Immer mehr Opfer von E-Roller-Unfällen müssen auf Mallorca in die Notaufnahme

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Archivbild eines E-Rollerfahrers auf Mallorca.

Archivbild eines E-Rollerfahrers auf Mallorca.

Foto: Archiv Ultima Hora

Auf Mallorca und den Nachbarinseln ist die Zahl der Opfer von E-Roller-Unfällen, die im Krankenhaus notfallmäßig behandelt werden müssen, deutlich gestiegen. Sie lag in den ersten vier Monaten des Jahres um 28 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2021. Zwischen Januar und April dieses Jahres mussten insgesamt 118 Personen nach einem Unfall mit dem E-Gefährt in einem der Krankenhäuser der Insel behandelt werden, wie der Gesundheitsdienst IB-Salut mitteilt.

Kurios: Waren im vergangenen Jahre noch 60 Prozent der Opfer männlich und 40 Prozent weiblich, ist es bei den Unfällen in diesem Jahr bisher genau umgekehrt. Und: die meisten der Opfer sind nicht die Fahrer der E-Roller, sondern wurden von einem solchen an- beziehungsweise überfahren. 6,5 Prozent der Verunfallten landen auf der Intensivstation. Die meisten Verletzungen, die bei Unfällen mit E-Scootern entstehen, sind Schädel-Hirn-Traumata sowie Brücke von Handgelenk oder Unterarm.

Die vielen E-Roller auf den Inseln wird immer wieder heftig kritisiert, vor allem von Fußgängern. Alleine in Palma ist die Zahl der Bußgeldverfahren gegen Fahrer von E-Rollern und ähnlichen Fahrzeugen wie zum Beispiel E-Boards immens gestiegen. Bis zum Sommer des vergangenen Jahres wurden in der Inselhauptstadt 708 Bußgelder verhängt 526 Prozent mehr als im Jahr 2020.

Mit 206 Bußgeldern wurde die mangelhafte Ausstattung der Roller geahndet. Darunter fällt das Fehlen einer Klingel, eines Bremssystems, einer Beleuchtung oder reflektierender Elemente. In 145 Fällen wurden Rollerfahrer für das Fahren auf Plätzen zur Kasse gebeten, die ausschließlich für Fußgänger bestimmt sind. Das Nichttragen einer Weste oder eines sichtbaren Gurtes waren 140-mal der Grund für ein Bußgeld, das Fahren mit einer Begleitperson wurde 92-mal geahndet.

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