keineswegs so veranlagt, dass Sie für andere Nationen gerne spenden wenn die in Not sind. Wir hätten folglich von Spanien unter umgekehrten Vorzeichen wenig zu erwarten, wenn Deutschland in besonderer Not wäre. Und dann das ewige unselige Argument, die Deutschen würden auf den Balearen zu wenig Geld lassen und hätten deshalb Mitschuld an der Misere der angeblich so unterbezahlten Balearenbewohner. Wer so argumentiert, sollte klar sehen, dass auch Spanier in der Welt am liebsten besonders günstig verreisen und keineswegs nach finanzieller Beglückung ihrer Urlaubsdestination streben.

Majorcus / Vor 8 Monaten

@Gloria: Wer hat die Regierung hier gewählt? Außerirdische? Sehr edel, sich mit Spenden Sonderrechte erkaufen zu wollen ... Offensichtlich zahlen Sie auf Majorca viel zu wenig Steuern - denn anderenfals gäbe es eine angemessene Grundsicherung. @Steven & Mr Mallorca: Wenn Sie keine Ahnung haben, wäre es besser zu schweigen - wir praktzieren Ähnliches seit ca. 1955: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Giving_Pledge @Fcb!: Sie wünschen sich bettelnde Menschen - ich plädiere dafür, den Menschen Arbeit & Würde zurück zu geben! Die meisten UHNW sind Erben, haben also nie dafür gearbeitet ... P.S.: Woher wollen Sie wissen, ob ich nicht gerade in Russland oder China bin ;-) dank Satellit egal :-) @Heinrich: Vermutlich fehlt es an Lateinkenntnissen ebenso wie an Spenden nach dem Prinzip des effektiven Altruismus.

Konrad Kemper / Vor 8 Monaten

Das Leid auf der Insel ist gross, keine Frage. Aber es ist die ganze Welt betroffen, alle Urlaubsdestinationen, die vom Tourismus leben. Mallorca hat 9 Milliardäre und ? Millionäre? Wer leistet hier grosse Anteilnahme und Solidarität, wir Deutschen. Wobei ich nicht mehr spende, sondern Leuten helfe wo ich schon weiss, das die Hilfe notwendig haben, auch schon vor Corona. Denn das Leid und die Not gab es schon vorher, unverschuldet in die Armut zu rutschen geht manchmal schnell. Durch Krankheit oder sonstige Umstände. Und Behörden und Ämter die fällige Renten oder andere Gelder bewusst Monate nicht bezahlen, sind genauso schuldig an Menschen Leid. Das Problem ist, das niemand für solches Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen wird, Menschen können andere Menschen Leben einfach zerstören, weil sie es können und dürfen. Viele Menschen kommen völlig unschuldig unter die Räder ,aber nicht nur auf Mallorca!

Heinrich / Vor 8 Monaten

Bei den vielen Kommentaren, die am Inhalt dieses Berichts ganz einfach vorbei gehen, ist mir eines aufgefallen. Hat irgend jemand eigentlich schon mal etwas von SOLIDARITÄT gehört? "Solidarität" kommt aus dem Lateinisch-Französischen und heißt genau das: "Zusammengehörigkeit". Es können auch mehrere Personen oder auch Gruppen sein, die sich gegenseitig helfen und unterstützen. Das hat also erst einmal überhaupt nichts mit Sozialismus oder Kommunismus zu tun. Ich verkneife mir auch die Frage, wer eigentlich schon mal einen eigenen Beitrag - egal ob in Deutschland oder Spanien - zur Linderung der Not beigetragen hat. Man sollte, man könnte, man hätte, wenn und aber.........einfach mal tun, das wäre doch was, oder?

Mr Mallorca / Vor 8 Monaten

Majorcus sollte sein Privatvermögen (sofern vorhanden) für die Menschen hier spenden anstatt völlig sinnfreie Kommentare zu hinterlassen!

Fcb! / Vor 8 Monaten

@Majorcus Ich dachte bis dato das der Schwachsinn den sie verzapfen sich nicht steigern lässt. Mit ihrem Artikel haben sie doch noch einen daraufgelegt..... Wandern sie doch in Länder aus die Kommunismus noch leben; ein Paradies für sie und auch für uns wenn sie uns nicht mehr belästigen. Vermögen fällt den meisten nicht in den Schoß; es ist das Ergebnis harter Arbeit. Darüber und auch weil sie das offensichtlich nicht kennen sollten sie sich kein Urteil erlauben. Getreu dem Motto: Wenn man(n) von nichts eine Ahnung hat einfach mal K.... halten.

Steven / Vor 8 Monaten

Anstatt zu helfen, machen sich Herr @Stefan Meier und @Majorucs in ihrer Dummdeutschen Art, über anderer Leid lustig. Bleibt bitte im gelobten Land, last uns hier mit KlugDummheiten in Ruhe. Wir spenden jede Woche etwas, mal für das Tierheim mal für Caritas. Helfen anstatt beschimpfen.

andi / Vor 8 Monaten

Da der Bischof geimpft wurde kann er mit seiner Kirche hier kräftig helfen. Amen.

Gloria / Vor 8 Monaten

traurig zu sehen wie die Menschen hier unter der von ihnen nicht gewählten Regierung. leiden, man sollte offizielle spenden Konten einrichten und diese Tafeln unterstützen, es müssen aber auch stimmen gegen die Politik des Landes laut werden und gehört werden, die Ausländer sollen die Tafel unterstützen viele tun das , aber man grenzt sie aus und wir dürfen immer noch nicht. ohne Hürden zu unseren Immobilien, für die wir in diesem Land Steuern bezahlen um diese beschränkten Politiker zu finanzieren, das ist ein Skandal

Sven Sch. / Vor 8 Monaten

@Freiheit...Was nützen Rechte wenn ich nichts zu essen habe...bei so einem Kommentar platzt einem echt der Kragen.