Nach Angriff auf Mega-Park-Türsteher: Zwei Jahre Haft auf Bewährung für jeden Täter

| Mallorca |
Nationalpolizisten am MegaPark an der Playa de Palma.

Nationalpolizisten am MegaPark an der Playa de Palma.

Die zwei deutschen Jugendlichen, die einen 44-Jährigen senegalesischen Türsteher vor dem Mega-Park an der Playa de Palma im Juni 2019 niedergeschlagen und rassistisch beleidigt haben, sind zu je zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.

Ebenso müssen sie ein Schmerzensgeld in Höhe von 150.000 Euro an das Opfer zahlen. Die Bewährungszeit wurde auf fünf Jahre festgelegt. So lange dürfen die beiden verurteilten Männer auch nicht mehr die Balearen betreten. Die Angeklagten wurden per Videokonferenz zugeschaltet und waren nicht persönlich vor Ort. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor je 13 Jahre Haft gefordert.

Die 22-jährigen Deutschen aus Leipzig waren 2019 mit einer Gruppe gewaltbereiter Hooligans nach Mallorca gereist. Polizisten hatten unmittelbar nach dem Angriff nationalsozialistisches Material auf den Handys der Angeklagten sichergestellt. (cg)

(Aktualisiert: 13.00 Uhr)

Kommentar

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Hajo Hajo / Vor 4 Monaten

Es ist klar warum so entschieden wurde. Ist in DE das gleiche Schema. Auch wenn dort das GG die Gleichbehandlung vorschreibt, gilt diese eben nicht für alle die vor Gericht kommen.

Roland / Vor 4 Monaten

Schmerzensgeld in Höhe von 150.000 Euro für einen körperlichen Angriff ist schon eine stolze Summe. In Deutschland gibt es diese Summe nicht einmal für einen Todesfall.

wala / Vor 4 Monaten

Die Typen werden keinen Cent auf der Tasche haben. Selbst wenn die unterirdischen Richter einen Haft verhängt haben sollten, werden sie ja nie an die Spanischen Behörden ausgeliefert. Wenn man liest, das bei Nichteinhaltung von Corona Maßnahmen, bis zu 600.000 € in Aussicht gestellt werden, fragt man sich wessen "Gesites Kind" die Richter sind.

Mallorcaurlauber / Vor 4 Monaten

Ich möchte die vermeintlich milde Strafe nicht weiter kommentieren,aber ich hoffe, das Megapark, Bierkönig usw. nicht wieder öffnen werden. Solche Läden braucht kein Mensch auf dieser schönen Insel.

Liz / Vor 4 Monaten

Es fällt immer wieder auf, egal in welchem Land, das solche Skandal Urteile gefällt werden. Man hat leider den Verdacht, das Richter beeinflusst werden, wie kann man sich so etwas ansonsten erklären. Jegliche Straftaten die mit Geld zu tun haben, werden schwerer bestraft als wenn es um Leib und Leben geht. Man fragt sich auch woher diese "Schläger" die 150 000Euro her haben um sich so freizukaufen???

andi / Vor 4 Monaten

Lt. Medienberichten handelte es sich um einen senegalesischen Türsteher welcher nach der Tat halbseitig gelähmt ist. Ich glaube nicht, dass die Verurteilten das Schmerzensgeld zahlen können.

M / Vor 4 Monaten

@sladdi: Sie beurteilen die Situation so objektiv, dass Sie zu einem außerordentlich solmonischen Urteil kommen ...

Erna / Vor 4 Monaten

Die Insel braucht solche Typen nicht; weder die einen noch die anderen.

sladdi / Vor 4 Monaten

da die türsteher im megapark selbst ein wildgewordener schlägertrupp sind wundert es einen nicht das der richter dieses urteil fällt..... diesmal haben sie halt selber mal eins abbekommen und nicht ausgeteilt...

M / Vor 4 Monaten

Im Zweifel für die Angeklagten - dennoch erscheint das Urteil sehr , sehr milde ... - warum nur der Richter so urteilte?