Wer vor dem Rückflug positiv testet, darf auf Mallorca ins Covid-Hotel

| Mallorca |
Eines der Zimmer des Kongresspalasthotels Palma Bay, das für Corona-Patienten bereitsteht, die ihre Quaratäne nicht in den eigenen vier Wänden hinter sich bringen können.

Eines der Zimmer des Kongresspalasthotels Palma Bay, das für Corona-Patienten bereitsteht, die ihre Quaratäne nicht in den eigenen vier Wänden hinter sich bringen können.

Foto: Teresa Ayuga

Mit der Einführung der Testpflicht für Rückreisde nach Deutschland, die zuvor ihren Urlaub auf Mallorca verbracht haben, stellt sich von diesen Dienstag an die Frage, was mit jenen Urlaubern geschieht, falls deren Corona-Test unerwartet positiv ausfällt. Der Rückflug nach Deutschland ist ihnen dann, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webpage schreibt, vorerst verwehrt.

Gleichwohl haben diese Personen, die auf der Insel bleiben müssen, zwei Möglichkeiten, sagte eine Sprecherin des balearischen Gesundheitsministeriums am Sonntag auf Anfrage. "Wer keine alternative Unterkunftsmöglichkeit für sich selbst sieht, der wird in einem Hotel mit medizinischer Dienstleistung untergebracht". Diese im Volksmund auch Covid-Hotels genannten Unterkünfte nehmen schon seit vergangenem Jahr Menschen auf, die isoliert werden müssen, obgleich sie kaum oder gar keine Krankenheitssymptome aufweisen.

Einer dieser Unterkünfte ist das Tagungshotel des Kongresspalastes von Palma. Dort kamen auch Menschen unter, die aufgrund beengter Wohnverhältnisse in den eigenen vier Wänden sich nicht ausreichend vor ihren Familienangehörigen separieren konnten. Ein weiteres Hotel dieser Art befindet sich an der Playa de Palma.

Kann also ein positiv getesteter Bundesbürger die notwendige Quarantänezeit von zehn Tagen nicht in seinem bisherigen Urlaubshotel oder in seiner Ferienimmobilie hinter sich bringen, bietet sich für ihn der Einzug in eines der beiden Covid-Hotels an. Die Kosten hierfür werden über die europäische Gesundheitskarte abgerechnet, sagte die Sprecherin. "Hierbei wird nicht nach Krankheiten unterschieden." Es sei das gleiche Verfahren wie bei jeder anderen Pathologie oder bei einer unfallbedingten Verletzung, die eine Rückreise vorerst verhindere.

Die Kosten, die bei der Betreuung des Patienten für das spanische Gesundheitswesen anfielen, werden am Ende des Jahres unter den EU-Staaten, deren jeweilige Bürger im Ausland erkrankt waren, gegengerechnet und ausgeglichen.

Begibt sich der Betroffene jedoch in eine alternative Unterkunft, etwa ein reguläres Hotel oder in eine private Ferienwohnung, muss er die Kosten dafür aus eigener Tasche begleichen.

EPIDEMIAS - La comunidad educativa de Sant Vicenç de Paül del Arenal pide el cierre del hotel COVID.
In S'Arenal an der Playa de Palma, allerdings nicht mehr im Gemeindebereich von Palma sondern von Llucmajor, befindet sich das zweite Hotel auf Mallorca mit medizinischer Dienstleistung zur Unterbringung von Covid-Verdachtsfällen. Foto: J. Socies

Kommentar

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Sieglinde / Vor 6 Monaten

@ M. Das "vermeidbare Risiko" ist wohl eher, dem stärker belasteten Deutschland zu entfliehen. Keine Ahnung, wo Sie das Risiko in Mallorca sehen.

fisch 66 / Vor 6 Monaten

@Stefan Meier ich glaube sie arbeiten nicht ! Wie kann man zu jedem Artikel so viel Müll schreiben ? Träumen sie weiter !

M / Vor 6 Monaten

@Sieglinde: Wer hat sich denn freiwillig einem vermeidbaren Risiko ausgesetzt? Ich wünsche unangenehmen Aufenthalt!

Hajo Hajo / Vor 6 Monaten

Wer sich vorher bei der Buchung durch eine angebotene neue Zusatzversicherung gegen die Coronarisiken abgesichert hat, braucht sich keine weiteren Sorgen machen.

Aus einer anderen Misere kommt er allerdings nicht mehr raus. Nämlich, was der Arbeitgeber dann tun wird? Das könnte ziemlich erschreckend werden.

TheGreatAwaking / Vor 6 Monaten

In diesen Zeiten würde ich persönlich nicht in Urlaub fahren, da alles viel zu ungewiss ist. Was heute ist kann morgen ganz anders aussehen. Aber wenn Menschen bereit dazu sind es zu wagen, dann ist es die Entscheidung von freien Menschen. Aber wenn dann Menschen davon schreiben dass im Falle eines positiven Tests die Leute dann alles selber bezahlen sollten, dann kann dass nur von Menschen kommen die auf keinen Fall zu den 17 Millionen Nettozahlern gehören und selber von der Staats-Kohle leben. Sei es nun als Hartzer oder als Staatsbediensteter. Gerne würde ich solche Dinge dann selber zahlen wenn diesen Menschen im Gegenzug auch das Geld gestrichen wird. Außerdem sehe ich mir in YouTube immer die Live-Berichte der Menschen an, die auf Mallorca auch den Ärmsten der Armen helfen und wenn man eine Sache nicht sieht, dann sind es vollbesetzte Terrassen und Restaurants. Anstatt so einen Müll zu glauben sollten sich hier viele einmal in die Menschen hinein versetzen, die ihren Kindern nichts mehr zu essen geben können. Kinder sterben nicht am Virus, sondern an dieser zerstörerischen Ignoranz und der Dummheit der machtbesessenen Politiker. Nur weil ich das Gesicht meines Opfers nicht kenne, bedeutet es nicht, dass ich nicht dessen Blut an den Händen haben. Das erinnert einen mittlerweile extrem stark an Drohnen-Angriffe bei denen man dem Feind nicht mehr ins Gesicht gucken muss. Also einfach mal weniger auf Menschen los gehen und das nur weil sie nach Malle fliegen und einfach mal Hertz zeigen und den kleinen privaten Helfern etwas senden. Lieber Leben retten als Leben durch Worte zu zerstören.

Flore / Vor 6 Monaten

Na, @ Gloria, das ist sicher ein toller Urlaub, 10 bis 14 Tage eingesperrt in einem Hotelzimmer zu sein... Zwar besser als ein Gefängnis mit Stacheldraht, aber danach kann man die vorherige Urlaubserholung vergessen.

Uschi / Vor 6 Monaten

Meine Güte , was für einen Aufwand gemacht werden kann. Es wird höchste Zeit, dass alle recht bald durchgeimpft werden !

McFly / Vor 6 Monaten

Die Kosten sollten von den Reisenden selbst getragen werden☝️.

Wenn die Reisen nicht notwendig sind, fällt das halt nun mal unter persönliches Risiko.

Sieglinde / Vor 6 Monaten

Diejenigen, die für diese gute Lösung kein Verständnis zeigen, sind wohl neidisch, dass sie selbst es nicht drauf haben, Selbständigkeit zu zeigen und auch in der jetzigen Situation aus dem Leben das Beste zu machen. Nur eingesperrt zu sein hat doch in Deutschland auch nichts gebracht, aber manchen scheint das so zu gefallen.

Sieglinde / Vor 6 Monaten

@ Stefan Meier, wäre es auch ein Kündigungsgrund, wenn man in Deutschland positiv getestet wird? Wo liegt Ihrer Meinung nach das Negative eines Aufenthalts auf Mallorca gegenüber Deutschland, wo es derzeit viel schlimmer ist?