Das sind die aktuellen Coronazahlen auf Mallorca – 29.7.

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Das Coronadiagramm vom Donnerstag, 29. Juli.

Das Coronadiagramm vom Donnerstag, 29. Juli.

Foto: CAIB

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Donnerstag, 29. Juli, für die vergangenen 24 Stunden 845 Neuansteckungen mit Corona nach Madrid gemeldet (Vortag: 860) -
619
für Mallorca (Vortag: 603),
39 für Menorca (Vortag: 63),
179 für Ibiza (Vortag: 187) und
8
für Formentera (Vortag: 7).

Es ist kein weiterer Todesfall zu beklagen. Die Gesamtzahl der Corona-Toten auf den Balearen beträgt seit Ausbruch der Pandemie damit weiter 857.

Achtung: Die Balearen-Regierung hat die Bekanntgabe der täglichen Zahlen seit 13. Juli abgeändert. Im Vordergrund stehen jetzt die erfolgten Impfungen, die Darstellung der Daten rückt die Zahl der Ansteckungen in den Hintergrund. Was nicht mehr mitgeteilt wird, sind die Ansteckungen unter Senioren und Krankenhausmitarbeitern.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich auf den Balearen insgesamt 80.748 Menschen infiziert.

Die Corona-Ampel, erstellt vom balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten, zeigte die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern der Inseln am Mittwoch mit 28 Prozent an (Vortag: 26 Prozent). Die Ampel steht deshalb jetzt auf Gelb.

Die allgemeine Lage im balearischen Gesundheitswesen wurde als "exzellent" bezeichnet, die Corona-Ampel stand auf Grün.

In den Krankenhäusern der Balearen befanden sich am Donnerstag 288 Corona-Patienten (Vortag: 298). Davon werden 57 auf den Intensivstationen betreut (Vortag: 53). (Zum Vergleich: Die Höchstzahl der dritten Welle hatte am 4. Februar dieses Jahres 140 Intensivpatienten betragen.) Die Auslastung der Intensivstationen beträgt 20 Prozent (Vortag 18).

Zum Hintergrund: Die Inseln verfügen über etwa 1000 Betten für Corona-Kranke und 200 Intensivbetten. Manche Personen, die momentan in Krankenhäusern liegen, befinden sich dort, weil sie zu Hause nicht isoliert werden können. Im vergangenen Jahr hatte die Höchstzahl aller Krankenhauseinlieferungen auf dem Höhepunkt der Corona-Krise am 4. April 2020 exakt 592 betragen.

Positivitätsrate:

Die sogenannte Positivitätsrate, das heißt der Prozentsatz der positiven Tests im Vergleich zu allen PCR-Tests, betrug nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums 13,46 Prozent (Vortag: 13,20 Prozent). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass dieser Indikator mindestens unter 5 Prozent bleiben sollte.

Auf sieben Tage hochgerechnet lag dieser Wert am Mittwoch bei 13 (Vortag:13). Die Corona-Ampel stand auf Rot.

Impfbilanz:

Seit dem 27. Dezember 2020 werden in Spanien Menschen geimpft. Am Mittwoch waren landesweit 55,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, 66,0 Prozent hatten die erste Dosis erhalten. Die Balearen-Regierung bezifferte die geimpfte Bevölkerung auf den Inseln am Donnerstag auf 61.

Die Corona-Ampel des balearischen Wirtschaftszirkels gab den Anteil der geimpften Bevölkerung auf den Inseln am Mittwoch mit 53,4 Prozent an; die Ampel steht damit seit 23. Juli auf Gelb, statt Rot.

In Deutschland lag die Zahl der vollständig Geimpften am Mittwoch bei 50,9 Prozent,
in Österreich am bei 56,69 Prozent und in
der Schweiz sowie Liechtenstein bei 47,43 Prozent.

7-Tage und 14-Tage-Inzidenz:

Die spanische Zentralregierung gab die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner für die Inseln am Mittwoch mit 384,11 (Vortag: 362,77) an. Die 14-Tage-Inzidenz lag bei 924,17 (Vortag: 886,27).

Spanienweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch 323,17 (Vortag: 332,09). Die 14-Tage-Inzidenz wurde mit 699,84 (Vortag: 701,92) angegeben.

Zum Vergleich: In Deutschland lag die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 16 (Vortag: 15).

Der balearische Wirtschaftszirkel gab die Sieben-Tage-Inzidenz für Mittwoch sogar mit 454 an (Vortag: 446) Fällen auf 100.000 Einwohner an. Die Ampel stand darum auf Rot. Die Angaben des Wirtschaftszirkels beruhen auf den Daten der balearischen Gesundheitsbehörde und sind in der Regel ein wenig höher als die Angaben des spanischen Ministeriums in Madrid.

Hintergrund: Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) legt für die Ausweisung von Corona-Risikogebieten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Obergrenze fest. Dieser Wert wurde auf den Balearen von Februar bis Ende Juni unterschritten. Seit 14. März 2021 galt Mallorca darum aus deutscher Sicht nicht mehr als Risikogebiet. Doch das hat sich seit dem 11. Juli wieder geändert: Die Bundesregierung stufte Mallorca und die Nachbarinseln wegen steigender Inzidenzzahlen erneut als Risikogebiet ein.

Um die eigene Inzidenz nach unten zu bekommen, führte Deutschland im April eine sogenannte Bundesnotbremse ein. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 Fällen auf 100.000 Einwohner trat automatisch eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Auch andere Einschränkungen wie etwa bei privaten Treffen wurden dann wirksam. Inzwischen liegt die Inzidenz bundesweit bei unter 30.

Corona-Infektionsrate:

Nach Berechnungen des Wirtschaftskreises "Círculo de Economía de Mallorca" betrug die Infektionsrate am Mittwoch 1,10 (Vortag: 1,17). Die Corona-Ampel steht auf Rot.

Die Infektionsrate ist ein Trendindikator, der die Anzahl der Personen schätzt, die jeweils von einer infizierten Person angesteckt werden. Ist die Infektionsrate größer als 1, breitet sich das Virus in der Region aus. Der Wert dieses Indikators kann von Tag zu Tag stark variieren und reagiert auch empfindlich auf wochenendbedingte Schwankungen.

Die Corona-Ampel wird täglich aus den Daten des balearischen und des spanischen Gesundheitsministeriums berechnet. Sie zeigt in den Farben Rot, Gelb und Grün die Infektionslage auf den Balearen an. Hier gelangen Sie zur Corona-Ampel

Weitere Daten zur Corona-Lage auf Mallorca und den Nachbarinseln:

Die Zahl der Patienten, die auf Mallorca mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, lag am Donnerstag bei 196 (Vortag: 206). Auf den Intensivstationen befinden sich derzeit 42 Patienten (Vortag: 38). Insgesamt 8600 Personen (Vortag: 8922) werden in häuslicher Quarantäne versorgt.

Kommentar

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Son Vidarius / Vor 1 Monat

Mal abgesehen davon, dass der Inhalt des Beitrags von Hein Dattel inhaltlich richtig ist und nur der Zero-Grippe-Sekte nicht passt, was hat denn dieser komische Majorcus immer mit St. Petersburg? Oder ist das die einzige Stadt, die er orthographisch richtig schreiben kann?

M / Vor 1 Monat

@Hein Dattel: Bei Irem Text hatten Sie offensichtlich fremde Hilfe, die Sie verheimlichen - war es Ihr Führungsoffizier aus St. Petersburg? Besser nicht zu viel Zeit auf facebook oder telegram verschwenden ...

Ihre Behauptungen sind derart falsch, dass Sie keine Quellen angeben können.

Gloria / Vor 1 Monat

die meisten Infizierten sind unter 30 und haben keine oder sehr geringe Syntome, man fragt sic hwenn man keine Syntome oder nur ganz geringe hat warum rennt man dann irgendwo hin lässt sich ein Wattestäbchen fast ins Hirn schieben um dann zu erfahren man wäre Positiv und sei jetzt sehr sehr krank und müsse 14 Tage zuhause bleiben ? hat man for 2-3 Jahren solche einen Aufriss gemacht wenn einem mal 2 Tage die Naselief oder sich 1-2 tage schlapp fühlte , nein man hat gesagt ich hab eine Sommer grippe oder ich hab nen Schnupfen. Irgendwie hat man den Eindruck , nach 3 mal niesen muss man sofort ins Hosptital zum Corona Test rennen. Die Herdenimmunität geht wohl schneller voran als das Impftempo . Man sieht das in England erst gehen die Zahlen rekordartig hoch , bis es nun fast jeder hatte, und jetzt sinken sie rapide und keiner kann es sich erklären.

Hein Dattel / Vor 2 Monaten

Was sagt bloß der Klabauterbach dazu ?

Covid in Schweden. Keiner spricht darüber. Hier steht warum. Schweden verfolgte einen anderen, liberaleren Weg in der Covid-Bekämpfung. Mitte Juli sind die täglichen Covid-Todesfälle in Schweden praktisch auf Null gesunken. Ein echtes Problem für die Panikmacher, die Schweden wegen seines lockeren und weniger ängstlichen Umgangs mit Covid-19 heftig kritisierten. Der Guardian nannte die Vorgehensweise des Landes „eine sich anbahnende Katastrophe“, während CBS News schrieb, Schweden sei „ein Beispiel dafür, wie man mit COVID-19 nicht umgehen sollte“. „Die Strategie der Regierung in Stockholm geht nicht auf“, berichtete noch im Mai der Deutschlandfunk. Doch der schwedische Chefepidemiologe Anders Tegnell blieb ziemlich standhaft bei seinem Weg.

Die ungewöhnliche – und letztendlich mutige – Strategie Schwedens kam ohne Lockdown aus und erfährt aktuell ermutigende Bestätigung. Die „Foundation for Economic Education“ (FEE) berichtet: „Der rollierende 7-Tage-Durchschnitt der Covid-Todesfälle lag in der letzten Woche bei Null.“ (28. Woche). Trotz teilweise massiver Kritik (und auch Häme) hält Schweden seinen Laissez-faire-Ansatz im Umgang mit der Pandemie bis heute bei. Die schwedische Regierung hat die Pandemie wiederholt als „Marathon, nicht als Sprint“ bezeichnet und argumentiert, dass ihre Maßnahmen auf lange Sicht angelegt seien. Während andere Länder ihrer Bevölkerung erneut mit Lockdown- oder anderen Zwangsmaßnahmen drohen, darunter Deutschland, „ist die Zahl der täglichen COVID-Todesfälle in Schweden gleich null“, so der Bericht von FEE.

Geschäfte und Schulen in Schweden blieben und bleiben fast uneingeschränkt geöffnet. Eine Maskenpflicht gibt es nicht, die schwedischen Gesundheitsbehörden empfehlen sie nicht einmal. Die Gesamtsterblichkeitsrate in Schweden lag 2020 niedriger als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Während in Deutschland der Zyklus der Angst erneut angefacht wird, bestätigt sich eine Einschätzung von Johan Carlson, dem Direktor der öffentlichen Gesundheitsbehörde in Schweden: „Einige glaubten, man könne die Übertragung von Krankheiten durch Abschaltung der Gesellschaft verhindern. Wir haben das nicht geglaubt, und wir haben recht behalten.“ Kein Wunder also, dass derzeit kaum jemand über Schweden berichtet. Es könnte die Panikparty stören.

Stefan Meier / Vor 2 Monaten

Die Frage ist, wie sinnvoll es ist jeder Tag darauf herumzureiten. Solange man jeden Tag noch Urlauber reinlässt, wird sich daran auch nichts ändern. Wasch mich aber mach mich nicht nass, funktioniert halt net. Will man den Tourismus haben, muss man mit diesen Inzidenzen leben. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich impfen zu lassen oder mit dem Risiko zu leben. Alle relevanten Bevölkerungsgruppen sind geimpft. Mehr als impfen geht nicht. Wenn impfen nicht hilft, wird es zur Durchseuchung kommen. Bei 1,6% Auslastung der Intensivstation vielleicht besser jetzt als später.

M / Vor 2 Monaten

Es wird von Tag zu Tag besser!