Justiz hielt Yachtanlegeplatz von Deutschem auf Mallorca jahrelang besetzt

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Der Yachthafen Puerto Portals.

Der Yachthafen Puerto Portals.

Foto: Puerto Portals

Ein deutscher Yachteigner konnte seinen Anlegeplatz im Hafen von Puerto Portals im Südwesten von Mallorca fünf Jahre lang nicht benutzen, weil dort ein beschlagnahmtes Schiff der Hells Angels an der Kette lag. Hintergrund war die spektakuläre Zerschlagung dieser kriminellen Bande im Sommer 2013, die im Drogenmarkt auf der Insel mitmischen hatte wollen.

Das Gericht Audiencia Nacional verurteilte laut einem Bericht der Zeitung "Ultima Hora" vom Donnerstag das spanische Justiziministerium, dem Bundesbürger jetzt eine Entschädigung von 70.000 Euro zukommen zu lassen.

Der Deutsche hatte jahrelang versucht, die Justiz dazu zu bewegen, das beschlagnahmte zehn Meter lange Schiff aus seinem Anlegeplatz zu entfernen. Dem wollte man auch nachkommen, doch der Audiencia Nacional war eine Wegschleppaktion durch eine private Firma im Wert von 1052 Euro zu teuer. Nach langem Hin und Her wurde das Hells-Angels-Boot im Jahr 2020 mit einem Kran entfernt.

Kommentar

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Hans Georg Ziegler / Vor 1 Monat

Richtig so, der Mann muss entschädigt werden. Leider bezahlen das nicht die Schuldigen, sondern die Steuerzahler. Frank Hanebuth wurde unschuldig inhaftiert. Wo ist die Anklage? Die spanische Justiz soll gegen die eigenen Kriminellen vorgehen.